Grau: Was Atomkraft kostet.

Orange: Was Solar+Batterien kosten.

@grimm

Wichtig ist die korrekte Interpretation.

Es mag sein, daß die EE-Gestehungskosten niedrig sind und es ist gut, daß es so ist.

Nur reichen EE alleine nicht aus weil sie nicht grundlastfähig sind. Das hat den Betrieb teurer Parallelstrukturen zur Folge, die irgendwie in die Rechnung eingehen müssen.

Das ist nicht als Plädoyer für Kernkraft zu verstehen, ist aber fürs Problemverständnis wichtig.

@grimm

Ergänzend: auch die hier vorgestellte Betrachtung mit Speichern bietet keine Grundlastfähigkeit.

Bei aller Begeisterung - es gibt noch gewaltige Probleme zu lösen.

@finche dumm nur, dass die träge Kernkraft ein ähnliches Problem hat, nur andersrum. "Grundlastfähig" ist eigentlich ein Euphemismus, denn der reale Bedarf hat (starke) Spitzen, selbst bei intelligenter Verbrauchssteuerung.

Und entweder werden diese über zusätzliche Spitzenlastkraftwerke oder eben ebenfalls Akkus gedeckt, oder man muss enorme Überkapazitäten bereit halten und viel Strom ungenutzt verschenken. Zudem harmonieren träge Kraftwerke so gar nicht mit den Erneuerbaren!

@grimm

@hannes99 @grimm

Es geht doch darum, unabhängig von äußeren Faktoren jederzeit die benötigte Strommenge bereitstellen zu können.

Grundsätzlich können AKWs eine konstante Menge Energie liefern. Die diesbezüglichen Probleme der EE sind bekannt.

Mitnichten glaube ich, daß AKWs umweltfreundlich, billig oder besser sind, sich als ideale Ergänzung zu EE anbieten noch in absehbarer Zeit hier Strom liefern.

Aber sie können konstant liefern.

@finche dem gegenüber steht aber eben KEIN konstanter Verbrauch, selbst im Idealfall nicht 😉 Ist also, in dieser Hinsicht, genau genommen nur minimal besser, als "Zappelstrom" + kleiner Kurzzeitspeicher. Mit dem Nachteil, dass beides zusammen ganz besonders schlecht funktioniert und Erneuerbare ja A) schon da sind und B) unzählige weitere Vorteile haben.

@grimm

@finche tja und dann wäre da noch das Thema Ausfallsicherheit, Frankreich kann ein Lied von singen, die meisten fr. Reaktoren laufen nämlich: NICHT. Noch ganz ohne Krieg und zukünftig fehlendes Kühlwasser.

Selbst die traditionell sehr kernkraftlastige Ukraine baut mittlerweile Erneuerbare sehr stark aus, seit dem russischen Angriffskrieg einmal mehr.

@grimm

@hannes99 @grimm

Danke, daß Sie das erwähnen.

Wenn man es recht besieht, haben sich D und die EU mit einer nicht völlig durchdachten Klimapolitik in eine Sackgasse manövriert.

Fossile werden faktisch verboten, ehe sie gleichwertig und ökonomisch tragbar ersetzt werden können.

Wir reiten uns immer tiefer in den Sumpf.

@finche an der "Zeitachse" wurde aber auch massiv gefeilt! Wenn man sich ansieht, wieviel Photovoltaik und Windkraft beispielsweise 2012 in Deutschland ausgebaut wurde und wie damals die Tendenz (stark steigend!) aussah, dass dann aber kurz darauf für fast ein Jahrzehnt durch willkürliche Mindestabstände bei Windkraft, eine "Sonnensteuer“, rückwirkend(!) stark reduzierte Einspeisevergütungen und immer mehr Auflagen ein massiver Einbruch der Zubauzahlen politisch forciert wurde, dann ...

@grimm

@finche ... ist auch klar, dass wir ohne diese fossile politische Intervention (die übrigens von Reiche nahtlos fortgesetzt wird!) heute bereits einen viel größeren Teil unseres Energiehungers erneuerbar decken würden und dass wir ohne die lange Zeit gültige Doppelbesteuerung von netzdienlichen Stromspeichern und neuerdings (Reiche!) auch willkürlichen gesetzlichen "Deckeln" beim Bau von Großspeichern auch bereits größere Speicherkapazitäten zur Verfügung hätten.

@grimm

@hannes99 @grimm

Ich verstehe Reiche, die an die sichere Versorgung, eine leistungsfähige Infrastruktur und auch die Redundanz im Katastrophenfall denken muß. Herkulesarbeit. Ich bin nicht ganz überzeugt, ob sie in den richtigen Händen liegt.

Die Transformation ist nicht leicht und riskant, wenn die Annahmen über die künftige Entwicklung falsch sein sollten.

Es dürfte summa summarum nicht so schnell gehen, wie es wünschenswert wäre.

@finche "die an die sichere Versorgung, eine leistungsfähige Infrastruktur und auch die Redundanz im Katastrophenfall denken"... SOLLTE! So wie Habeck zumindest in Grundzügen das tat!

Natürlich ist eine Person, die sogar den privaten, rein marktwirtschaftlichen Zubau von Photovoltaik und Netzspeichern negativ reglementiert, dafür aber Fossile staatlich subventionieren möchte, völlig fehl am Platz. Das sollte eigentlich zumindest in aufgeklärten Kreisen Grundkonsens sein!

@grimm

@hannes99 @[email protected]

Nicht so hitzig!

Bisher ist doch nichts offiziell oder ist mir das entgangen?

Wie ich verstanden habe, ist sie der Meinung, für Kleinanlagen könnten Abnahmegarantien entfallen, da die Marktentwicklung den Wegfall von Subventionen erlaube.

Ich gehe davon aus, daß lediglich zukünftige Anlagen betroffen wären (pacta sunt servanda).

Die Annahme könnte doch richtig sein. Und Investitionen lenken - Anregung zu hohem Eigenanteil und damit Kappen der Spitzenbelastung.