Wenn ihr Freiwillige sucht für Ehrenamt, Politik, Bäumepflanzen, was auch immer: Denkt dran, dass es Leute gibt, die einfach nicht so gern mit anderen, schon gar nicht mit Unbekannten, reden. Sagt explizit, wie man sich dann beteiligen kann. Wenn es weitgehend redefreie Tätigkeiten gibt, bewerbt die. Sagt vorher deutlich, welche Optionen es gibt. Nicht nur "komm einfach mal vorbei und finde es dann raus", und auch nicht nur "keine Angst, wir sind alle ganz nett".
@kathrinpassig Vermutlich ist die Zahl derjenigen, die lieber nicht reden wollen, niedriger als die Zahl derer, die nicht zuhören wollen. Was könnte und sollte man letzterer Zielgruppe idealerweise anbieten?
@111 @kathrinpassig Oder nicht können. Unter uns Senioren sind fast alle schwerhörig. (Unsere Eltern haben uns gewarnt vor der lauten Musik.)
@Labonitamascota Tipp: AirPods Pro 2 oder 3. Die Dinger schaffen es wirklich gut, gerade in lauteren Umgebungen die Stimme des Gegenübers rauszuisolieren. (Und wenn das Gegenüber nervt, kann man sich natürlich auch die gewohnt laute Musik in die Ohren pfeifen.)
@111 Ach, wir brabbeln alle durcheinander. Ist auch schön.
@Labonitamascota Klar, so machen wir das auch. Jeder erzählt irgendwas und glaubt, die anderen hätten zugehört. Dazu etwas Alkohol, und schon geht es allen bestens.

@111

Das Reden tut dem Menschen gut;
Wenn man es nämlich selber tut;
Von Angstprodukten abgesehn,
Denn so etwas bekommt nicht schön.
Die Segelflotte der Gedanken,
Wie fröhlich fährt sie durch die Schranken
Der aufgesperrten Mundesschleuse
Bei gutem Winde auf die Reise
Und steuert auf des Schalles Wellen
Nach den bekannten offnen Stellen
Am Kopfe in des Ohres Hafen
Der Menschen, die mitunter schlafen

Wilhelm Busch

@Labonitamascota Haha, ich hatte den Maler Klecksel ewig nicht angeschaut. Danke für den Tipp!