Glasfaserkabel? GIng nicht, weil Medienpate Leo Kirch Kupferkabel haben wollte und dafür der CDU angeboten hat mit privaten Fernsehsendern ein Gegengewicht zum Öffentlichen "Rotfunk" aufzubauen. Also Glasfaserpläne von der Regierung Schmidt gekippt. Kohl bekam dann später hochdotierten Beratervertrag, die #CDU schwarze Koffer und wir Kuperkabel und Vektoring.

Die heuteige Ministerin #Reiche? Hat schon die Solarindustrie unter #Merkel mitbeerdigt! Kein Scherz!

Details:
https://www.captain-futura.de/2026/03/05/deutscher-technologiezyklus-und-die-cdu/

@captainfutura Immer wieder dieses Märchen mit der Glasfaser Anfang der 1980er.
Leute, es wurde ab 1991 in den neuen Bundesländern ein komplettes, neues, Glasfaserbasiertes Telefonnetz verlegt! Und was hat’s gebracht? Nichts. Die Einwohner hatten jahrelang mieses Internet, und am Ende wurde fast alles nun mit moderner Glasfaser überbaut.
GF in den 80ern war etwas GANZ anderes als seit 2000.

@blockchiffre nein. Der Hauptaufwand sind die Leerrohre und die Infrastruktur drumherum. Gut verlegte Glasfaserkabel haben lange Lebenszeiten und man kann die Anschlüsse austauschen und so upgraden ohne das Kabel neu verlegen zu müssen und selbst wenn man austauschen muss gibts das Leerrohr schon.

Und in den neuen Bundesländern hat man dumme proprietäre Technik verbaut, das war meines Wissens unter Schmidt nicht geplant.

@captainfutura @blockchiffre In Ost-Berlin war Glasfaser Mitte der Neunziger spitze.* Bis DSL kam. Das war nämlich VIEL billiger. Und alle Privathaushalte haben sich lieber für billiges DSL entschieden anstatt für teures Gf. Da es aber in Ostberlin kein flächendeckends Kupfernetz gab, hat die Telekom buchstäblich die Glasfaser rausgerissen und stattdessen Kupfer gelegt. Btst.

*(Mein Arbeitgeber hatte z.B. 2 MBit/s synchron über Gf und Colt Telecom – hat damals ausgereicht, um ein Büro mit 160 Mitarbeitern anzubinden, von denen die Hälfte über Citrix am Heimarbeitsplatz angebunden waren.)

@arti @captainfutura @blockchiffre

Das Ergebnis von der #Privatisierung der Telekom.

@mmol @captainfutura @blockchiffre Auch wenn ich prinzipiell der Meinung bin, dass Infrastruktur in Öffentliche Hand gehört, muss ich anerkennen, dass die Privatisierung der Telekom ein voller Erfolg war. Man stelle sich mal vor, wir hätten heute noch Internet von der Bundespost! Nur mit versiegeltem Post-Router für 179 € / Monat für 768 kBit/s. Du möchtest den nicht neben der Anschlussdose haben? Kein Problem, Du kannst ein Verlängerungskabel mieten für 29 € / Monat. Nimmst Du ein eigenes, machst Du Dich strafbar!

@arti @captainfutura @blockchiffre

Interessantes Phantasieszenario.

Meins ist: Glasfasergeschwindigkeit für 5 €/Monat, da keine Dividendenausschüttungen nötig, keine Millionengehälter für Manager und CEOs und alle Deutschen garantiert diesen Anschluss haben und bezahlen würden.

Allerdings hätte das dann nicht von den neoliberalen #cducsu Lobbyisten durchgeführt werden müssen, weil ihr Interesse in der Privatisierung aller Infrastruktur liegt, um den Profitinteressen Einzelner zu genügen.

@mmol @captainfutura @blockchiffre Ok, ich bin raus. Mit Fröschen sollte man nicht über's Austrocknen des Sumpfes verhandeln. 😂 (Ich bin hier der Frosch, angestellt bei dem drittgrößten Glasfaserinfrastrukturanbieter in DE, einer kleinen Tochter einer riesigen Aktiengesellschaft.)

@blockchiffre @captainfutura

Das opal netz wurde in den ost bundesländern auch nur in ballungsräumen gebaut, und was es tat war: gebündelt isdn-kanäle in die nähe der anschlusskunden zu liefern.

Das heißt, in einen kabelschacht auf der straße mit eingebauter aktiver technik, von dem aus umliegende häuser mit kupferkabeln angeschlossen sind, oder bei großen gebäuden bis zu aktiver technik im keller.

Das problem war, das keiner mit so großer kundennachfrage nach breitband gerechnet hat, und da das unterbringen von dslam an den endpunkten der glasfasern deutlich unwirtschaftlicher schien, als diese zentral in der vermittlung einzubauen, und die wenigen computerfreaks im ganzen versorgten gebiet der vermittlung auf eine zentrale dslam einheit zusammenzuverdrahten.

Der ausbau mit outdoor dslam kam ja erst mehr als ein jahrzehnt später.

Heute sind kleine günstige einheiten für 8 und 16 teilnehmer für FTTB ausbau erhältlich, das war damals nicht so.

Man hat opal dann mit kupfer zur vermitllung überbaut.