Einige von euch gehen nicht wählen, das schreibt ihr mir.

Ihr braucht mir keine Rechtfertigung schicken, warum ihr nicht wählt. Es ist eure Entscheidung!

Was ihr aber nicht von mir erwarten könnt, ist Verständnis! Denn ich möchte auch die kommenden Jahre in keiner Diktatur leben!

Ihr geht also nicht wählen, weil ihr das so frei entscheiden könnt. Wenn ihr nicht wählen geht, riskiert ihr, dass ihr irgendwann wählen MÜSST.

Denkt ma drübba nach.

Karikatur: Martin Erl

@DieFurie Wer so gar keinen Bock auf diese Parteien hat, soll bitte einfach die wählen, von denen Mensch glaubt, sie seien besser an der Macht, als die anderen Idioten.

Das geringere Übel ist immer gut zu wählen.

@kassander

Auf die Wahlbeteiligung wird geschaut. Auf „sonstige“ maximal 15 Sekunden lang - und zwar in Summe. (Ausnahme FDP.)

Da hat jede:r Nichtwählende mehr politische Repräsentation.

@DieFurie

@Saupreiss Ich sprach davon, Politiker zu wählen, die an den Machtpositionen ein geringeres Übel darstellen, als die anderen Idioten.

Es gibt nur ein paar üble Optionen, nimm die bessere davon.

Ich schrieb keine Silbe über Sympathie, oder eine Partei, deren Präsentant*Innen den Ton anschlagen, der für die Gesellschaft meiner Meinung nach dringend benötigt wird, oder die meinen moralischen Ansprüchen genügen würden.

@DieFurie

@kassander

Okay, ich hatte das irgendwie als "sonstige" ausgelegt, danke für die Klarstellung.

Bin ich in der Sache aber leider nicht bei: Man verleiht Legitimation.

Ob jetzt ein Uinionler oder sonst wer absaufende Flüchtlinge feiert und sich sonst bemüht, die Welt möglichst gewinnbringend abzufackeln, kann mir gleich sein.

Entzug der Stimme ist das schärfste Schwert, das Demokraten haben. Ansonsten ist "etwas weniger schlimm" stets ausreichend.

@DieFurie

@Saupreiss Ein gesichertrechtsxtrem wählender Wutbürger hat unendlich mehr Macht, als ein Wahlverweigerer.
In meinem Leben in der BRD hatte es nie etwas bewirkt, wenn 20% mehr oder weniger zur Wahl gingen.

Bei der EU-Wahl war hier die Beteiligung sehr hoch mit KfD >20%. Bei BTW 25 und Bürgerschaftswahl 25 war die Beteiligung niedriger und offenbar sind die blauen Wähler*Innen daheim geblieben. Ich habe deshalb Befürchtungen, Leute zur Wahl zu schicken.
https://youtube.com/shorts/WQb-Mm_WAgo

@DieFurie

Wen wählen?

YouTube
@Saupreiss @kassander @DieFurie
Wäre die #Losdemokratie vielleicht eine Option?
(Disclaimer: Bin selbst dort Parteimitglied, weil mein Eindruck ist, auf Landesebene und darüber verstärkt sich der "aristokratische" Einfluss.)
@AC2N Bürgerräte sind besser: Möglichst viele Menschen da zusammenbringen und darüber berichten! 🙂
https://social.rebellion.global/@xr_bielefeld/110270303297733842
@Saupreiss @DieFurie
XR Bielefeld (⧖) (@[email protected])

@[email protected] Hier eine herzerwärmende Anekdote warum Bürger*Innenräte oder ein #Gesellschaftsrat eine Spaltung der Gesellschaft kitten können: https://www.ardaudiothek.de/episode/180-grad-geschichten-gegen-den-hass/politiker-ekelten-mich-an-4/ndr-info/67219828/

Mastodon

@AC2N

Weiß nicht so recht.
Löst manche Probleme, schafft nebenbei ganz neue und führt im Ergebnis denke ich auch nicht zu einem besseren Ergebnis, als die Bevölkerung nun einmal tickt.

@kassander @DieFurie

@Saupreiss @kassander @DieFurie
Muss ja auch nicht sein, dass das für Dich passend ist.
Es ist jedenfalls erkennbar, dass in unserem Land nicht alles beim Alten bleibten wird und wenn andere Lösungen besser passen, ist es sicher gut, wenn Du die mit einbringst!

@AC2N Du solltest mit LosDemokratie auf den Ursprung (Aristoteles) hinweisen.
Soweit ich erinnere ging es Aristoteles darum, dass wir uns am wenigsten diejenigen als Führungskräfte wünschen, die es selbst sein wollen. Weil in einer Demokratie diejenigen oben landen, die das "demokratische Spiel" am zielführendsten beherrschen/betreiben.

Gerade mit dem #Gruselkabinett haben wir hier alle ganz frische Erfahrungshorizonte zu Aristoleles' Vorschlag. 👍

@Saupreiss @DieFurie

@AC2N

Ich bin schon bei "unserem Land" draußen. ;)

Eine perfekte Demokratie würde die Ansichten der Bevölkerung besser abdecken. Es mag undemokratisch sein, aber wenn ich mir so ansehe und -höre, was das ist, wird mir Angst und bange. Ich habe da nicht unbedingt mehr Vertrauen ins Souverän als in seine aktuelle Repräsentation.

Losdemokratie ergibt auch nur dann wirklich einen Sinn, wenn sie verpflichtend wäre. Das löst eine Lawine neuer Probleme aus.

@kassander @DieFurie

@Saupreiss Ich fand Aristoteles' Vorschlag immer sehr faszinierend: Losdemokratie finde ich total absurd, aber Aristoteles' Kritik und diese als besseres System hinzustellen war pädagogisch genial. 👍

Wir brauchen konstruktive Politiker*Innen an den mächtigen Positionen, die das Staatssystem in dem wir nunmal unterworfen sind (entsprechend ihres Eides) gut anpassen/modernisieren und lenken.

Der "freie Markt" demokratischer Ernennungsprozesse bietet kaum Anreize dafür.
@AC2N @DieFurie

@kassander @Saupreiss @DieFurie
Ah, ok 🙂 Losdemokratie meint aber nicht, den Bundestag zu losen, falls der Ausdruck solche Assoziationen auslöst.
Es wäre eher ein verschachteltes System aus (gelosten) Bürgerräten, in dem die Bürgerräte Experten als Berater bestellen können. Das System braucht aber weiterhin erfahrene ausführende bzw umsetzende Politiker, die sich dann allerdings nicht mehr wirklich um Wahlkampf kümmern müssen, weil sie sich auf exekutive Aufgaben konzentrieren können.
@kassander @Saupreiss @DieFurie
Losdemokratie bedeutet lediglich, "etwas" hinzuzufügen.
Und dieses etwas wären die Bürger:innen in Präsenz - gern an ein paar entscheidenden Stellen - da hat sicher jeder etwas andere Vorstellungen, aber bin sicher, dass man einen gemeinsamen Nenner finden kann.
Wir müssten uns vermutlich gar nicht mehr so ganz große Sorge und Gedanken um Gleichstellung, Rassismus, Teilhabe machen, weil vieles zur Sprache käme.
@kassander @Saupreiss @DieFurie
Ja, das war und ist offensichtlich noch immer ein verlockender Vorschlag.
Leider war Aristoteles kein Freund der Demokratie.