Zur ungerechten Verteilung der unzulänglichen Mittel in der pflegerischen Versorgung:

»Zusammenfassend ist (...) zu konstatieren, dass die Eigenanteile in der häuslichen Pflege keineswegs deutlich geringer als in der vollstationären Pflege ausfallen, wie vielfach behauptet wird und als Begründung für fehlenden Handlungsbedarf angeführt wird. Dies ist Folge davon, dass der Einsatz von Zeit und Arbeitskraft der pflegenden Angehörigen und weiterer informell Pflegenden bei der Abschätzung der Kosten keine Berücksichtigung finden.«
Prof. em. Dr. Notburga Ott (2025) in:
https://www.sowi.ruhr-uni-bochum.de/mam/fak/lehre/sozpol/wie_gerecht_ist_die_spv.pdf (Seite 19)

Dies bitte als Pflichtlektüre für alle Medienschaffenden, die fair über die Kosten der #Pflege berichten wollen, und für alle, die #Pflegepolitik gestalten und entscheiden.

Ah, es bewegt sich was! Wie viele Menschen in häuslicher #Pflege haben eigentlich Anspruch auf #Sozialhilfe - und bekommen keine?

Das haben jetzt Thomas #Klie und KollegInnen erforscht und der Paritätische hat die Studie veröffentlicht:
https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Schwerpunkte/Altenhilfe-Pflege/doc/Expertise_Armut_in_der_haeuslichen_Pflege_2026.pdf

Demnach leben rund 390.000 #Pflegebedürftige in Deutschland, von denen aber nur rund 70.000 #HilfeZurPflege (= Sozialhilfe) erhalten.

Endlich wird nicht mehr nur über die finanzielle Überforderung in den Pflegeheimen gesprochen. Jetzt kann sich die Politik nicht mehr rausreden, hier gäbe es kein Problem.

»Bund und Länder müssen endlich die Menschen in der ambulanten Pflege in den Blick nehmen und Pflegearmut entschieden bekämpfen«, sagt Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, dazu.

#Pflegepolitik

@mango Das kann doch niemanden ernsthaft überraschen, oder? Oder?!