Statistischer Ausreißer?
@tschaefer mein beispiel? Nein.
In Großstädten war ein Monatsticket in der Größenordnung 100€ vor dem Deutschlandticket, jahrelang. Heute rechne ich das D Ticket.
Beim 9€ Ticket anzufangen zu rechnen ist das ausnutzen des Ausreißers.
@fataqe
Ich wohne selbst in einer Großstadt. Dort kostet der Innenraum praktisch genauso viel wie das Deutschlandticket.
Mit einer kurzen Ausnahme vor vielen Jahren gehen die Preise für den ÖPNV hier nur nach oben.
Auch wenn einige Fernpendler durchaus "profitieren" .
Heute und morgen entfällt die Leistung durch Streik.
@tschaefer @fataqe ich müsste ca 120€ bezahlen, gäbe es das Deutschlandticket nicht.
Allerdings macht es nur die Rechnung für Menschen die sowieso schon Vielfahrer sind günstiger. Einen Flatrate-Moment haben wir halt wieder abgewürgt. Dass also eigentlich alle ein Deutschlandticket hätten und gar nicht mehr über den Preis einer Fahrt nachdenken, und überlegen: Wir sind 3 Personen, ist das Gruppentagesticket oder die Autofahrt incl. Parken günstiger?
Das Problem des ÖPNV ist leider dass er außerhalb von Großstädten schnarchlangsam ist: niedrige Frequenzen und schlechte Anschlüsse machen aus 15min mit dem Auto 50min mit dem Bus. Da denke ich auch nicht nach.
Berlin hat aber immer noch keine Ergänzungen zum Deutschlandticket für die Mitnahme von weiteren Personen oder Fahrrädern oder auch Bikesharing wie DVB/VVO im Angebot oder die Integration von Schüler:innen-Tickets und Sozialrabatten wie Hamburg. Stattdessen hat die aktuelle Berliner Landesregierung viel Geld für ein isoliertes 29 € Ticket verschleudert und es dann wieder eingestellt.
Wir reden über Spritpreise, weil auf 1000 Menschen 600 Autos kommen. Wenn wir die U18, die nicht wählen dürfen, abziehen, ust die Autodichte nicht höher. Das eigene Auto ist - neben der Staatsbürgerschaft - der zweite gemeinsamme Nennner der Deutschen und beliebter als das eigene Kind.
Ich finde ÖPNV auch gut. Aber mit der schlechten Grafik machst du dir dein Argument kaputt. Wie würde sie aussehen, wenn du die Preisstruktur des ÖPNV auch am 1.1.22 auf 100% gesetzt hättest?
@VQuaschning Ich fände den Referenzwert 1.6.2023 seriöser. Das 9€-Ticket war sehr gut, aber es war direkt nur temporär angelegt. Das 49€-Ticket hatte (bzw. hat noch?) den Anspruch, Menschen dauerhaft zum Umstieg zu bewegen und war über fast zwei Jahre stabil im Preis (Frühjahr 2023-Ende 2024). Dadurch konnten Menschen ab Mitte 2023 z.B. ihr Auto verkaufen und langfristig planen.
Mit 49€=100% würde ich die Grafik auch gerne weiter teilen.
@VQuaschning ÖPNV ist nur was für lOsEr! Und somit entbehrlich.
Mensch das kann man aber wissen, wenn man im Thema ist!

Abenteuer im Bahnland Bayern Wenn man mit dem RE 2 (Hof – München) von Nord nach Süd durch Bayern reist, kann man schon arge Zweifel bekommen, ob die DB das mit dem Betreiben von Bahn irgendwann mal wirklich vernünftig hinkriegt. Zusätzlich zur kaputten Infrastruktur bei Weiden hatten wir jetzt 16 Stunden lang den Bahnübergang München-Feldmoching kaputt, und 6 Stunden lang funktionierte der Bahnübergang Puling nicht. Das bedeutet große Verspätungen auf der S1, keine S-Bahnen nach Freising, und für die Reisenden im RE, die den Raum München mit großer Verspätung erreichen, weitere Verzögerungen und Halte auf der Strecke kurz vor Erreichen des End- oder Umsteigepunkts. Neben den Problemen mit dem RE 2 (der auch immer wieder zwischen Hof und Regensburg komplett entfällt – schon Anfang März hieß es "Eingeschränkte Diesellok Verfügbarkeit") kommt dazu, dass der RE 3 aus Passau ausgedünnt ist (wg. Umleiter Generalsanierung) und immer wieder in Moosach statt am Hauptbahnhof endet. Viel Freude bei den Fahrgästen, wenn sie dann versuchen in eine verspätete und am Wochenende (und auch immer wieder werktags) oft nur zweiteilige S1 umzusteigen. Was sehr stark auffällt und die Fahrzeit extrem negativ beeinflusst: Das Fahren auf Befehl scheint die DB überhaupt nicht hinzubekommen. Der RE 2 stand vor der Problemstelle noch lange, nachdem der Gegenzug vorbei war, und kam im Verlauf des eingleisigen Betriebs (bis Neustadt/Waldnaab) noch zweimal länger zu Stehen. Der Raum München wurde daher mit über 40 Minuten Verspätung erreicht. Die Anschlüsse waren natürlich weg – wir hatten Reisende nach Zürich oder Augsburg dabei, die z.T. bereits Baustellen im Pegnitztal und bei Donauwörth umgehen wollten, und Weiterreisende zur Werfenfelsbahn waren gezwungen, mit der S-Bahn erstmal Pasing zu erreichen. Alles kein Vergnügen bei so großen Abweichungen vom (Baustellen-)Fahrplan. Ich weiß nicht, ob die sehr langen Verzögerungen bei Fahren auf Befehl an personellen Problemen liegen, oder die einzuhaltenden DB-Vorschriften wirklich so bahnbehindernd sind. Jedenfalls ist das bei den heutigen Anforderungen an Bahnbetrieb bei Weitem nicht mehr zeitgemäß. Vielleicht können Mitarbeiter von Deutsche Bahn, DB InfraGO oder DB Regio hierzu mal etwas in die Kommentare schreiben. cc Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr Christian Bernreiter Bärbel Fuchs