Weil ich oft zum Verhältnis von #Union und #Grüns gefragte werde, möchte ich (als progressive Grüne) mal versuchen zu femsplainen :

Durch die Brille des Rechts-Links-Spektrums/progressive versus konservativ ist nicht viel Gemeinsames zu sehen.

Aber die Überschneidungen zwischen „wir sind Bewahrer dessen, was uns hinterlassen wurde“ und „wir sind Treuhänder:innen dessen, was unsern Kindern bleiben soll“ ist nicht so klein, wie viele denken.

@AwetTesfaiesus Ich habe nur leider den Eindruck, dass eine unterschiedliche Definition und Auffassung darin besteht, was genau wir "bewahren" müssen.

In weiten Teile der Union scheint sich das auf (fossile) Wirtschaft zu beschränken.

Ich sehe vor allem eine extreme Diskrepanz in der Demagogie der Union auf Bundesebene und der Arbeit in den Kommunen. Ich frage mich wie lange eine Partei so etwas aushält.

@truls46 da ist sicher vieles dran.

Allerdings kann man einer konservativen Partei auch schwerlich vorwerfen, dass sie nicht progressiv genug ist.

@AwetTesfaiesus @truls46
Doch natürlich. Man sollte aber nicht überrascht sein.

@AwetTesfaiesus @truls46 Jain, alle Politik geschieht ja irgendwie im und ums Overton-Fenster und auch einer konservativen Partei würde man eher nicht verzeihen, wenn sie zum Beispiel so konservativ wäre, dass sie gern wieder einen Kaiser hätte.

Dass man auf der "Bewahrung der Schöpfung"-Ebene zusammenfindet, würde ich mir auch wünschen, und das war ja auch der Punkt, wo man sich im linken Klimaaktivismus ganz unerwartet plötzlich neben den Kirchen wiederfand. Ich würde mir sehr wünschen, dass die entsprechende Strömung innerhalb der Union stärker wird.

@Teskariel @AwetTesfaiesus @truls46

Ich hab halt manchmal den Eindruck, dass Herz der CDU steckt mittlerweile im Aktienpaket. Und nicht mehr in Kirche, Musikverein oder dem elterlichen Betrieb.

@billiglarper @AwetTesfaiesus @truls46 Eine Frau Klöckner hat den Kirchen ja auch schon nahegelegt, sie mögen sich aus der Politik raushalten.

Ich kann es echt kaum erwarten, dass die Nasen mal abgesägt werden und hoffentlich eines Tages vernünftige Leute in der Union drankommen.

@AwetTesfaiesus @truls46

"Sachzwängen" wie der laufenden Klimakatastrophe müsste (und könnte) auch die CDU etwas entgegensetzen. Das ist Anfang der 80er unter Umweltminister Töpfer mit dem Verbot von FCKW auch schon mal gelungen. Das Problem liegt doch eher in der aktuellen Führungsebene der CDU, die sind von einer Volkspartei der Mitte (bis auf wenige Ausnahmen) weit entfernt. Auf Bundesebene wär ne Koalition mit dem Personal schwierig. Aber hey, Fritzes 15 Min. Fame sind auch bald vorbei.

@truls46 @AwetTesfaiesus

Ich finds auch immer wieder krass, wie schnell Arschloch-Moves von der Parteispitze in den Ortsverbänden gespiegelt werden.

In Maintal hatten wir ne eher gemässigte FDP, aber auf einmal wurd da auch der Lindner-Populismus nachgekaut.

Was die CDU angeht, so haben in Frankfurt auf einmal CDAler gegen Brosius Gersdorf geschossen.

Auf kommunaler Ebene ist vieles persönlicher. Aber bei vielen gilt die Loyalität der Partei, und gerade für Krawall gibts immer auch Fans