Gestern Gespräch im Fitnessstuio. Ich: "Warst Du wählen?" Er, ~23: "Ja klar! Das ist so wichtig. Der Soundso, der geht nicht, aber ich hab ihm gesagt, Hauptsache, Du wählst irgendwas, CDU, SPD, ganz egal. Denn, wenn Du nicht wählen gehst, dann gewinnen die Linken." Etwas verblüfft warte ich eine Weile, dann frage ich: "Was finden die Leute schlimm an den Linken?" Er: "Ach, richtig schlimm sind die nicht. Aber das mit dem Gendern und das sich jeder sein Geschlecht aussuchen können soll, ..." 1/x
@plinubius
Es gibt nur noch "Bilder", "Labels" und Klischees. 🤪
Inhalte, Fakten - egal.
Wir leben längst in eine Idiocracy, wo auch egal ist was gestern ..verlautbart wurde oder was in "irgendeinem" Gesetz steht.
Wir sind politisch/gesellschaftlich auf einem TikTok "Niveau" angekommen, wo "tolle Bilder", Follower und Klicks mehr gelten und oft sogar bewirken (sollen) als Fakten, Perspektiven und Empathie/Ubuntu (Nein, *nicht* das OS).
@Plinubius 🇪🇺

Da zeigen sich eben die Grundlagen der Memetik in der gesellschaftlichen Praxis. Meme auszutauschen bedeutet, sich gegenseitig zu signalisieren:

- “Ich höre dir zu."
- “Es gibt etwas Gleiches zwischen uns”
- “Ich verbinde mit dir etwas”.

Das ist der neue Kitt der Gemeinschaften, diese Kommunikation selbst schafft Gemeinschaften.

Zersetzendes an Memen ist, dass sie über bestehende gesellschaftliche Strukturen hinweggehen und neue Zusammengehörigkeiten, Zusammenhänge und neue Strukturen schaffen, dynamische, sich verändernde, wabernde Strukturen.

Dagegen kommt ein starrer Parteiapparat nicht mehr an.
@hamiller Ich finde die Vorstellung interessant, es könnte sowas wie "starre Parteiapparate" geben. Ich bezeichne die als #RSV. Ich für meinen Teil sehe "politische Vereine" als memetisch vermittelte, sich verändernde, wabernde Strukturen, die im Grunde nur von einer gemeinsamen Sache ihrer Mitglieder zusammengehalten werden, nämlich von der individuellen Beschaffung und kollaborativen Verarbeitung von Information im Kontext eines oder mehrerer gemeinsamer Themen, kurz #IVV.