20 Millionen Stimmen, ein Auftrag: Wir haben heute das Sozialstaatsbündnis gegründet! ✊🚩 Gemeinsam mit 13 weiteren Verbänden sagen wir: Der Sozialstaat ist kein Kostenfaktor, sondern das Fundament unserer Demokratie. Die Zeit der Ausreden ist vorbei. 🧵👇 #Sozialstaat
@wirsindverdi Niemand will die Sinnhaftigkeit des Sozialstaats kleinreden aber ist eure Aufgabe als Gewerkschaft nicht erstmal die Vertretung der Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und nicht diejenigen der Transferempfänger? Nicht, dass die Interessen der Transferempfänger denjenigen der Arbeitnehmerschaft diametral entgegenstehen würden aber etwas Prioritätensetzung wäre vielleicht mal angebracht, wenn man sich die Höhe der durchschnittlichen Abgabenlast auf Arbeit und Konsum so anschaut.
@Martin_Beck @wirsindverdi jede und jeder Arbeitnehmer*in kann durch einen Schicksalsschlag oder wirtschaftliche Veränderungen auch dauerhaft die Erwerbsfähigkeit verlieren. Eine Stärkung des Sozialstaats ist immer auch Selbstschutz und gehört genauso zu den Interessen, für die Gewerkschaften kämpfen sollten, wie Tarifverträge, Begrenzungen der Wochenarbeitszeit, Recht auf Krankengeld, Urlaubstage, etc.
@tschew @wirsindverdi Unter "etc." fällt dann wohl die Senkung der Abgabenlast auf Arbeit? Die nähert sich nämlich der 50% im Durchschnitt. Und auf Schicksalsschläge kann man sich auch vorbereiten, indem man Geld beiseite legt, was allerdings nur möglich ist, wenn man von dem, das man erwirtschaftet, auch noch was behalten darf.
@Martin_Beck @wirsindverdi viel Erfolg bei der Vorbereitung ohne Solidaritätsgemeinschaft. Die Abgaben am unteren Ende sind zu hoch (oder die Löhne zu niedrig) und die Abgaben am oberen Ende sind zu niedrig. Des Weiteren zahlen nicht alle ein und Vermögen und Kapitalerträge werden nicht bzw. nicht ausreichend besteuert bzw.tragen nicht zur sozialen / gesundheitlichen Absicherung der Gesellschaft bei.
@tschew @wirsindverdi Ja, richtig. An einem nicht vorhandenen Einbezug von Vermögen und Kapital in den Sozialstaat könnte man mal arbeiten, das ist längst überfällig. Genau da geschieht aber nichts. Stattdessen erhöht man lieber zum hundertsten Mal die Krankenversicherungs- und Rentenbeiträge, weil einem einfällt, dass irgendeine marginalisierte Gruppe ja auch noch einbezogen werden muss, obwohl sie nie eingezahlt hat. Das muss irgendwo ein Ende haben, und wenn die Gewerkschaften sich immer nur für noch mehr "Solidarität" im Sinne von noch höheren Abgaben auf Arbeit einsetzen, dürfen sie sich nicht wundern, wenn sie Mitglieder verlieren. Sie vertreten, ich wiederhole mich, immer noch zuallererst die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.