"Noahs Arche" Tierheim in Fairfield, Iowa (1998)

»Drei junge Männer drangen nachts in das Tierheim ein und mißhandelten zahlreiche Katzen. 23 Tiere starben sofort oder an den Folgen ihrer Verletzungen. […] Die möglichen Strafen für Tierquälerei waren in Iowa minimal, daher entschieden die Staatsanwälte, die Männer nach einem Gesetz gegen das Eindringen in Gebäude anzuklagen, das ursprünglich dazu gedacht war, Labore vor Angriffen durch Tierschützer zu schützen.« 🤨🥴

PDF: https://law.lclark.edu/live/files/26679-05f-lockwood

🔝 gefunden auf der Suche nach der Quelle von Fußnote 63 in: "Die soziale Konstruktion des Anderen – zur soziologischen Frage nach dem Tier" von Birgit Mütherich (https://archive.org/download/de_Die_soziale_Konstruktion_des_Anderen/de_Die_soziale_Konstruktion_des_Anderen.pdf) - kennengelernt bei @friederikeschmitz; 🎧https://norden.social/@friederikeschmitz/116161355460557908

Leider ist die Quelle ein 50 € teures Buch, aber dieser Ausschnitt beschreibt den gesuchten und in der Kriminalistik anerkannten Zusammenhang: (frühe) #Gewalt gegen #Tiere ist ein Hinweis auf Gewaltneigung, häusliche Gewalt und Kindesmisshandlung.

Das Frappierende an dem beschriebenen Fall 🔝 ist natürlich, dass das Entsetzen über die Misshandlungen so groß war, dass es nicht ausreichend erschien, die Misshandler wie Tierquäler zu bestrafen, sondern wie 🥁 Tierschützer.

Die Strafen für #Tierquälerei waren (und sind?) offenbar niedriger, als die für #Tierschutz. Pervers.

Die Gesetzeslage entsprach offenbar nicht den Vorstellungen der Öffentlichkeit und macht damit deutlich, wie wichtig Öffentlichkeit bzgl. Korrekturen am Tierschutz ist.

Die Differenz zw. Gesetzgebung und öffentlicher Meinung 🔝 ist gerade auch für Veröffentlichungsverbote, wie sie @ARIWA @ARIWA_Muenchen @ariwa_wuerzburg @ariwa_fulda betroffen haben bzw. betreffen, relevant.

Also kein Wunder, daß Tierausbeuter alles bekämpfen, was Öffentlichkeit schafft. Selbst nach der Umfrage aus dem verlinkten Bericht, sind die Menschen klar gegen jede Mißhandlung von Tieren - unabhängig von dessen Hinweisfunktion auf Gewaltneigung - sondern einfach, weil es falsch ist. ⬇️

@stekopf Danke. Magst du noch etwas zu den Veröffentlichungsverboten sagen oder verlinken?
Sepia Fan (@[email protected])

Attached: 1 image Video verbreitet: Tierrechtler*in verurteilt Das LG Oldenburg hat eine Aktivistin schuldig gesprochen, illegal erstelltes Videomaterial aus einem #Schlachthof an die Tierrechtsorganisation @[email protected] gegeben zu haben. #Ariwa darf dieses lt. Gericht nicht weiter veröffentlichen. Ein legitimer Beitrag zur Aufklärung werde geahndet, während das eigentliche Unrecht unangetastet bleibe, heißt es bei Ariwa. Recherche & Video: https://www.ariwa.org/co2-betaeubung-schweine/ via https://www.topagrar.com/panorama/news/video-verbreitet-tierrechtler-zu-schadenersatz-verurteilt-20016308.html #Tierrechte #Tierschutz

Mastodon 🐘
@stekopf Krass. Danke. Der Fall war mir bekannt, aber nicht der Stand und dass sie jetzt wirklich verdonnert wurden, das Material dem öffentlichen Blick wieder zu entreißen. Aber die Sache ist noch nicht ausgefochten, oder?

@moeria

Ich habe keinen aktuelleren Stand.
"Das Urteil ist bisher nicht rechtskräftig. Die Aktivist*innen prüfen derzeit rechtliche Schritte und können in Berufung gehen. Bis dahin bleiben die Aufnahmen online – ein wichtiger Beitrag für Transparenz und öffentliche Debatte über Tierleid hinter verschlossenen Türen."
https://www.ariwa.org/zwiegespaltenes-urteil-im-co2-schlachthof-prozess/

Aber da Bilder & Video mtlw. von der Website verschwunden sind, ist das Urteil wohl rechtskräftig, also keine Berufung.

2. aber 😉
https://www.ardmediathek.de/video/plusminus/co2-betaeubung-gnadenakt-oder-tierquaelerei/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3BsdXNtaW51cy8wYzIwYmVkYS03ODZkLTQ5OWEtOTEyNi02YWFhOTc2YjY3MWI

Pressemitteilung: Zwiegespaltenes Urteil im CO₂-Schlachthof-Prozess - ARIWA

Das Landgericht Oldenburg hat heute der Zivilklage des Schlachthofs Brand gegen zwei Tierrechtsaktivist*innen in wesentlichen Punkten stattgegeben.

ARIWA

@stekopf Das jüngste, was ich dazu finde, ist vom 12.11.25, es geht wohl in weitere Instanzen: https://schlachthofprozess.org/presse/mitteilungen/zwangsvollstreckung

Die ganze Sache ist alles andere als trivial, da es um einen ganzen Blumenstrauß grundlegender Rechtsgüter geht! #Meinungsfreiheit, #Pressefreiheit und das Recht der Öffentlichkeit auf #Information sind doch da berührt, bzw werden ausgehöhlt!

Zwangsvollstreckung im Schlachthof-Prozess: Gerichtsbeschluss beschneidet Meinungsfreiheit

Berlin, 12.11.2025 - Nach dem Urteil des Landgerichts Oldenburg, gegen das Anna Schubert bereits Berufung eingelegt hat, wonach sie ihre im Schlachthof aufgenommenen Bilder der CO₂-Betäubung von Schweinen von der Tierrechtsorganisation ARIWA zurückholen muss, leitete der Schlachthofbetreiber Brand nun eine vorläufige Vollstreckung ein. Dabei ging er deutlich über den ursprünglichen Urteilsspruch hinaus: Brand forderte, dass Anna Schubert das Material auch aus der Presse entfernen und nicht mehr auf ihrem eigenen Instagram-Kanal „Der Schlachthof-Prozess” verwenden dürfe. Gegen diese Forderungen legte Anna Schubert beim Oberlandesgericht Oldenburg Widerspruch ein – mit Erfolg. Nun muss die Aktivistin lediglich die Bildrechte ihrer Aufnahmen gegenüber ARIWA widerrufen. Das Video der Organisation wurde inzwischen gelöscht. Hätte sie dem nicht entsprochen, drohten ihr Ordnungsgelder bis zu 250.000 Euro oder sogar Ordnungshaft. „Das Gericht erkannte an, dass hiermit meine freie Meinungsäußerung beschnitten werden würde, bewertete das Unternehmerpersönlichkeitsrecht allerdings höher. Ich werde natürlich nicht wegschauen, wenn Tiere gequält werden. Wo kommen wir denn da hin, wenn Tierquälerei nicht mehr gezeigt werden darf?“, sagt Anna Schubert. „Nirgendwo leiden Schweine so sehr wie während der CO₂-Betäubung. Seit Jahrzehnten ist belegt: CO₂ bedeutet Atemnot, Panik und Schmerzen. Diese Quälerei muss verboten werden – nicht das Zeigen der Bilder,“ führt sie weiter aus. Auch Hendrik Haßel, der ebenfalls Beklagte in diesem Verfahren ist, sieht den Beschluss kritisch, betont aber den Teilerfolg: „Wir sind immer wieder schockiert, wie aggressiv Brand vorgeht. Das Urteil des Landgerichts gibt es nicht her, aber er wollte, dass die Bilder auch aus der Presse verschwinden. Da haben wir dagegen gehalten und auch recht bekommen.“ Er warnt zugleich vor den grundrechtlichen Dimensionen des Falls: „Hier geht es nicht mehr nur um Tierschutz. Brand macht aus seiner Tierquälerei eine Grundrechtsdebatte – und greift indirekt die Pressefreiheit an.“ Trotz der juristischen Hürden blicken Anna Schubert und Hendrik Haßel zuversichtlich nach vorn: „Wir blicken zuversichtlich in die nächsten Instanzen”, sagt Anna Schubert. „Das Gericht macht deutlich, dass es sich bei der Abwägung der Grundrechte nicht ganz sicher ist. Wir hingegen sind uns sicher: Wenn Tiere leiden, müssen wir hinschauen,“ ergänzt Hendrik Haßel.   Für Rückfragen und zur Zusendung des Gerichtsbeschlusses: Anna Schubert     📞 01575 7140970 [email protected]   Hintergrundinformationen Die Betäubung von Schweinen mit CO₂ ist gängige Praxis im Schlachthof, führt jedoch nachweislich zu Atemnot, Panik und Schmerzen bei den Tieren. Die Methode steht seit Jahren wegen erheblicher Tierschutzprobleme in der Kritik. Im aktuellen Zivilverfahren gegen Aktivist*innen, die heimlich die Betäubung in einem Schlachthof dokumentiert haben, verlangt der Betreiber Schadensersatz und versucht die Veröffentlichung der Aufnahmen zu untersagen. Der Fall wirft grundlegende Fragen zu Transparenz, Meinungs- und Pressefreiheit auf. Weiterführende Informationen: Hintergrund Plusminus: CO2-Betäubung: Gnadenakt oder Tierquälerei? - hier anschauen 

Schlachthofprozess
@moeria
Kann man Ariwa da mit Prozesskosten helfen? Also ja klar, mit einer Spende jederzeit, die geht auch sofort raus... aber ich frage mich, wenn es da um so grundlegende Sachen geht, ob sich da nicht noch mehr Orgas, die sich für Demokratie einsetzen, dahinterklemmen können.
@stekopf
@junior42
ARIWA musste zwar (bislang vorläufig) das Material von der Webseite, Social Media etc. entfernen, ist aber ansonsten nicht beteiligt. Das läuft über Anna als Privatperson. Spenden für ihre Prozesskosten können hier eingegeben werden: https://schlachthofprozess.org/spenden
@moeria @stekopf
Schlachthofprozess

Wir setzen uns durch juristische Schritte und Petitionen gegen Tierquälerei in Schlachthöfen ein. Unterstütze unsere Arbeit und unterschreibe jetzt.

Schlachthofprozess

@moeria

Ich hätte absolut Verständnis gehabt, wenn die Aktivist*innen sich das nicht weiter antun wollen, auch weil das Video ja noch bei der ARD Online ist.

Un so schöner zu sehen, daß sie weitermachen 💪