Genau!
"Ja wir machen keine online events, weil der persönliche Kontakt ist immer so nett."
😑
* Fahrweg
* Halbe Stunde mit Bullshit Gelaber zuhören verbringen, weil man will ja konstruktiv sein und nicht meckern.
* Fahrweg zurück
@hausaffe @bmaxv @kathrinpassig Ein kleiner Witz. Ich wusste ja nicht, dass es um Plena ging.

@TLisaB @0Sekhmet0 @kathrinpassig
ich habe oft genug Stammtische versucht zu besuchen, wenns von der Uhrzeit und Lokation überhaupt möglich war, aber es war völlig unmöglich da sozial reinzukommen
Auch wenn ich mein Schild auf den Tisch gestellt habe daß ich als Autist gerade sozial überfordert eingefroren bin aber angesprochen werden möchte, nichts passiert
Daß ich weine, weil ich den Kontakt suche und mitmachen möchte aber kalt sitzen gelassen werde, schreien könnte daß hier jemand sitzt
@kathrinpassig Ich hab ja nicht mal ein Problem damit, mit Leuten zu reden, aber dieses unspezifische "komm halt mal vorbei" packt halt auch erstmal ganz viel Arbeit von deinem Projekt auf mich.
Und mir ist dein Projekt relativ egal, auch wenn ich es theoretisch gut finde.
Sag mir was es bei euch zu tun gibt und was ich dafür mitbringen soll, dann weiß ich auch direkt ob sich der Aufwand für uns lohnt.
@odium___ @kathrinpassig Hm interessant, ist jetzt ein bisschen ab vom Thema, aber ich suche ständig Kletterpartner*innen. Ist immer schwierig, aber unter Senioren erst recht. Wenn ich dann am schwarzen Brett allgemein formuliere, meldet sich wer, man geht 1x klettern, kann sich nicht leiden, und das war's dann. Oder ich formuliere präzise mein Vorstellungen, dann meldet sich erst gar keiner.
Wie man's macht macht man's falsch.
@Labonitamascota Wobei Kletterpartner auch eine andere Situation ist als ein Freiwilligenprojekt.
Da suchst du ja wenn für dich, und du kannst vermutlich flexibeler sein als eine Unternehmung mit x Leuten.
Aber ja Kletterpartner zu finden ist schwierig. Dafür ist es umso schöner wenns klappt 😃
@kathrinpassig Ich habe da meine eigene Meinung. Jemand der nur kritisiert selber nicht gesellschaftlich aktiv ist in Vereinen, Politik, Sozialverbänden bekommt nur seine Sichtweise mit. Aktiv zu sein mit nur "Seinesgleichen" lebt dann in einer Blase und führt zur Arroganz anderen gegenüber. Demokratie ist aber eine Auseinandersetzung mit anderen Meinungen und Sichtweisen. Das Ergebniss dann ist eher demokratisch. Dabei müssen halt Kompromisse eingegangen, welche wichtig sind. Nur so kann man die Mitte mitnehmen und Extreme bleiben am Rande.
Man sollte Bedenken, das unterschiedliche Lebensrealitäten zu unterschiedlichen Meinungen kommen.
Darum würde ich immer sagen, komm vorbei. Wenn's passt ok, wenn nicht auch gut. Reden gehört einfach dazu, gerade mit Fremden.
@Baumfalke Nein.
Gerade in dem Bereich, wo eins was bewegen will gibt es sehr viele Jobs, in denen gar nicht geredet wird, die im Hintergrund ablaufen und für die oft Leute fehlen.
Klassische Fleissarbeiten, wie Plakate kleben, Flyer verteilen, Schnittchen schmieren, Ordnershirts bügeln...
Und oft sitzen da nur wenige, weil das der Kram ist, auf den die Redner eben wenig Lust haben.
@Baumfalke
Wenn ich Dinge bewegen will, brauche ich kein Gemeinschaftgefühl und Reden halte ich zu 80% für Zeit- und Atemluftverschwendung.
Es gibt viel "Kleines", was ich im privaten Dunstkreis tun kann, warum soll ich meine Energie ("Löffel") darauf verschwenden, jemandem nachzulaufen?
Ein Gespräch mit Unbekannten kostet mich mehr als würde ich mir einfach nen Sack schnappen und ganz alleine im Viertel Müll einsammeln.
@Baumfalke @Nephele @kathrinpassig
Es gibt eben viele nichtsoziale, unkommunikative Menschen, oder einfach Introvertierte, die sich auch gerne einbringen würden.
Mit einer allgemeinen Einladung, dass eins sich immer über neue Leute freut, holt eins die nicht ab.
Mit dem Aufruf, wer an Tag x nen Straßenzug zum Flyerverteilen übernehmen würde oder jeden Sonntag für das Seniorenkränzchen die Servietten faltet schon eher.
Emailaddi für Vorabinfos dazu: nearly perfect...
@Baumfalke @zynmaster @kathrinpassig es fehlt aber diesen Introvertierten auch einfach an niedrigschwelligen Einstiegen. Wenn ich immer erst in ne total stressige soziale Situation muss, um mitzumachen, hält das solche Leute ab. Allein schon ein "wenn du dich beteiligen willst, ob vor oder hinter den Kulissen, komm vorbei oder melde dich unter [Mail/Messenger]" setzt diese Schwelle stark herab.
Edit: Gut wäre auch n Newsletter für Interessierte zu Aktionen, wo bestimmte Rollen zu vergeben sind.
Vielleicht auch Aspekte: wie viel ist alleine/draußen, wieviel ist drinnen/mit Leuten? Infektionsschutz?
Gibt es Tätigkeiten, die ohne festes Commitment gehen (zum Beispiel bei chronisch Kranken)?
Inwieweit ist Essen involviert? (Unverträglichkeiten, Allergien, aber auch ethische und/oder religiöse Inkompatibilitäten)
@kathrinpassig danke für den Hinweis. Und danke auch an alle weiteren Antworten im Thread.
ich bin sehr froh hier von euch lernen zu können.
@kathrinpassig Betrifft nicht nur Ehrenämter. Bei mir in der Stadt werden immer wieder Veranstaltungen oder Aktivitäten beworben, aber anstatt klar zu schreiben was geboten wird, nennt man nur irgendein Motto und "Kommt vorbei!". Also weiß man nicht, was man anziehen soll und ob es einen interessieren könnte.
Bei Sportprogrammen einfach hinschreiben, ob es Umkleiden/Schließfächer gibt und welche Kleidung empfohlen wird. Bei Tanzkursen und lokalen Treffs für welche Altersgruppe (20-30 oder 60+).
Das Reden tut dem Menschen gut;
Wenn man es nämlich selber tut;
Von Angstprodukten abgesehn,
Denn so etwas bekommt nicht schön.
Die Segelflotte der Gedanken,
Wie fröhlich fährt sie durch die Schranken
Der aufgesperrten Mundesschleuse
Bei gutem Winde auf die Reise
Und steuert auf des Schalles Wellen
Nach den bekannten offnen Stellen
Am Kopfe in des Ohres Hafen
Der Menschen, die mitunter schlafen
Wilhelm Busch
@kathrinpassig Es wäre auch einfach gut, wenn man Leute abstellt, die neue Leute begrüßen. Ich bin mal zu einem Orchester dazugestoßen ("einfach vorbeikommen!") und habe mich derart unwohl gefühlt, weil ich am Anfang gar nicht wusste, wen ich ansprechen, was ich machen soll. Und dass der Dirigent irgendwem zuflüsterte, ich würde mich ja gar nicht vorstellen, hat auch nur bedingt geholfen. 🫠
Aktuell hält mich vom Aktivwerden oft ab, dass viele zu Stammtischen einladen. Das ist bestimmt für...
@Cronopio @kathrinpassig Verzehrzwang beim regelmäßigen Treffen ist letztlich nicht nur massiv klassistisch, sondern schließt so viele aus.
Ich organisiere auch Veranstaltungen und habe das erst mit einer Person gemacht, die vom kostenlosen Raum in ein Café wollte, wegen der Gemütlichkeit. 🙃
Menschen, die behaupten "Wir sind alle ganz nett" sind mir suspekt.