@teufel100
Das hängt doch aber immer sehr davon ab, was denn die Alternative ist.
Zunehmend beobachten wir #Schulverweigerer aus politisch-extremistischen, zusätzlich zu den schon immer bestehenden christlich-fundamentalistischen Gruppen.
Im Blick darauf erscheint mir die #Schulpflicht als ein #Freiheitsrecht für Kinder, wenigstens für ein paar Stunden am Tag etwas anderes als die angstverzerrte Sicht der Eltern kennenlernen zu können.
Mehr dazu:
https://www.confessio.de/artikel/112
Es ist noch eine kleine Schar, aber ihre Zahl wächst in letzter Zeit deutlich an: Menschen, welche die öffentlichen Schulen für derart verdorbene und schädliche Einrichtungen halten, dass sie ihre Kinder selbst zu Hause unterrichten möchten. Die deutsche Rechtslage erlaubt das nicht.
@teufel100
Ja, das stimmt und ich stimme auch vollkommen zu, dass das hierarchische System der Schulorganisation an sich nicht zur Demokratierziehung beiträgt. @afelia hat darauf ja auch immer wieder hingewiesen.
Dennoch müssen wir die Situation nicht nur mit einem besseren Ideal, sondern auch mit einer schlechteren Realität vergleichen. Darum wollte ich 1. diesen Aspekt mit beisteuern und 2. einen Aspekt FÜR die Schulpflicht benennen.
@confessio aber mein Beitrag war ja kein Beitrag gegen die Schulpflicht, sondern gegen die Verknüpfung von Schulpflicht und Demokratie.
Wenn wir aber über Schulpflicht schreiben, dann bin ich der Meinung, dass ein Recht auf Bildung und Schulen als angstfreie Lernräume durchaus auch ohne Schulpflicht funktionieren würden. Dafür müssen Kinder natürlich die Möglichkeit haben, ihr Recht auf Bildung gegen den Willen der Eltern durchzusetzen. Da das schwierig ist, wäre es schon ein Fortschritt, wenn Schulen zu angstfreien Lernräumen werden würden, ganz ohne die Schulpflicht abzuschaffen.