RE: https://chaos.social/@Lilith/116277014479763846

Oft, wenn ich Sachen von @Lilith lese, denke ich: stimmt: unser Alltag ist voll von falschen Dichotmien! ZB: entweder Du bist für Wachstum oder gegen Wohlstand.

Sie entlarvt das wunderbar.

Ich folge ihr gerne.

@AwetTesfaiesus @Lilith

Jepp - das sehe ich genauso.

@AwetTesfaiesus @Lilith
Upps, ich war ihr scheints bisher nur mittelbar gefolgt 🤦‍♂️
@AwetTesfaiesus Dankeschön 💜
@Lilith nein, danke dir!

@AwetTesfaiesus @Lilith

Komponenten und Erfahrung sind vorhanden. Auf der Schwäbischen Alb

- Integration in Nahwärme
- lohnt ab 40kW
- finanziell Spaß macht es ab 240kW
- Integration mit Solar und Batteriespeicher
- drin läuft alles auf Open Hardware und Open Source
- Cloud mit #Kubernetes @SCS oder #openstack
- Sicherheitskonzept von #OpenDesk https://bmi.usercontent.opencode.de/opendesk-architekturkonzept/D_technologiearchitektur/ übertragbar
- Physische Zugangssicherung ist machbar
- Know-how ist abrufbar #osism, Osnabrück

https://jh-computers.de/

Phase D - Technologiearchitektur - openDesk - Architekturkonzept

@AwetTesfaiesus @Lilith ich fand am Anfang die degrowth Idee auch cool. Bis ich mir die Meinungen von Ökonomen dazu angehört habe …
@jnfrd @Lilith 1. ist zerogrowth nicht unbedingt dasselbe wie degrowth und 2. hast du dir auch die Meinung von Demographen angehört? Nach 2070 ist einfach degrowth.
@AwetTesfaiesus @Lilith wo hab ich das denn geschrieben?
@jnfrd @Lilith dann habe ich wohl fehlinterpretiert. Magst du erklären, was du meinst?

@AwetTesfaiesus @Lilith ich halte die (oft, aber nicht immer) naive Idee von degrowth für schlecht, weil: Japan und Deutschland fahren seit Jahren defakto Zero- bzw. Degrowth. Mit weniger guten Folgen.
Wenn wir weniger konsumieren würgen wir das Wachstum von Ländern ab die ganz sicher kein schrumpfen brauchen (z.B. Vietnam)
Die unteren 60% brauchen auch keine Minderung ihres Wohlstands.

@AwetTesfaiesus @Lilith

Als Slogan finde ich es grundfalsch. Ohne Verteilung (national wie international) ist das oft Virtue Signaling von privilegierten.

Die Idee Dinge ich in Teilen gut, aber erzähl der europäischen Unterschicht oder Lateinamerika oder Afrika oder Südasien das sie bitte nicht mehr wachse dürfen und du wirst auf kein Verständnis treffen.

@AwetTesfaiesus @Lilith … ich bin kein Ökonom. Ist also alles nicht 💯 fundiert. :)

@jnfrd @Lilith

1. die Lohnarbeitenden verlieren doch seit 25 Jahren ihre Assets an die Überreichen.
2. Wachstum des GDP, misst nicht deinen Lebensstandard, sondern ob Du schneller Geld ausgibst als letztes Jahr.
3. durch Konsum (sozial) aufsteigen wird vermutlich nicht gelingen. Durch Investitionen in die eigene Subsistenz: schon Ende. Ebenso durch ein solides soziales Netz, dass Chancen bietet (Schulen!)

Unser Lebensstandard misst sich weder in der Zahl der verkauften Labubus noch in der Zahl der Ice Rolls, unser GDP schon.

Grundfalsch ist daher mE wenn GDP-Wachstum mit Steigerung der Lebensstandards gleichgesetzt wird.

Dass, solange der Kuchen wächst, mehr Krümel abfallen, ist mE eine gefährliche Illusion.

@AwetTesfaiesus das widerspricht nur keinem meiner Bedenken.

Davon ab, wie soll das durch degrowth (ohne eine gewalltvolle Revolution) gelöst werden? Wir leben derzeit im Kapitalismus und den schaffst du nicht so einfach ab. Ich bekomme nen (gutes) Gehalt weil wer mit mir noch mehr Gewinn macht. Ist der Gewinn weg so ist es auch mein Job (und die Wohnung)

@jnfrd so, wie es in den 1950ern, 1960ern und 1970ern gelöst wurde: Besteuerung von großen Vermögen (zB 5% auf alles über 10 Mio oder 5€/qm auf kontrollierten Wohnraum ab dem vierhundertersten qm).

BTW hat das mE nichts mit dem Gewinn zu tun.

@AwetTesfaiesus natürlich hat mein Gehalt was mit dem Gewinn der durch die Arbeit generiert was zu tun?!

In den 50ern bis 70ern (bis 73 Ölkrise) gab es ein riesiges Wachstum. Ich denke das ist für degrowth das schlechteste Argument was ich mir vorstellen kann.

Wie auch immer. Lass uns einig uneinig (zu dem Thema) zu sein.

(Edit, weil Klang zu abwertend)

Das möchte ich nicht so stehen lassen:

- Weder schließt ZeroGrowth Gewinne aus
- noch bedeutet ein positives GDP, dass Dein/irgendein/alle Unternehmen Gewinn macht
- noch wird Gewinn überhaupt im GDP gemessen.

Das ist schlicht nicht die Definition von GDP/BIP.

Die Definition gibt es hier:

https://en.wikipedia.org/wiki/Gross_domestic_product

Gross domestic product - Wikipedia

@AwetTesfaiesus was Awet sagt ist technisch korrekt.

Eine gedachte Ökonomie mit 2 Unternehmen, die sich gegenseitig im Jahr 100€ bezahlen hat ein GDP von 200€ und keines der Unternehmen erzielt einen Gewinn.

Zahlen sie sich nächstes Jahr gegenseitig 110€, ist das GDP (220€) um 10% gewachsen. Keines von beiden hat einen Gewinn.

@jnfrd dann editiere ich auch etwas

@AwetTesfaiesus ja sorry. Manchmal drücke ich mich ungewollt ungehobelt aus und merke das erst nach dem abschicken.

Drum könnte ich deinen Job ganz sicher nicht sehr erfolgreich machen.

Unbegrenztes Wachstum ist nicht möglich, oder?!

@AwetTesfaiesus @Lilith

@WolGus @Lilith *nicht wünschenswert.

Gutes Leben mit einer resilienten Absicherung gegen die existenziellen Risiken des Lebens, mit wenig Bigotterie und mit lebenslangen Chancen für alle: mE schon.

Definiere: gutes Leben. Und auf wessen Kosten.

Alles was wächst, "ernährt" sich von "etwas". Oder: irgendwas (Pflanze, Tier, Mensch) zahlt immer für irgendwas und je mehr Wachstum ...

@AwetTesfaiesus @WolGus @Lilith

@c_m_f @WolGus @Lilith
Das ist spannend; ich denke eine Garantie auf ein gutes Leben gibt es nicht; aber es gibt einen Rahmen dafür:

Abwesenheit von existenzieller Not
Achtung der Würdegarantie
Ächtung von Ausbeutung
Festigung von Entfaltungsräumen
Förderung der Chancengerechtigkeit
Erhalt lebenslanger persönlicher Perspektiven
Aversion gegen Bigotterie

Und zwar in einer Weise, die das für künftige Generationen mindestens in demselben Maß gewährleistet, wie für die jetzigen.

Ich glaube also nicht an „Himmel auf Erden“-Ideologien.

Aber diese (eigentlichen) Minimalforderungen lassen sich auch ohne ständiges Wachstum verwirklichen.
Ständiges Wachstum dient lediglich dazu, den Besitz einiger zu mehren.

@AwetTesfaiesus @WolGus @Lilith

@AwetTesfaiesus @Lilith Wenn ich Awet lese, muß ich immer ein Fremdwort nachschlagen
@anpa2112 @Lilith für mich: alles Fremdwörter hier