"Jede Stunde, die dieser Krieg früher endet, ist ein Gewinn für die Menschen im Iran. Die Zerstörung der Infrastruktur würde das Land um Jahrzehnte zurückwerfen, es dient keiner Gerechtigkeit, Freiheit oder Demokratie für Iraner*innen. Vorrangig ist daher die Forderung nach einem sofortigen Kriegsende. Demonstrationen iranischer und nicht-iranischer linker und progressiver Kräfte, am besten gemeinsam mit Palästinensern, könnten in der Diaspora ein wichtiges Signal setzen: gegen die Vereinnahmung durch israelnahe Monarchisten und für den Druck hin zu einem Ende dieses blutigen Konflikts. Denn die sozialen Kosten werden vor allem die unteren Schichten tragen, von iranischen Zivilisten bis zu Arbeitsmigranten in Dubai und Katar, von steigenden Energiepreisen bis zu den ökonomischen Verwerfungen in Europa."

Eine von 10 Thesen aus
https://lowerclassmag.com/2026/03/06/stunde-der-monster/

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Stunde der Monster – Zehn zugespitzte Thesen zur gegenwärtigen Lage im Iran - Lower Class Magazine

Sia Sareer ist ein Autor und Aktivist aus dem Iran, der in Deutschland lebt. In seinen Texten beschäftigt er sich mit der politischen Ökonomie des Irans und der Region aus historischen Perspektiven. Er untersucht vor allem Klassenkämpfe, deren Organisation sowie den kreativen Alltagswiderstand. Vor einigen Wochen haben wir bereits ein Interview mit ihm zu den Protesten im Iran und der Gefahr einer drohenden imperialistischen Intervention veröffentlicht. In zehn Thesen ordnet er nun die aktuellen Entwicklungen zugespitzt ein.

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