Alternative Überschrift:

Viele Arbeitnehmer nehmen ihren Arbeitsvertrag und die darin beidseitig vereinbarten Modalitäten ernst.

@julijane mein arbeitgeber nimmt meine arbeitszeiten ebenfalls sehr ernst und bezahlt auch nur die vereinbarten stunden.
@julijane @gpk Klingt nur fair würde ich sagen nicht mehr geben zu wollen.

@gpk Ach, ich persönlich gehe durchaus schonmal "above and beyond".

Aber wichtig ist: Niemand zwingt mich dazu und es nicht zu machen, würde mir nicht negativ angerechnet. Ich kann nach eigener Massgabe das auch ausgleichen. Und ich genieße dafür auch im Gegenzug viele Freiheiten.

Das ist das, was Merz und Co. halt nicht verstehen: Anständig behandelte Arbeitnehmer sind viel eher bereit, auch mal zu geben.

@julijane @gpk

Es ist ein geben und nehmen.
Gelegentlich muss man das dem Chef auch bisschen erklären und zur Not auch mal zeigen.

Am schlimmsten finde ich ja seit Jahren die Leute, die von der Extrameile und Outofthebox schwafeln, die meistes aber weder qualitativ noch quantitativ dem Mittelmaß das Wasser reichen können.
Quasi die Technologieoffenheit des Schreibtischtäters.

@julijane
Wie es in den Wald hineinruft... Above and beyond gern, wenn die Gegenseite entsprechend entspannt ist, das in irgendeiner Form zu vergelten. Im Kontext #ichbinhanna leider das Dilemma, dass die direkte Gegenseite ähnlich idealistisch denkt, wie man selbst, die Verwaltungsseite aber nicht...
@gpk
@julijane ja, ist bei mir auch so. wobei mein arbeitgeber mich wirklich immer wieder ermahnt auf meine stunden zu achten und nicht zu viel zu geben.
@julijane … und bezahlen nur nach Vorschrift, sprich Mindestlohn, und versuchen dann noch, diesen durch teils regelmäßige unbezahlte Überstunden zu drücken.

@atarifrosch @julijane

"Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten" ☝️

1x drauf reingefallen, nie wieder

@spitfire @julijane Ich hab in den 1990er Jahren bei meinem (behördlichen) Arbeitgeber ein Meme aufgehängt: „Solange mein Arbeitgeber so tut, als würde er mich anständig bezahlen, tue ich so, als ob ich anständig arbeiten würde.“

Fand man dort nicht witzig, ich mußte es entfernen (obwohl es in dem Zimmer keinen Publikumsverkehr gab).

@atarifrosch @spitfire @julijane Ich kann verstehen weshalb man es nicht lustig findet.
Wenn man angemessen bezahlt ist es funni.
Ansonsten ist es eine unangenehme Erinnerung an das eigene moralische Versagen und in der Situation bittet man um Entfernung

@spitfire @atarifrosch @julijane

Diese Formulierung ist zum Glück 100% unwirksam. Aber eine gute Red Flag, sofern das Gehalt nicht abartig hoch ist.

@spitfire Eine solch unspezifische Regelung ist regelmäßig unwirksam, Rechtsprechung des BAG.

z.B. https://www.kupka-stillfried.de/aktuell/ueberstunden-mit-gehalt-abgelten-nur-selten-wirksam-moeglich

@atarifrosch

Überstunden mit Gehalt abgelten – nur selten wirksam möglich

In vielen Arbeitsverträgen findet sich eine Klausel, wonach alle Überstunden pauschal mit dem Gehalt abgegolten sind. Doch eine solche Regelung ist nur in Ausnahmefällen zulässig. Wie eine wirksame Klausel zur Überstundenabgeltung aussehen kann, klären wir in diesem Beitrag.

@julijane @spitfire @atarifrosch Der Schaden ist leider trotzdem da. Gibt glaube ich genug Menschen die das so glauben.
@thaodan @julijane @spitfire Yup, und die, die keine Wahl haben, weil sie sonst gar keine Arbeitsstelle bekommen.

@spitfire @atarifrosch @julijane

"Das Gehalt ist mit den vertraglich vereinbarten Arbeitsstunden abgegolten"

@julijane @leyrer
Zu viele Arbeitgeber bezahlen nur "das vereinbarte Gehalt"
@julijane Wenn die Leute anständig bezahlt werden UND dann noch die Arbeitsbedingungen stimmen, DANN kann man sich evtl über bissl was Extraarbeit unterhalten.
@cyb3rrunn3r @julijane Wer anständig bezahlt der bezahlt dann aber auch jegliche Mehrarbeit. Wenn mehr Arbeit da ist muss auch mehr Umsatz da sein um diese Mehrarbeit zu entlohnen.
@orava @julijane Werden ja aber nicht anständig bezahlt und die Arbeitsbedingungen sind auch unter aller Sau - in MEINEN Augen. Siehe z.B. Pflege. 😟
@cyb3rrunn3r @julijane Absolut richtig. Im Grunde ist das schon eine philosophische Diskussion wenn man über eine Welt spricht in der Menschen anständig bezahlt werden. Sehr theoretisches Szenario, weit weg von unserer Realität. Ich wollte nur dem Argument vorweggreifen dass xyz ja anständig bezahlt wird und daher Mehrarbeit ohne extra Entlohnung tätigen soll.
@julijane Dass du nur das tust, wofür du bezahlt wirst, schadet der Wirtschaft!

@julijane

“Nein!”
"Doch!”
“Ooh!”

Notiz am Rande:
Was steht eigentlich im Arbeitsvertrag des Kanzlers?
Frage für die Bevölkerung 🙃

Tja, wird wohl so sein das der Arbeitgeber es genau so tut.

@julijane

Oder: Viele Arbeitnehmende leisten nur noch das, wofür sie auch bezahlt werden.
In den wenigsten Arbeitsverträgen wird beispielsweise explizit kompetenter und wertschätzender lösungsorientierter Umgang mit Publikum gefordert als Leistungskriterium.

@julijane Ein guter Chef führt durch Vorbild.
Fritze Merz und seine Minister geben uns als Angeführten den Eindruck, daß sie ihre Aufgaben nicht sonderlich ernst nehmen,
und wir folgen brav nach ...
@julijane
Zu viele Firmen liefern nur die bestellte Ware und nicht doppelt so viel.
@julijane Bezahlung nach Vorschrift -> Dienst nach Vorschrift 🤷🏽‍♂️
@julijane Klarer Fall von „Fuck you, pay me!“
@julijane Alles andere wäre doch nur ein feuchter Traum der Arbeitgeber oder habe ich da etwas falsch verstanden?
@julijane
Armseeliges Framing durch das kleine Wörtchen 'zu'. Und steht im ganzen in keinem.Verhältnis zur Überstunden-Statistik.
@julijane, ja, aber jeder Arbeitsvertrag hat Spielräume und manche machen es sich darin maximal gemütlich und erzeugen damit auch einen Druck, Verträge besonders kleinteilig, detailliert und unpraktisch zu formulieren, was leicht dazu führt, dass die Regelungen am eigentlichen Sinn und Zweck der Arbeit vorbei gehen bzw. verhindern, dass man sich auf geänderte Rahmenbedingungen anpassen kann.
@thijs_lucas @julijane der Phantasie sind bei der Arbeitsplatzbeschreibung fast keine Grenzen gesetzt, aber für jedes Wort was da reinkommt muss es auch einen finanziellen Ausgleich geben.
und ist nicht so als würden Arbeitgeber nicht auch ein Interesse an knappen und exakten Arbeitsplatz Beschreibungen haben , da dann bei Arbeitsmangel und verweigerter Umschulung betriebsbedingt gekündigt werden kann.

@hausaffe Spielräume gehen in beide Richtungen und können in beide Richtungen sinnvoll oder negativ ausgelegt werden

@julijane

@julijane Abgesehen von diesen stinkfaulen Schichtarbeitern, die einfach nach acht Stunden den Platz am Platz am Fließband freimachen, sind diese 1,3 Milliarden Überstunden pro Jahr der Beweis dafür, dass die Löhne viel zu hoch sind
@julijane könnte es vielleicht daran liegen, dass die Arbeitsverdichtung stetig zunimmt?
@julijane Bwahahaha. Wann Leibeigenschaft?

@julijane was auch immer das bedeuten soll

mein Arbeitsvertrag sagt ich verwende alle meine Fähigkeiten im Interesse des Unternehmens. Ich wüsste nicht was diese Umfrage über mich behaupten will

@julijane Ich arbeite regelmäßig mehr, bekomme aber auch alles bezahlt. Das ist OK für mich und ich bin mit meinem Arbeitgeber sehr zufrieden. Die Lebenssituatonen meiner Kolleg*innen sind teilweise andere und sie können nicht regelmäßig #Überstunden machen und arbeiten zum Teil nicht Vollzeit. Auch das wird akzeptiert.
Ich glaube, das finden alle fair und ich erlebe unser Team als überdurchschnittlich motiviert.
@julijane Ich sehe mehr das Problem daran das solche Mentalitäten wie in dieser Zeitung (?) dem Faschismus auf das Pferd hilft.
Genau solche Mentalitäten was Arbeit angeht gab es im 3. Reich auch.
Jemand der so argumentiert könnte ganz einfach als asozial abgestempelt werden.
@julijane
Typisch Männer! Arbeitnehmerinnen sind sicherlich motivierter, vermute ich.
@julijane
Große Empörung: Verträge gelten in beide Richtungen...
@julijane Das Motto vom Jobcenter und warum 50% der Sanktionen vor Gericht scheitern ^-^
@julijane Engangement wird andererseits aber auch erschwert.
Ticket-SLA's (Zeitvorgaben) lassen häufig keinen Spielraum für Verbesserungen und Kreativität. Dazu Arbeitsverdichtung, tägliche Software-Probleme, häufige "Brandlöschaktionen", 30x am Tag re-authentifizieren. Viele Vorschriften, viele verpflichtende Schulungen und Überstundensperre wegen Kurzarbeit kommen dazu.
Nur einige Kleinigkeiten können verbessert werden, das macht noch Freude.
Automobil-IT, falls jemand fragt.
@julijane Wäre schlimm, wenn die Leute bei der Bahn, der Flugsicherung oder der Atommüllzwischenlagerung ihren Dienst nicht entsprechend den Vorschriften machen würden.

@julijane

die Arbeitgeber die ich so hatte haben mich auch nur nach Vorschrift bezahlt.
Darum gibt es von mir auch nur und ausschließlich die Leistung die auch bezahlt wird.
Wenn ich es hinkriege für den Hungerlohn weniger arbeiten zu müssen als vereinbart ziehe ich das ohne schlechtes Gewissen durch.

@julijane Zu viele Arbeitgeber zahlen Gehalt nur wie im Arbeitsvertrag vereinbart
@julijane Ich lese da: "Zu viele Arbeitgeber bezahlen nur für Dienst nach Vorschrift."
@julijane
Ein Kollege meinte einmal:
Wenn man jeden Tag im Job die “Extra Meile” geht ist es keine extra Meile mehr sondern nur unbezahlte Arbeitszeit.
@julijane "Zu viele Arbeitgeber entrichten laut Studie nur Bezahlung nach Vorschrift."
@julijane Dafür sorgen meist die Führungskräfte. Gibt's da Anerkennung und nicht Druck läuft besser.
@julijane "Zuviele Arbeitgeber bezahlen nur soviel wie vertraglich vereinbart" - skandalös! Und schlecht für die Binnennachfrage.
@julijane Der Arbeitgeber zahlt ja auch nur exakt auf den Cent genau den vereinbarten Lohn. Da ist es nur fair auch die vereinbarte Arbeitszeit exakt einzuhalten.

@0815nerd @julijane

Ich muss ja gestehen, dass ich gelegentlich Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld bekomme und die nicht vertraglich vereinbart sind.

Ich vermeide eigentlich peinlich irgndeinen Handschlag unbezahlt zu machen, aber ich arbeite auch in der Metall-Branche mit 150 Jahren Tradition in Arbeitskampf, ich werde den Teufel tun die Errungenschaft der Generationen von Kollegen kaputt zu machen.
Wer in der Pause arbeitet wird böse angeguckt!

@julijane
Noch mehr Arbeitgeber zahlen nur soviel, wie im Arbeitsvertrag steht.
@julijane Ob es besser wäre, "Dienst entgegen der Vorschrift" zu machen?? XD
@AzzuenBenAslan @julijane Das läuft dann wie bei Staplerfahrer Klaus 😆
@julijane 2026 mit so einer Headline zu kommen stinkt nach Sommerloch!

@julijane Kann mich da auch noch gut an einen AG erinnern der die vertraglichen 37,5h/Woche per se als "underachieved"(unterdurchschnittlich) abgestempelt hat und, natürlich nur "unter der Hand"(RW), mindestens 50h/Woche vorrausgesetzt hat.
Und wenn AN dann u.a. aufgrund dessen wegen Burn-Outs EU wurde mit diesem dann noch jahrelang vor Gericht gehen nur um keine Abfindung zahlen zu müssen.

Zumindest sind sie damit nicht durchgekommen.