Kleines Fediverse-Phänomen: Ich poste auf Mastodon, mein Tröt landet auf Pixelfed, jemand auf Misskey boosted ihn, eine PeerTube-Instanz verlinkt ihn in der Beschreibung – und das alles ohne dass ein Algorithmus entschieden hat, ob ich "relevant genug" bin.

Das ist nicht Magie. Das ist einfach wie das Internet eigentlich gedacht war. 🕸️

#Fediverse #ActivityPub #Mastodon #Dezentralisierung

@reeeen Wofür ist Misskey?
@MeerderWoerter @reeeen
Misskey ist für alles, was Masto können sollte und noch viel mehr 😉
@wolf @reeeen @MeerderWoerter
Ich empfinde gerade die Einschränkungen Mastodons und anderer Plattformen das was sie spannend machen- Hier vor allem das Zeichenlimit, wobei ich nichts gegen noch weniger hätte 😀
Aber der Fediverse-Gedanke ist bei sowas natürlich immer ein Sprengsatz.
@Zeitreisender Es gibt etliche Mastodon-User, die können sich dann eben nicht kurz fassen und schreiben diese unmöglichen Stückel-Posts oder nehmen neuerdings noch ein externes Tool, das diese Stücklerei erzeugt. Völlig absurd. @wolf @reeeen @MeerderWoerter
@hiker @MeerderWoerter @wolf @reeeen
Das finde ich auch. Die sollten sich lieber den Klassiker Friendica anschauen.
@Zeitreisender
Alle anderen Microblogging Plattformen können mehr als 500 Zeichen. @MeerderWoerter @wolf @reeeen
@hiker @MeerderWoerter @wolf @reeeen
Dann ist es für mich halt kein wirkliches Microblogging mehr. Wie gesagt, selbst 500 Zeichen finde ich recht üppig für die Idee, seine Gedanken möglichst auf den Punkt bringen zu müssen.
@Zeitreisender
Es gibt halt immer auch Themen resp. Argumente, die lassen sich mit "Kurzfutter" nicht angemessen darstellen.
Auch wenn auf anderen Plattformen mehr Zeichen zur Verfügung stehen - niemand ist verpflichtet, lange Posts zu schreiben. @MeerderWoerter @wolf @reeeen
@[email protected]
@reeeen
@Zeitreisender @MeerderWoerter
@[email protected]

Ich würde sagen, ein Eingangsstatement für eine Diskussion kann mit weniger Zeichen auskommen, aber spätestens bei den ersten angehenden Diskussionen braucht ein Argument mehr Zeichen.

Das ist im Grunde der Unterschied, den das Fediverse im Vergleich zu X oder Bluesky ausmacht, dass es interaktionsorientiert ist. X/Bluesky und Co dienen vor allem dazu, Dinge zu kommentieren oder früher war es das Mittel, um sich kurz auf Demos auszutauschen. Dort braucht es auch eine entsprechende Reichweite und Followerzahlen, weil der Kommentar sonst keine Wirkung erzielt.

Im Fediverse geht es um Gespräche, um einen qualitativen Austausch. Es hat schon seinen Grund, warum sich die politisch problematischen Accounts alle auf Mastodon befinden. Das hat nichts mit der Verbreitung von Mastodon zu tun, sondern einfach damit, dass es dort vor allem um ein politisches Sendungsbewusstsein/Propaganda geht, während man sich im Fediverse eher um einen Austausch kümmert. So ein Austausch fragt auch nicht, ob eine Person, mit der ich mich austausche, mir folgt oder ich ihr.

Deswegen wird auch häufig von unterschiedlichen Kulturen gesprochen. Das eine ist gesprächsorientiert, das andere Newsorientiert. Im Fediverse geht es meist nicht darum, als erstes Nachrichten zu verteilen, sondern vielmehr, sich darüber auszutauschen.

Für einen schnellen Nachrichtenaustausch sind tatsächlich zentralistische Systeme wie X oder Systeme, die zumindest eine globale Timeline haben, wie Bluesky, eher die richtigen als ein System, dessen Nachrichtenweiterleitung auf Basis einer Föderation basiert.
@someone @hiker @reeeen @MeerderWoerter @wolf
Mag antworten mit "Für einen kurzen Brief hatte ich keine Zeit" - ein vielen Personen nachgesagtes Zitat.. Naja. Mastodon, wie es wohl gedacht war, ist sowas wie eine öffentliche, leicht müffelnde Klokabine einer Uni, wo man sich verewigen mag und schnell weg möchte. Das Fediverse dagegen ist eine Megapinwand, an die alles passt. Egal ob Lexikon oder Notizzettel.
@someone @hiker @reeeen @MeerderWoerter @wolf
Und ja auch Mastodon hat sein Format bereits gesprengt - mit AltTexten (aus guten Grund) und Videos.
@someone @hiker @reeeen @MeerderWoerter @wolf
Ein Nanoblogging Dienst mit wenigen Zeichen und Antwortverzögerer - bsw. du tippst - darfst aber erst in 24 Stunden abschicken, wäre mal ein cooles Format.
@Zeitreisender
Das Fidonet war so - Datenaustausch zwischen den Nodes einmal pro Tag 😉

Lang ists her...

@someone @reeeen @MeerderWoerter @wolf
@hiker @MeerderWoerter @wolf @someone @reeeen
Danke für den späten Lacher!
@hiker @MeerderWoerter @wolf @someone @reeeen
Einfach nur weil - wir erfinden mal wieder nur das, was es schon gab 😀. Und ich musste mich an die Terminals meiner Mutter Anfang der Neunzigern erinnern - die ohne Fernleitung nutzlos waren und entsprechend der Kosten damals ja seltenst genutzt wurden.
Jazz is not dead it just smells funny.
@Zeitreisender
Ja, die Telefongebühren waren "etwas" hoch und Modem und Telefon ging nicht gleichzeitig. Ich hatte nur einen Point, aber war toll :)
@MeerderWoerter @wolf @someone @reeeen
@hiker @MeerderWoerter @wolf @someone @reeeen
Ja in diesen Einschränkungen ist eigentlich eine Sehnsucht nach der Vergangenheit die es so wohl nie gab.
Krasse Selbsterkenntnis - danke!
@Zeitreisender
Eine Vergangenheit, die es so nie gab?

Ich versteh nicht, was du mir sagen willst.

@MeerderWoerter @wolf @someone @reeeen
@hiker
Ich bin dafür zu jung und war weit von dem weg, was meine Mutter damals machte. Ich hatte mit den Rechnern immer eher lokal gearbeitet. Richtig im Netz erst ab dem Studium, Mitte der 2000der. Es ist halt von mir eine Übertragung.
@Zeitreisender
Ich bin eine Ewigkeit schon online unterwegs... Mein Erstes Modem hatte 300 Baud.
@hiker
Ja gut, durch das IT-unfähige Personal unseres Gymnasiums hatte ich unzensierten Internetzugriff seit 1997. Kann mich aber nicht mehr so richtig dran erinnern. Weiß aber, dass ich damals gerne komische Chatrooms genutzt hatte.