Kurzer Thread:

Viele behaupten ja immer wieder, dass vor allem die #SPD (die man dafür zur Verantwortung zieht, weil man das von ihr erwartet) die Arbeitnehmer so allein lässt, sodass jene zur #AfD flüchten. Meine These ist da halt eine andere, und wenn ich solche Thesen wie oben lese, fühle ich mich auch bestätigt: Die #Arbeiter wählen nicht die AfD, weil sie glauben, dass diese ihre Interessen besser vertritt.

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https://www.spiegel.de/politik/deutschland/landtagswahl-in-rheinland-pfalz-warum-die-afd-bei-arbeitern-punktet-obwohl-sie-keine-politik-fuer-sie-macht-a-61c71cff-0920-4b42-8751-62da5db70383

Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Die AfD punktet bei Arbeitern – obwohl sie keine Politik für sie macht

Arbeitslosigkeit und Armut tauchen im Programm der AfD praktisch nicht auf. Trotzdem konnte sie jetzt besonders bei Menschen punkten, die ihre finanzielle Lage als schlecht einstufen. Forscher sprechen von einem »kulturellen Backlash«.

DER SPIEGEL

Wenn wir davon nämlich ausgehen würden, hieße das ja, dass die Arbeiter alle dumm wären (weil sie nicht erkennen, dass die AfD gar keine #Politik in ihrem Sinne macht). Ich glaube aber nicht, dass die Arbeiter so dumm sind, dass sie das glauben. Ich denke (im Sinne des kulturellen Backlashs), dass es sich um ein Phänomen handelt, das weit mehr ist, als dass es durch "gute Politik" oder "richtige Ansprache" wieder gedreht werden könnte.

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Wenn die Gesellschaft Fortentwicklung nicht mehr WILL, sondern statt dessen RÜCKSCHRITTE fordert in eine Vergangenheit, die verklärt als "viel besser" empfunden wird, dann hat das genau die Auswirkungen, die wir sehen - bei der #Klimapolitik, bei #Gleichstellung, bei #Frauenrechte - und eben auch bei den Wahlergebnissen der progressiven #Parteien.

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Die Gesellschaft will zunehmend (und nicht nur die Arbeiter) an irgendeinen Punkt in der Vergangenheit zurück, weil da "gefühlt" alles einfacher war. Es ist wie eine Art #Amoklauf, der #AfD hinterherzurennen, eine sich selbst erfüllende Prophezeihung. Wenn es aber eine Lawine ist, hält das auch niemand mehr auf, weil sie sich aus sich selbst heraus immer weiter verstärkt.

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@AndreasEsch wir schauen auf die 50/60er Jahre auf unsere Kindheit zurück. Wir wurden noch verprügelt, das war nicht schön, aber was wir alles angestellt haben, das war schön. Von den wirklichen Problemen, damals schon mit der Bürokratie, den sinkenden Reallöhnen, Erhardts Gürtel enger schnallen, der Unrechtssituation der Ehefrauen, ich wurde 1979 in einem Laden noch gefragt, ob ich die Einverständniserklärung meines Mannes hab, einen Herd zu kaufen, haben wir als Kinder nichts mitbekommen

@Tabby_Schaf

Es geht ja nicht um Fakten.
Rechtsextremismus funktioniert völlig faktenfrei.