Grau: Was Atomkraft kostet.
Orange: Was Solar+Batterien kosten.
Grau: Was Atomkraft kostet.
Orange: Was Solar+Batterien kosten.
@grimm Was heißt denn das 1:1 and 3:2? Batteriekapazität im Verhältnis zu ??
Edit: Habe es gefunden: "Batterie – Verhältnis der Leistung der PV-Anlage in kWp zur Nutzkapazität des Batteriespeichers in kWh"
Wichtig ist die korrekte Interpretation.
Es mag sein, daß die EE-Gestehungskosten niedrig sind und es ist gut, daß es so ist.
Nur reichen EE alleine nicht aus weil sie nicht grundlastfähig sind. Das hat den Betrieb teurer Parallelstrukturen zur Folge, die irgendwie in die Rechnung eingehen müssen.
Das ist nicht als Plädoyer für Kernkraft zu verstehen, ist aber fürs Problemverständnis wichtig.
Ergänzend: auch die hier vorgestellte Betrachtung mit Speichern bietet keine Grundlastfähigkeit.
Bei aller Begeisterung - es gibt noch gewaltige Probleme zu lösen.
@finche dumm nur, dass die träge Kernkraft ein ähnliches Problem hat, nur andersrum. "Grundlastfähig" ist eigentlich ein Euphemismus, denn der reale Bedarf hat (starke) Spitzen, selbst bei intelligenter Verbrauchssteuerung.
Und entweder werden diese über zusätzliche Spitzenlastkraftwerke oder eben ebenfalls Akkus gedeckt, oder man muss enorme Überkapazitäten bereit halten und viel Strom ungenutzt verschenken. Zudem harmonieren träge Kraftwerke so gar nicht mit den Erneuerbaren!
@finche was mich bei der Debatte aber am meisten stört ist, dass kaum jemand die Diskussion realer CO2-Impakt aufmacht!!
Während uns nämlich Kernkraft immer wieder von allen Seiten als ach so "klimafreundliche" Alternative oder Teil der Lösung unter die Nase gerieben wird, ist Kernkraft in Wirklichkeit gut 10x(!!) klimaschädlicher, als Windkraft. Noch vor all den anderen (guten) Argumenten gegen Kernkraft!
Es geht doch darum, unabhängig von äußeren Faktoren jederzeit die benötigte Strommenge bereitstellen zu können.
Grundsätzlich können AKWs eine konstante Menge Energie liefern. Die diesbezüglichen Probleme der EE sind bekannt.
Mitnichten glaube ich, daß AKWs umweltfreundlich, billig oder besser sind, sich als ideale Ergänzung zu EE anbieten noch in absehbarer Zeit hier Strom liefern.
Aber sie können konstant liefern.
@finche dem gegenüber steht aber eben KEIN konstanter Verbrauch, selbst im Idealfall nicht 😉 Ist also, in dieser Hinsicht, genau genommen nur minimal besser, als "Zappelstrom" + kleiner Kurzzeitspeicher. Mit dem Nachteil, dass beides zusammen ganz besonders schlecht funktioniert und Erneuerbare ja A) schon da sind und B) unzählige weitere Vorteile haben.
@finche tja und dann wäre da noch das Thema Ausfallsicherheit, Frankreich kann ein Lied von singen, die meisten fr. Reaktoren laufen nämlich: NICHT. Noch ganz ohne Krieg und zukünftig fehlendes Kühlwasser.
Selbst die traditionell sehr kernkraftlastige Ukraine baut mittlerweile Erneuerbare sehr stark aus, seit dem russischen Angriffskrieg einmal mehr.
Danke, daß Sie das erwähnen.
Wenn man es recht besieht, haben sich D und die EU mit einer nicht völlig durchdachten Klimapolitik in eine Sackgasse manövriert.
Fossile werden faktisch verboten, ehe sie gleichwertig und ökonomisch tragbar ersetzt werden können.
Wir reiten uns immer tiefer in den Sumpf.
@finche @hannes99 @grimm Das ist schon alles durchdacht, wird aber von einzelnen Interessengruppen sabotiert bzw. Pläne werden nicht konsequent verfolgt. Teilweise kann nicht mal der Markt regeln, weil immer noch Infrastruktur fehlt, die schon längst ausgerollt hätte sein sollen.
In einem ausreichend dimensionierten europaweiten Netzverbund sind die Unsicherheiten durch z.B. Dunkelflauten auch nicht höher als ohne EE aber dafür mit Atomkraftwerken, die bei Dürre abgeschaltet werden müssen.
@finche sieh dir doch z.B. die Roadmaps des Fraunhofer ISE oder der (die Bundesregierung beratende) Agora Energiewende vor 10 und vor 15 Jahren an, und im Vergleich dazu, was tatsächlich umgesetzt bzw. oft auch vorsätzlich verschleppt wurde... dann sieht man die Diskrepanzen und die sich daraus zwangsläufig ergebenden Engpässe schon recht deutlich. An geeigneten Plänen und Studien, die alle Faktoren berücksichtigen, mangelte es also jedenfalls nicht.
@finche an der "Zeitachse" wurde aber auch massiv gefeilt! Wenn man sich ansieht, wieviel Photovoltaik und Windkraft beispielsweise 2012 in Deutschland ausgebaut wurde und wie damals die Tendenz (stark steigend!) aussah, dass dann aber kurz darauf für fast ein Jahrzehnt durch willkürliche Mindestabstände bei Windkraft, eine "Sonnensteuer“, rückwirkend(!) stark reduzierte Einspeisevergütungen und immer mehr Auflagen ein massiver Einbruch der Zubauzahlen politisch forciert wurde, dann ...
@finche ... ist auch klar, dass wir ohne diese fossile politische Intervention (die übrigens von Reiche nahtlos fortgesetzt wird!) heute bereits einen viel größeren Teil unseres Energiehungers erneuerbar decken würden und dass wir ohne die lange Zeit gültige Doppelbesteuerung von netzdienlichen Stromspeichern und neuerdings (Reiche!) auch willkürlichen gesetzlichen "Deckeln" beim Bau von Großspeichern auch bereits größere Speicherkapazitäten zur Verfügung hätten.
@finche zum "ökonomisch tragbar" vielleicht noch: kaum etwas wurde in Deutschland mit so vielen hunderten Milliarden Steuergeldern subventioniert, wie die Fossilen und die Kernkraft. Hinzu kommt, dass das Geld für Energieimporte im Ausland landet und zudem auch im viel größeren Verhältnis bei wenigen dominierenden Großkonzernen, als das bei Erneuerbaren, von der die heimische Wirtschaft und gerade auch Kleinunternehmen stärker profitieren, der Fall ist.
@finche dann hast du aber eine ganz schön starke Meinung für "keine Ahnung" (von mir etwas frei interpretierte Wiedergabe deiner Aussage) 😉
Es haben sich die besten der besten Gedanken gemacht und sektorenübergreifende Lösungen erarbeitet. Wenn man sich an diese zumindest ansatzweise halten würde, dann wäre das zwar noch nicht zu 100% perfekt, aber zu 75-90%. Wenn man sich dagegen ausschließlich nach der jeweils am besten bezahlenden Lobby richtet, dann halt -30 bis 30%, bestenfalls.
@finche klar hängt das jetzt vom Geschlecht ab, wenn eine der Kernkraft zumindest nicht abgeneigte Person mit (erklärtermaßen!) keinerlei Berufserfahrung oder Kenntnis von Studien in dem Bereich sich trotzdem ermächtigt fühlt andere (nicht nur mich!) abzukanzeln und fundierte Aussagen mit Quellenangaben mir nichts, dir nichts einfach zu relativieren! 🤡
Du bist literally mansplaining, als Frau!
Ich verstehe Reiche, die an die sichere Versorgung, eine leistungsfähige Infrastruktur und auch die Redundanz im Katastrophenfall denken muß. Herkulesarbeit. Ich bin nicht ganz überzeugt, ob sie in den richtigen Händen liegt.
Die Transformation ist nicht leicht und riskant, wenn die Annahmen über die künftige Entwicklung falsch sein sollten.
Es dürfte summa summarum nicht so schnell gehen, wie es wünschenswert wäre.
@finche "die an die sichere Versorgung, eine leistungsfähige Infrastruktur und auch die Redundanz im Katastrophenfall denken"... SOLLTE! So wie Habeck zumindest in Grundzügen das tat!
Natürlich ist eine Person, die sogar den privaten, rein marktwirtschaftlichen Zubau von Photovoltaik und Netzspeichern negativ reglementiert, dafür aber Fossile staatlich subventionieren möchte, völlig fehl am Platz. Das sollte eigentlich zumindest in aufgeklärten Kreisen Grundkonsens sein!
Nicht so hitzig!
Bisher ist doch nichts offiziell oder ist mir das entgangen?
Wie ich verstanden habe, ist sie der Meinung, für Kleinanlagen könnten Abnahmegarantien entfallen, da die Marktentwicklung den Wegfall von Subventionen erlaube.
Ich gehe davon aus, daß lediglich zukünftige Anlagen betroffen wären (pacta sunt servanda).
Die Annahme könnte doch richtig sein. Und Investitionen lenken - Anregung zu hohem Eigenanteil und damit Kappen der Spitzenbelastung.
Fehlsteuerung, meinen Sie?
Möglich, daß weitsichtigere Politiker weiser entschieden hätten.
Dezentrale Lösungen schien nicht erwünscht zu sein, sind es ja heute noch nicht, wenn wir uns den Auflagenwust anschauen, der die private Teilhabe an der Energiewende umgibt.
Ich bin recht sicher, daß Private investieren, wenn unnötige Erschwernisse entfallen.
"Dezentrale Lösungen schien nicht erwünscht zu sein, sind es ja heute noch nicht, wenn wir uns den Auflagenwust anschauen, der die private Teilhabe an der Energiewende umgibt."
Könnte das vielleicht an dem Einfluss von Putin, Trump und den Lobbys einiger weniger Großkonzerne wie RWE und E.On liegen?
"Ich bin recht sicher, daß Private investieren, wenn unnötige Erschwernisse entfallen."
Tja, WENN. Darauf könnten wir uns einigen! Richtig/besser wählen würde helfen!
"In dieser Studie werden die Folgekosten der Kernkraft sowie die Endlagerung nicht in die Stromgestehungskosten eingepreist."
@grimm Wasser auf die Mühlen der Politik, denn hier sieht man doch jetzt ganz deutlich: Da kann niemand was dran verdienen! Wir BRAUCHEN Atomkraft, damit sich ein paar Leute weiter die Taschen füllen können.
🙃