Ich denke, es sollte Geburtsvorbereitungskurse für neurodivergente Leute geben.
Konzipiert das jemand? Gibt es das schon irgendwo?
Ich denke, es sollte Geburtsvorbereitungskurse für neurodivergente Leute geben.
Konzipiert das jemand? Gibt es das schon irgendwo?
Habe gerade einen Vortrag über "exzessives Schreien" bei Babys gehört und denke im Nachhinein, es wäre cool, darauf besser vorbereitet gewesen zu sein. (Also, gibt da eine Korrelation, wurde leider nicht gesagt, wie hoch die ist.)
Und Umgang mit Veränderung, Umgang mit eigener Überreizung, Umgang mit Langeweile beim Kind hüten ... So viele Themen, die ich in einer neueotypischen Gruppe nicht ehrlich besprechen könnte.
Ja .. lieber davon ausgehen, dass andere nicht meinen, was sie sagen, statt davon auszugehen, dass man selbst eine falsche Vorstellung vom Gesagten hat ... 🤷
@JustAMarionette @Drude @dudinka so war das gar nicht gemeint. Ich wollte meine persönliche Frustration zum Ausdruck bringen, dass es in einem Geburtsvorbereitungskurs nur um "Geburt" aber nicht um "Eltern werden" geht. Aber es kann natürlich sein (und wäre positiv), wenn es auch Geburtsvorbereitungskurse gibt, die das anders machen.
Wir fühlten uns nach der Geburt ziemlich alleine und planlos.
Ich glaube, dann wäre ein "Es wäre generell schön, wenn diese Kurse mehr aufs Eltersein vorbereiten würden" angenehmer gewesen als ein "Du meinst was anderes".
Es war ein Paarkurs, d. h. es ging z. B. auch darum, wie es im Wochenbett sein wird, welche Unterstützung die Person braucht, die gerade ein Kind geboren hat. Nicht hauptsächlich. Das meiste war schon mehr "So sieht übrigens die Hüfte aus, da muss das Kind durch". Meine Erinnerung ist etwas schwammig. Einmal wurde nach Schwangeren und Partner*innen getrennt und man hat irgendwie aufgeschrieben, was man sich für die Zeit mit Kind wünscht, glaube ich?
@Drude @dudinka ahjo, das klingt ähnlich wie unser Paarkurs.
Unser Sohn hatte nach der Geburt ein verkürztes Lippenbändchen und konnte daher nicht stillen. Davon hatte ich noch nie gehört, die Klinik hat es nicht erkannt. Wir hatten als Familie fürchterliche und stressige erste 3 Wochen. Stillen wurde als gut fürs Kind beschrieben. Dass das auch nicht klappen kann und wie man sich dann helfen kann, das kam nicht vor.
Und in der Richtung gibt es bestimmt mehr.
Ich denke, alles kann so ein Kurs nicht abdecken. Aber meiner Meinung nach sollte schon erwähnt werden, dass stillen aus verschiedenen Gründen manchmal nicht klappt und dass davon abgesehen auch die willentliche Entscheidung, nicht zu stillen, in Ordnung ist.
Da war unser Kurs, glaube ich, weniger normativ als eurer.
Oh wow, das stell ich mir hart vor.
Wir hatten die ersten 3 Tage Probleme, weil das Kind die Brust mit dem Mund nicht richtig zu fassen bekommen hat.
Ich erinnere mich noch daran, wie leicht panisch ich daneben stand und mich einfach voellig hilflos gefuehlt habe.
Schon die Vorstellung, das 3 Wochen lang durchmachen zu muessen, klingt traumatisch. 😧
Da muss man ohne medizinische Kenntnisse ja auch erstmal hinterkommen, dass es ein anatomisches Problem ist.
@JustAMarionette @Drude @dudinka Wir waren beide ziemlich am Ende. Fütterungsprotkolle und das tägliche Wiegen. Unsere Hebamme war unser Anker und hat das Problem erkannt und uns zur Zahnärztin geschickt. Am 5. Tag war die Ursache behoben. Aber es hat noch 2 Wochen gedauert bis der kleine Mann gelernt hat die Zunge zu benutzen. Solange haben wir mit dem Finger oder Becher die abgepumpte Milch gefüttert.
Ohne Hebamme wären wir komplett verloren gewesen!
Oh und mir hätte es z. B. bei der ersten Geburt geholfen zu wissen, dass Wehen für die Geburt wichtig sind und man die deswegen gar nicht wegatmen sollte. Sondern aushalten. Sowas könnte auch anders besprochen werden in einem Raum voller Autisty.