Einige von euch gehen nicht wählen, das schreibt ihr mir.

Ihr braucht mir keine Rechtfertigung schicken, warum ihr nicht wählt. Es ist eure Entscheidung!

Was ihr aber nicht von mir erwarten könnt, ist Verständnis! Denn ich möchte auch die kommenden Jahre in keiner Diktatur leben!

Ihr geht also nicht wählen, weil ihr das so frei entscheiden könnt. Wenn ihr nicht wählen geht, riskiert ihr, dass ihr irgendwann wählen MÜSST.

Denkt ma drübba nach.

Karikatur: Martin Erl

@DieFurie
Wer nicht wählen geht wählt immer für die anderen, gibt also seine Stimme genau denen, die der "Nichtwähler" nicht wählen will.

Denkt mal drüber nach.

@bonny @DieFurie

Und wenn der "Nichtwähler" wählen geht, gibt er seine Stimme dem, den er nicht wählen wollte, weil aus seiner Sicht keiner der zur Wahl stehenden seine Stimme verdient.

Wähle ich Beelzebub, Satan, Teufel oder besser doch Mephistopheles? Egal, Hauptsache wählen.

Ich wähle zwar eine kleine Partei, dass sie möglicherweise die Prozente erreicht, um staatliche Mittel zur Finanzierung der Wahlaufwendungen zu erhalten. Und sollte sie gar die 5 % knacken, eine Regierungsbildung erschwert. Ich wähle aber nicht, um sie in die Regierung zu bekommen. Denn auch der Teufel soll mal ein Engel gewesen sein.

@DieFurie Nicht-wählen erschließt sich mir so gar nicht. Wenn man schaut, in welchem Ländern man nicht wählen darf, sollte einem klar sein, dass man wählen muss.

@hoppili

Ich bekomme da richtig Hals, wenn ich das lese. 😩

@DieFurie Manche wissen unsere Privilegien erst zu schätzen, wenn sie sie nicht mehr haben.

@hoppili @DieFurie
Manche verstehen überhaupt nicht, dass es ein Privileg IST, wählen zu dürfen.

Wenn du nicht entscheidest, wird jemand anderes für dich entscheiden. Dann ist Meckern zwecklos.

Mich macht es auch fassungslos, wenn jemand die ganze Zeit meckert aber die Möglichkeit zum Wählen nicht nutzt...

@DieFurie
Wer nicht wählt darf sich später nicht beschweren. Ich beschwere mich gerne.. 👀
@DieFurie Die Karikatur bringt es auf den Punkt.
@DieFurie
Ich würde dem Herrn Nichtwähler einen Teller Ohrfeigen servieren.
@DieFurie och nööööööö… bitte geht wählen. Wenn Faschisten an der Macht sind, wird es schnell anders. Es wird absurde Regeln der Ausgrenzung geben, es wird mehr Gewalt geben, es wird mehr Dummheit geben, es werden Menschen zu Unrecht verfolgt werden… geht bitte wählen, wählt bitte nur keine Faschisten 🥹🙏

@DieFurie Wer so gar keinen Bock auf diese Parteien hat, soll bitte einfach die wählen, von denen Mensch glaubt, sie seien besser an der Macht, als die anderen Idioten.

Das geringere Übel ist immer gut zu wählen.

@kassander

Auf die Wahlbeteiligung wird geschaut. Auf „sonstige“ maximal 15 Sekunden lang - und zwar in Summe. (Ausnahme FDP.)

Da hat jede:r Nichtwählende mehr politische Repräsentation.

@DieFurie

@Saupreiss Ich sprach davon, Politiker zu wählen, die an den Machtpositionen ein geringeres Übel darstellen, als die anderen Idioten.

Es gibt nur ein paar üble Optionen, nimm die bessere davon.

Ich schrieb keine Silbe über Sympathie, oder eine Partei, deren Präsentant*Innen den Ton anschlagen, der für die Gesellschaft meiner Meinung nach dringend benötigt wird, oder die meinen moralischen Ansprüchen genügen würden.

@DieFurie

@kassander

Okay, ich hatte das irgendwie als "sonstige" ausgelegt, danke für die Klarstellung.

Bin ich in der Sache aber leider nicht bei: Man verleiht Legitimation.

Ob jetzt ein Uinionler oder sonst wer absaufende Flüchtlinge feiert und sich sonst bemüht, die Welt möglichst gewinnbringend abzufackeln, kann mir gleich sein.

Entzug der Stimme ist das schärfste Schwert, das Demokraten haben. Ansonsten ist "etwas weniger schlimm" stets ausreichend.

@DieFurie

@Saupreiss Ein gesichertrechtsxtrem wählender Wutbürger hat unendlich mehr Macht, als ein Wahlverweigerer.
In meinem Leben in der BRD hatte es nie etwas bewirkt, wenn 20% mehr oder weniger zur Wahl gingen.

Bei der EU-Wahl war hier die Beteiligung sehr hoch mit KfD >20%. Bei BTW 25 und Bürgerschaftswahl 25 war die Beteiligung niedriger und offenbar sind die blauen Wähler*Innen daheim geblieben. Ich habe deshalb Befürchtungen, Leute zur Wahl zu schicken.
https://youtube.com/shorts/WQb-Mm_WAgo

@DieFurie

Wen wählen?

YouTube
@Saupreiss @kassander @DieFurie
Wäre die #Losdemokratie vielleicht eine Option?
(Disclaimer: Bin selbst dort Parteimitglied, weil mein Eindruck ist, auf Landesebene und darüber verstärkt sich der "aristokratische" Einfluss.)
@AC2N Bürgerräte sind besser: Möglichst viele Menschen da zusammenbringen und darüber berichten! 🙂
https://social.rebellion.global/@xr_bielefeld/110270303297733842
@Saupreiss @DieFurie
XR Bielefeld (⧖) (@[email protected])

@[email protected] Hier eine herzerwärmende Anekdote warum Bürger*Innenräte oder ein #Gesellschaftsrat eine Spaltung der Gesellschaft kitten können: https://www.ardaudiothek.de/episode/180-grad-geschichten-gegen-den-hass/politiker-ekelten-mich-an-4/ndr-info/67219828/

Mastodon

@AC2N

Weiß nicht so recht.
Löst manche Probleme, schafft nebenbei ganz neue und führt im Ergebnis denke ich auch nicht zu einem besseren Ergebnis, als die Bevölkerung nun einmal tickt.

@kassander @DieFurie

@Saupreiss @kassander @DieFurie
Muss ja auch nicht sein, dass das für Dich passend ist.
Es ist jedenfalls erkennbar, dass in unserem Land nicht alles beim Alten bleibten wird und wenn andere Lösungen besser passen, ist es sicher gut, wenn Du die mit einbringst!

@AC2N Du solltest mit LosDemokratie auf den Ursprung (Aristoteles) hinweisen.
Soweit ich erinnere ging es Aristoteles darum, dass wir uns am wenigsten diejenigen als Führungskräfte wünschen, die es selbst sein wollen. Weil in einer Demokratie diejenigen oben landen, die das "demokratische Spiel" am zielführendsten beherrschen/betreiben.

Gerade mit dem #Gruselkabinett haben wir hier alle ganz frische Erfahrungshorizonte zu Aristoleles' Vorschlag. 👍

@Saupreiss @DieFurie

@AC2N

Ich bin schon bei "unserem Land" draußen. ;)

Eine perfekte Demokratie würde die Ansichten der Bevölkerung besser abdecken. Es mag undemokratisch sein, aber wenn ich mir so ansehe und -höre, was das ist, wird mir Angst und bange. Ich habe da nicht unbedingt mehr Vertrauen ins Souverän als in seine aktuelle Repräsentation.

Losdemokratie ergibt auch nur dann wirklich einen Sinn, wenn sie verpflichtend wäre. Das löst eine Lawine neuer Probleme aus.

@kassander @DieFurie

@Saupreiss Ich fand Aristoteles' Vorschlag immer sehr faszinierend: Losdemokratie finde ich total absurd, aber Aristoteles' Kritik und diese als besseres System hinzustellen war pädagogisch genial. 👍

Wir brauchen konstruktive Politiker*Innen an den mächtigen Positionen, die das Staatssystem in dem wir nunmal unterworfen sind (entsprechend ihres Eides) gut anpassen/modernisieren und lenken.

Der "freie Markt" demokratischer Ernennungsprozesse bietet kaum Anreize dafür.
@AC2N @DieFurie

@kassander @Saupreiss @DieFurie
Ah, ok 🙂 Losdemokratie meint aber nicht, den Bundestag zu losen, falls der Ausdruck solche Assoziationen auslöst.
Es wäre eher ein verschachteltes System aus (gelosten) Bürgerräten, in dem die Bürgerräte Experten als Berater bestellen können. Das System braucht aber weiterhin erfahrene ausführende bzw umsetzende Politiker, die sich dann allerdings nicht mehr wirklich um Wahlkampf kümmern müssen, weil sie sich auf exekutive Aufgaben konzentrieren können.
@kassander @Saupreiss @DieFurie
Losdemokratie bedeutet lediglich, "etwas" hinzuzufügen.
Und dieses etwas wären die Bürger:innen in Präsenz - gern an ein paar entscheidenden Stellen - da hat sicher jeder etwas andere Vorstellungen, aber bin sicher, dass man einen gemeinsamen Nenner finden kann.
Wir müssten uns vermutlich gar nicht mehr so ganz große Sorge und Gedanken um Gleichstellung, Rassismus, Teilhabe machen, weil vieles zur Sprache käme.
@kassander @Saupreiss @DieFurie
Ja, das war und ist offensichtlich noch immer ein verlockender Vorschlag.
Leider war Aristoteles kein Freund der Demokratie.
@DieFurie
Ich gehe auf jeden Fall wählen. Aber Sonntag 18 Uhr muss ich wahrscheinlich erst einmal mit meinem Hund raus.

@DieFurie

Wählen ist wie Zähne putzen. Wenn man es nicht macht, wird es schnell braun. (frei nach Hagen Rether)

@wolfgang @DieFurie

Es gibt nur eine Art in der Ordnung der Primaten, die sich die Zähne putzt. Und die hat bekanntlich die schlechtesten Zähne.

@DieFurie Die Möglichkeit, ohne Repressionen befürchten zu müssen, nicht zu wählen, ist eine demokratische Errungenschaft,
@Rainer "friendica" Sokoll Die Möglichkeit, ohne Repressionen befürchten zu müssen, nicht zu wählen, ist eine demokratische Errungenschaft, „Nicht zu wählen“ in dem Sinne, dass erlaubt sein muss, auch einen ungültigen Wahlzettel abzugeben, da stimme ich Dir zu. Es gibt aber auch Länder wo das „Zur-Wahl-Gehen“ Pflicht ist, z.B. Belgien, Luxemburg, Griechenland oder auch Australien. In Australien wir das auch juristisch verfolgt, kostet 15 EUR Strafe.

Ich würde jetzt nicht behaupten, dass diese Länder keine Demokratien seien. Vielleicht ist das kein schlechter Ansatz: Es gibt mit Sicherheit einen nicht zu vernachlässigen Anteil an Nichtwählern, der, wenn Sie zur Wahl gezwungen wären, keine ungültige Stimme abgäben. Sprich: Sie sind einfach zu faul, zur Wahl zu gehen. Demokratie ist aber letztendlich ständige Arbeit, die man meiner Meinung nach auch einfordern darf. Es gibt auch genug andere, viel schwerwiegendere Pflichten, die man als Bürger wahrnehmen muss.
@DieFurie Umso schockierender, dass Jugendliche immernoch nicht flächendeckend wählen dürfen…

@humply3 Menschen dürfen wählen bis zum letzten Atemzug.

Ich bin dafûr, dass Menschen auch eine Stimme vom ersten Atemzug an bekommen, die bis zum 16. Geburtstag durch ein Elternteil (normaler Weise die Mutter) ausgeübt wird.

@DieFurie

@humply3

Die würden hier Union wählen. Das komplette Dorfleben ist Union und am aktivsten Junge Union…

@DieFurie

@DieFurie Und andernfalls muss man das etwa nicht?
@DieFurie was entgegnest Du Personen, die (um im Bild zu bleiben) beim letzten mal Pizza bestellt haben, aber dann Gaisburger Marsch bekommen haben? Und daher (verständlich) ziemlich frustriert sind?

@DieFurie

Ich werde zwar wählen gehen und einem unerträglichen Ergebnis damit Legitimation verleihen. (Denn mehr ist es nicht.)

Aber es ist Victim Blaming, auf jene einzudreschen, die eingesehen haben, dass es nichts bringt.

@DieFurie

nichtwähler lassen uns im stich und sind mitschuld an ihrer politikverdrossenheit

demokratie bedeutet NICHT wählen zu dürfen wer dich regiert, sondern abwählen zu können wer dich schlecht regiert!
die DÄMLICHEN deutschen kapiern das nie

nur wenn alte versager und korrupte konsequent abgewählt werden kann sich eine neue gerechtere politik entwickeln.

zu beginn wärs gut wenn sich parteien bilden würden die als einziges thema hätten korruption und selbstbereicherung zu erschweren

@DieFurie Wir leben längst in einer Diktatur des Kapitals.
@DieFurie 👍🏼 Wahl ist Pflicht. Bevor ich meine Stimme verschenke, gebe ich lieber den Auftrag, die Politik in der nächsten Zeit besser zu machen.
@DieFurie ich finde es mit den Jahren immer schwieriger und frustrierender zu wählen. Bspw Strichwahl zum Bürgermeister mit der Auswahl Pest und Cholera.

@DieFurie

Nicht wählen gehen ist wie nicht duschen und sich dann über den Gestank beschweren…

Nein, das passt nicht ganz. Die größten Stinker dusch.. äh wählen ja immer…

Verdammt, mir fällt keine passende Metapher ein

ABER … 385 Tage ist der Post hier her: https://mastodon.social/@doodee/114015961693815822

@DieFurie 💯 ! Die USA ist in der desaströsen Situation WEGEN der ~45% NICHTWÄHLER. Das nonsens Argument "sind ja alle gleich" ist ein Propagandaergebnis rechtsextremistischer Politik & führt bei Glauben d. Message zu Wahlverdruss & dazu, dass die Hardcore Follower (in dem Fall MAGA) zur Wahlurne laufen, die anderen in Massen zu Hause bleiben. ergo: faschistisches Regime, Schurkenstaat wie in den USA. Verhinderung von Demokratieverlust ist nur durch Gebrauch des Wahlrechts möglich.

@DieFurie

Ich freue mich über jeden, der nicht wählt. Je weniger wählen, desto mehr Gewicht hat meine Stimme. Wenn alle wegbleiben, bestimmen ich den Gewinner.