Wer bei Fielmann einen Augencheck macht, findet seine Daten nachher auf Amazon-Servern.
Für Sie getestet.

#datenschutz

In der Filiale werden u.A. Fotos der Netzhaut angefertigt. Die werden von Ocumeda ausgewertet. Ocumeda bewertet die Bilder und stellt die Bewertung zusammen mit den Bildern im eigenen Portal bereit. Die Bilder liegen aber nicht auf dem angegebenen Hosting, sondern in einem S3-Bucket von Amazon.
@gg
Oh shit,
gibt es eine Möglichkeit, nach der Auswertung die Daten (zuverlässig) löschen zu lassen?
@Wanda Meine Vermutung: 1) schwierig, weil Ocumeda dafür eine geänderte Infrastruktur bräuchte und 2) eh zu spät, weil Amazon ziemlich sicher diese Daten bereits mit dem Aufruf im Browser mit meiner Person verknüpft hat. Der Drops ist gelutscht, Amazon kennt jetzt meine Netzhäute.
@Wanda @gg DSGVO Auskunft ausprobieren.
@heinlenstein @gg
Naja, ich kann zu Fielmann gehen und sie darum bitten. Aber evtl. löschen sie nur ihre eigenen Speicherungen. Aber nicht die von Ocumeda, geschweige denn Amazon.
@gg Ist das neu? Bei mir wurden noch nie Fotos gemacht, immer nur händisch getestet. Kann man die nicht auch gleich verweigern?
@NatureMC Man muss das nicht verweigern. Es ist ein Zusatzdienst, den man vor Ort einfach kauft.
@gg @NatureMC
Dann kauft man es einfach nicht,dann taucht man auch nicht bei Amazon auf
@Nobelgreen @NatureMC So ist es. Und deshalb teile ich hier meine Erfahrung. Denn auch Du, mein schlauer Freund, hättest das vorab und vor Ort nicht in Erfahrung bringen können.

@gg @NatureMC

Vielleicht sollte es auch im Ausgangs-Beitrag stehen wie man es vermeiden kann
Wäre eventuell verständlicher

@Nobelgreen @NatureMC Habe inzwischen ein Foto vom Original-Flyer im Original-Beitrag ergänzt. Das sollte nun eindeutiger sein. War nochmal in der Filiale und habe mir einen von dort mitgenommen.

@gg Ah, dann ist ja gut. Sowas würde ich grundsätzlich nur von Fachärzt*innen in persönlichem Beisein machen lassen! Zumal die auch wichtig sind, wenn ich eine OP brauche.

Dein Originalpost ist da irreführend ...

@NatureMC Der Facharzt, der mich an DoctoLib verkauft? :D
Ja, grundsätzlich richtig. Aber MEIN Augenarzt wird nie derjenige sein, der eine OP durchführt. Niedergelassene Ärzte sind in erster Linie Diagnostiker und Berater.
Bei Ocumeda arbeiten Augenärzinnen und Augenärzte. Die nehmen auch die medizinische Bewertung vor. Im Grundstz begrüße ich so eine effiziente Arbeit.
@gg Das kannst du halten wie du willst. Aber es ist eben nicht so, dass jeder normale Augencheck von Fielmann bei Amazon landet, sondern nur diese gekaufte Zusatzleistung. Bleiben wir bitte bei den Fakten.

@NatureMC Bleibe ich. Das Produkt "Augen-Check-Up" ist so gestaltet, wie von mir beschrieben.

Wenn man in der Filiale auch andere Dienstleistungen "Augencheck" nennt, ist das ein internes Benennungs-Problem von Fielmann.

Beworben wird übrigens (in der Filiale und auch in der Kommunikation) der Versand des Ergebnisses per Email oder wahlweise Post.

Was dann ankommt ist allerdings nicht das Ergebnis, sondern ein Link zum Abruf der Daten. Sprich: einen Einladung, einen Request auf den Amazon-Server auszulösen.

@gg
Wenn er schlecht ausfällt, sieht man's wenigstens nicht. 😬
@gg
Es gibt sehr viele Unternehmen, auch große und kritische Konzerne ( Bsp. Dt. Bank), die Daten und geschäftskritische Anwendungen in U.S. - Clouds (AWS, Azure usw.) liegen haben.
Was da nicht bedacht wird:
Es bedarf einer Unterschrift des U.S. - Präsidenten und das ist dann alles weg.
"Aber wir haben doch Verträge!"
Glauben die wirklich, dass der U.S. - Präsident sich durch zivilrechtliche Verträge beeindrucken lässt?
@Guenther_Bergmann @gg Es ging die Tage (gestern?) ein Artikel rum (heise?) wo es hieß über 80% sind sich des Problems bewusst und man kann sich vorstellen, dass die US-Clouds ein Unternehmen oder eine Region einfach abschalten - aber (das Highlight) über die Hälfte hat keine Lösung für das Risiko 🤷‍♂️
@lennybacon @gg
Das wusste ich so nicht. Immerhin ist es ein 1. Schritt wenn man das Problem erkannt hat.
Die wenigsten werden das kurzfristig lösen können.
@Guenther_Bergmann @lennybacon Ich glaube, dass die meisten eher noch ne ganze Weile weiter in diese Sackgasse rudern. Sunk Cost Fallacy und so.
@gg @Guenther_Bergmann Abgesehen davon, dass selber nachdenken und Riskmanagement natürlich wichtig wären… Es gibt kaum Role-Model für einen anderen Weg. Ich wurde die letzten 15 Jahre immer dafür belächelt, weil Cloud quasi keine Rolle spielt. Ich ignoriere Cloud nicht. Aber ich hab mal ein Threat Model gemacht und da kam halt wenig vertrauen bei raus.
@gg @Guenther_Bergmann Das „verkauft“ sich aber nicht gut. Euphorische Enabler gehen immer besser als Bedenkenträger.
@lennybacon @Guenther_Bergmann Freedom Enabler 🥳 🛫
@gg @Guenther_Bergmann Freiheits Intelligenz!1!!1 (nur echt mit Deppenleerzeichen)
@lennybacon @gg
Ohne mich jetzt konkret mit Deinem Thread Model beschäftigt zu haben kann ich Deine Bedenken nachvollziehen.
Ich möchte derzeit auch nicht in der Haut des einen oder anderen Entscheiders stecken.

@lennybacon @Guenther_Bergmann @gg Wie sehr sich auf Verträge verlassen kann, hat der IStGH gelernt.

#CloudAct ist mit #BDSG, #DSGVO & Co. absolut unvereinbar!

@gg

Ich hielte diesen Augen-Check für eine gute Alternative für den Besuch bei einem Augenarzt, den ich immer noch nicht habe und für den ich Monate (!) auf einen Termin warten muss. Aber so 🤷🏼‍♀️ warte ich lieber.
Frage: Wenn Amazon die Daten des Augen-Checks hat, können sie die doch nur mit Daten von dir verknüpfen, wenn du da einen Account hast, oder?
Gibt es eine Liste über alle User der Amazon Cloud?

@amandalibris Ich bin mir ziemlich sicher, dass ALLE großen Plattformen jede inzwischen Person persönlich kennen und dann einfach nur neue Daten ergänzen. (Dazu gibt es gerade ein frisches Urteil z.B. gegen WhatsApp/Meta: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/datenschutz/gericht-entscheidet-keine-datenuebertragung-von-whatsapp-an-facebook-118180)

Dabei ist es egal, ob Du dort ein Konto hast oder nicht. Die Anbieter verfolgen und identifizieren jeden Menschen über Verträge mit allen möglichen Internetseiten. Keine Chance zu entkommen.

Gericht entscheidet: keine Datenübertragung von WhatsApp an Facebook | Verbraucherzentrale.de

Der Messenger-Dienst WhatsApp darf Daten von seinen Nutzerinnen und Nutzern nicht an Facebook weitergeben. Das hat das Gericht nach einer Klage der Verbraucherzentrale entschieden. Lesen Sie hier, warum das Urteil alle Menschen schützt – auch wenn sie WhatsApp gar nicht nutzen.

Verbraucherzentrale.de
@gg das spannende an dieser Diskussion ist ja mehr, wie egal wir den Gesetzgebenden sind und wie selektiv egal es uns selbst ist.
Big Tech wird flächendeckend und nahezu überall eingesetzt, ob öffentlich oder privatwirtschaftlich. Ergo wissen die doch dank Klaut auch ohne Account längst, wer wie viel verdient, wer wo wohnt, wer was beruflich macht, wer mit wem und wer welche Erkrankungen hat. Hier hat man eine Wahl, könnte es einfach lassen.
Beim Amt oder in der Gesundheitsversorgung sieht das schon anders aus - da heißt es friss oder stirb, wenn man darüber überhaupt aufgeklärt wird.
@gg
Dafür (u.a.) gibt es Augenärzt_innen?! 🤔
@Sagesse Ja, die machen die Befunde auch tatsächlich.

@gg
😯🤯

Frage mich, welcher Qualität die sind, dass sie sich für so etwas hergeben...

Nu gut, also, Augen auf beim Brillenkauf...
...und lieber etwas warten, aber dann zum Facharzt gehen... wäre jetzt zumindest meine Schlussfolgerung...

@gg word darüber aufgeklärt? sind die Daten gesichert abgelegt?

@gg naja, seien wir doch mal ehrlich, dass die da nicht landen ist doch eher die Ausnahme.

Ich hatte gehofft, dass die DSGVO das transparenter machen würde.

@ex Ja, das kann sein. Ich möchte in der Lage sein, diese Zusammenführung meiner Daten wirksam zu verhindern. Das kann ich nur mit einer ehrlichen Datenschutzerklärung.

@gg oh ja, das möchte ich auch!

Leider hat es kein Bewusstsein gebracht, sondern nur Bürokratie :(

@ex Deshalb mag ich es ja, jene, die diese freie Entscheidung verhindern, daran zu erinnern.

@gg ggf ein neues Projekt?
DSGVO Watch

Listet auf, welche Webseiten / Unternehmen welche Software nutzt und wo die Daten speichert werden.

Quasi ein Service zur DSGVO.

@ex Das war auch mein Gedanke. Mir fehlt eh schon ewig etwas wie eine privacy.xml analog zur Sitemap. Lieferkettentransparenz.
@gg @ex Aber denk doch mal an die arme Wirtschaft!1!1! Also die Arbeitsplätze!1!!1. Wenn Unternehmen so klar beschrieben, wie un-wertschätzend die mit ihren „Kunden“ (auch gern Produkt genannt) umgehen, kauft da doch keiner mehr!1!!1!
@gg Retinascan plus Personaldaten. Effizient.
@gg aus rein wissenschaftlichen gründen... hast mal die ews adresse für die fielmann daten für uns?
@biglinter Würde ich tatsächlich zu Analysezwecken weitergeben.

@gg in dem fall würde ich mich an haveibeenpwnd wenden, die kennen da sicher die richtigen stellen.

meine anfrage war eher eine humoristische einlage, sorry;)