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Rainer "friendica" Sokoll Die Möglichkeit, ohne Repressionen befürchten zu müssen, nicht zu wählen, ist eine demokratische Errungenschaft, „Nicht zu wählen“ in dem Sinne, dass erlaubt sein muss, auch einen ungültigen Wahlzettel abzugeben, da stimme ich Dir zu. Es gibt aber auch Länder wo das „Zur-Wahl-Gehen“ Pflicht ist, z.B. Belgien, Luxemburg, Griechenland oder auch Australien. In Australien wir das auch juristisch verfolgt, kostet 15 EUR Strafe.
Ich würde jetzt nicht behaupten, dass diese Länder keine Demokratien seien. Vielleicht ist das kein schlechter Ansatz: Es gibt mit Sicherheit einen nicht zu vernachlässigen Anteil an Nichtwählern, der, wenn Sie zur Wahl gezwungen wären, keine ungültige Stimme abgäben. Sprich: Sie sind einfach zu faul, zur Wahl zu gehen. Demokratie ist aber letztendlich ständige Arbeit, die man meiner Meinung nach auch einfordern darf. Es gibt auch genug andere, viel schwerwiegendere Pflichten, die man als Bürger wahrnehmen muss.