Ist euch übrigens aufgefallen, dass #Volt theoretisch einen Sitz im neuen #Landtag von #BadenWuerttemberg bekommen hätte, wenn es keine 5 Prozent Hürde gäbe?

Denn #VoltBadenwürttemberg hat zur #Landtagswahl 0,9% der #Zweitstimmen geholt. Übrigens im Schnitt 1% bei den Erststimmen. (Das zeigt, es gibt noch mehr #Wählerpotenzial für Volt in #BaWü.(Aber ich kann auch verstehen, wenn man sich gegen einen potenziellen CDU Ministerpräsident wehren möchte und deswegen z.B. die Grünen gewählt hat.))

Jedenfalls, wenn es keine #Hürde gäbe, hätte ich mir vorstellen können, dass deutlich mehr Leute gegeben hätte, die Volt gewählt hätten. Sehr viel Konjunktiv.
Allerdings ohne das "hätten", würden wir vermutlich uns nie weiterentwickeln.
Was haltet ihr davon das als Anlass zu nehmen eine #Ersatzstimme einzuführen bei Wahlen?

Die Vorteile prädigt ja Volt und ich mittlerweile seit Jahren. Was haltet ihr davon und würdet ihr eine Ersatzstimme gut finden?

@Rudolf Ich halte nichts davon.
1. Aus Überzeugung wählen!
2. Den Wahlvorgang nicht komplizieren!
3. Die Auszählkommissionen schonen!

@GiColani warum genau denkst du, dass das komplizierter ist mit einer Ersatzstimme?

Aber validier Punkt mit dem schonen der Auswahlkommissionen.

@Rudolf Kompliziert allein schon deshalb, weil ich trotz meines Hochschulabschlusses erst nachschlagen muss, was das überhaupt ist. Man investiert viel Mühe darin, Menschen, die wenig Bildung haben, demokratische Teilhabe zu ermöglichen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es dann für diese Zielgruppe einfacher wird.
Schon der Sinn von Erststimme und Zweitstimme ist nicht selbsterklärend.

@GiColani das ist aber auch eine Frage der Erklärung und der Begrifflichkeiten.
Ich kannte das, ungefähr bevor ich zu Volt gekommen bin, mit der Ersatzstimme auch noch nicht. Ich hab kein Hochschulabschluss geschweige den Zugang und habe es auch gleich verstanden nach einem kurzen 1 min Erklärvideo damals auf YouTube.
Ist schon wieder ca. 2 Jahre jetzt her.

Wie gewählt wird steht eigentlich auch immer auf den Wahlunterlagen mit drauf.
Viel kann man da eigentlich nicht falsch machen bisher, außer man liest den Zettel nicht.

Wenn da jetzt noch ein kleines bisschen mehr steht von wegen: "In/Auf Spalte oder Zettel 1 wählen sie die Partei, die sie wählen möchten und in/auf Spalte oder Zettel 2 wählen sie die Partei, die ihre Stimme erhalten soll, wenn die Partei ihrer ersten Wahl den Einzug in das Parlament verpasst.", dann sollte das trotzdem für die allermeisten ziemlich sicher kein Problem sein. Und ansonsten gibt man halt nochmal ein Zettel mit einer kurzen leichten Erklärung in einfacher Sprache mit dazu oder jemand erklärt das.

Beim normalen Wahlverfahren gibt es ja auch Regeln, die zu beachten sind und die man einhalten muss, damit die Stimme gültig abgegeben werden kann.

@Rudolf und das obwohl Volt nur in 45 von 70 Wahlkreisen Direltkandidierende aufgestellt hat.
Persönlich bin ich großer Fan eines Präferenzwahlsystems, ob man das via Ersatzstimme umsetzt oder eine Variante Lösung umsetzt🤷‍♂️
@Wohlfahrt_P ja, kann ich mir tatsächlich auch vorstellen.
@Rudolf Ich stelle mir aber die Frage, ob dann nicht der eigentlichen Partei die Stimme, und damit die Bestätigung fehlt, weiterzumachen. Ab 1% gibt es ja auch Parteienfinanzierung bei Landtagswahlen. Würde das dann wegfallen? Müsste ja so sein, oder? @VoltHessen @voltbw @voltsachsen
@Pedi @Rudolf @VoltHessen @voltsachsen spannender Punkt für den wir bisher noch keine Lösung ausgearbeitet haben.
Wobei auch so schon die Zahl der Parteien die Parteienfinanzierung erhält sehr überschaubar ist. Bei der letzten LTW dürfen es von den kleinen Parteien nur BSW und FW sein die Anspruch darauf erhalten haben.
Ohnehin begünstigt das System tendenziell große Parteien.
@Pedi @Rudolf @VoltHessen @voltbw @voltsachsen man könnte die Primärstimmen ja trotzdem informell ausweisen und auch die Finanzierung daran festmachen. Es wäre außerdem auch wichtig zu erfahren, wie viele Ersatzstimmen eine Partei bekommen hat.
@Rudolf ich bin mir unsicher, ob die Ersatzstimmen das richtige Werkzeug sind. Aber eine Lösung dieses Problems ist wichtig. Wie oft wir in den letzten Wochen erklären mussten, dass es bei der Kommunalwahl keine Sperrklausel gibt ...

@hhmn wenn es bessere Varianten gibt, dann stehen die natürlich auch zur Debatte.
Die Ersatzstimme ist halt aktuell die wahrscheinlichste Variante für solche Reform.
Zumindest konnten viele kleine Parteien sich untereinander darauf einigen vor ein paar Jahren. ÖDP gehörte, dachte ich, auch dazu. Korrigiere mich gerne, falls sich das geändert haben sollte.

Auf alle Fälle muss das strategische Wählen aufhören in der aktuell häufigsten Form, damit mehr Leute von ihrer Wahl abgebildet sind in den Parlamenten und ähnlichen demokratisch gewählten Institutionen.
Ersatzstimme ist halt frischer Wind auch, den viele Demokratie Zweifelnde und junge Leute gut finden, was ich so mitbekommen habe. Einfach nur eine Hürde oder eine primitive Senkung dieser ist allerdings aus meiner Sicht kein sinnvoller Weg.

@Rudolf nein, das hat sich nicht geändert. Ich verstehe aber das Argument, Wählen nicht komplizierter zu machen. Ich unterstütze auch die Ersatzstimmen, solange uns nichts besseres einfällt (und ich sehe gerade nichts besseres). Das hätte ich klarer formulieren sollen.