Diesen Monat neu im Sortiment meiner Antworten sind die Femmeschwelle von @Lunis_Moon
Danke für die Arbeit und einige Anspruchsvolle Fragen. 💚🙏🏾

Die Prompts sind hier zu finden:
https://literatur.social/@Lunis_Moon/115984066358220383

#FemmeSchwelle #Februar2026

Lunis Moon (@[email protected])

Attached: 1 image Ich möchte diesen Monat auch mal eine Frage-Prompt-Sache machen, auch zu Geschichten wie #PhantastikPrompts, aber für Lesende und Schreibende und zu einem bestimmten Thema: Die #Femmeschwelle. Dabei geht es um Feminismus und unseren Umgang damit, wo es Hemmungen gibt und wo wir unseren Platz darin finden oder auch nicht. Vielleicht erfordern manche Fragen ein wenig Mut, – mir zumindest. Die Fragen passen nicht in den Alt-Text, daher sind sie in den Replyes.

literatur.social

1.2.26
Was ist das feministischste, was du schonmal in einer Geschichte gelesen/geschrieben hast?

1/2
Gelesen:
Ammonit, US, O-Titel Ammonite: Nicola Grifffith ©1993 in der Deutsche Übersetzung von Ingrid Hermann ©1997 Willhelm Heyne Verlag ISBN 3-453-11909-6.

Eine Geschichte über einen Fremden Planeten, der vor hundert Jahren das erste Mal kolonisiert werden sollte. Damals riss der Kontakt ab als jetzt knapp 25 Jahre vor der eigentlichen Geschichte ein neuer Kontakt und eine neuer Kolonialisierungsversuch stattfinden soll entdeckt die Firma die für den ersten Versuch veeantwo war dass es inzwischen eine 'einheimische' Lebensform gibt. Menschen aber ausschließlich Frauen.
Als sie Truppen auf den Planeten schicken sterben innerhalb kürzester Zeit alle Männer im Team und ein paar wenige Frauen an einem Virus.

Der Roman geht vielschichtig auf eine Zivilisation ohne Männer ein. Ohne dabei mahnend zu wirken. Aus heutiger Sicht ist der Virus leider wohl trans* exclusive ➡️

#Femmeschwelle

1.2.26 2/2

⬅️ da der Virus nicht weiter definiert wird gehe ich davon aus dass es trans* Frauen genauso treffen würde wie Männer oder dass sie erst nach einer Hormonbehandlung die Möglichkeit hätten zu überleben und trans* Männer kommen als Referenz ebenfalls nicht genannt vor.
Der Virus dient nur als Erklärung ohne größer erklärt zu werden.
Er ist ein Mc Guffin genauso wie der Impfstoff denn die Protagonistin testen soll.

Was Griffith allerdings sehr gut hinbekommt ist die glaubhaften Charaktere, ihre verschiedenen Identitäten und auch die verschiedenen Kulturen von Frauen die sich entwickelt haben.

Die Fortpflanzung wird Thematisiert, was der Virus für eine Veränderung auslöst und wir sich die Hauptfigur mit ihrer eigenen Veränderung auseinandersetzt denn der Virus tötet dich oder gibt dir die Möglichkeit auf diesem Planeten zu leben, ohne jemals wieder weg zu können.
Vielleicht ist auch der Virus an sich als trans* Allegorie zu sehen?

#Femmeschwelle

1.2.26

Geschrieben:
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, ich schreibe sehr selten und ungerne Männer.
Dennoch Versuche ich sie realistisch in meine Geschichten einzubauen. Als Väter/Ehemänner/Freunde und am liebsten soft und nicht toxisch. Aber halt eher am Rande.

Bei Frauen bin ich da ganz anders, ich liebe lesbische/saphische Romantik oder enge Freundschaft.
Ich möchte am liebsten alle Facetten beleuchten und ausführlich Beschreiben. Es gibt die sogenannten 'starken Frauen,' was ich als Konzept prinzipiell toxisch empfinde, 'die schwachen,' denn stark impliziert, dass es schwach gibt und das Verbinden viele mit negativen wobei weiblich gelesene Menschen dabei besser weg kommen als männliche, und mich das im allgemeinen stört u.a. weil meine eigene Wahrnehmung davon geprägt wurde.
Schnitt weil ich hier vom Tausendstel ins Millionstel rutsche.

Für mich ist Feminismus der Anfang darf aber nicht das alleinige Ziel sein. Wahre Inklusion muss über Identitäten stehen, ➡️

#Femmeschwelle

1.2.26

⬅️ ohne sie zu zertreten.

#Femmschwelle

2.2.26
Hattest du schonmal Hemmungen, etwas zu schreiben, weil es dir zu feministisch vorkam?

Nicht wirklich ich mache mir weniger Gedanken ob es zu feministisch ist sondern eher ob es nicht feministisch genug ist.

Hemmungen etwas zu schreiben habe ich aber aus anderen Gründen.
Ich halte mich zum Beispiel politisch sehr zurück weil laut schreien nichts bringt und schon gar nicht wenn ich laut schreien möchte und andere in Grund und Boden schreien möchte.

Auch wenn mein Standpunkt eventuell "der Richtige" (™®©) sein könnte will ich kein Öl ins Feuer der Diskussionskultur kippen.

#Femmeschwelle 2.2.26

3.2.26
Feminismus kann je nach Auslebung auch beengend sein. Hat sich etwas Feministisches in einer Geschichte schonmal einengend für dich angefühlt?

Meist nur wenn es extrem ausgelegt wurde, wie zum Beispiel die Männer hassende "Feministin" die nur aus dem Grund lesbisch geworden ist um mit keinem Mann zusammen zu sein.
Was die Emma und Alice Schwarzer oft abziehen...
Das ist für mich aber genauso wie trans* exclusive "feminists" einfach nur anders verpackter Hass und hat mit eigentlichem Feminismus nichts mehr zu tun. Leider tragen diese Leute keine Aufkleber auf der Stirn was sie eigentlich Aussagen wollen: "Ich hasse Gruppe X weil - ich ein Empathieloses Arschloch bin, mich mit Propaganda verblöden lasse und mir meinen Problemen nicht klar komme weswegen ich anderen die Schuld gebe."

Okay das wären große Aufkleber, aber wenn wir dir Augenlöcher weglassen finden diese Leute auch nicht mehr aus der Wohnung raus...

#Femmeschwelle 3.2.26

4.2.26
In was für Feminismus hätten deine Figuren keinen Platz? Was müsste sich ändern?

Toxischer Feminismus der eigentlich keiner ist (siehe Alice Schwarzer).
Trans hassender Feminismus der eigentlich auch kein Feminismus ist.
Jede Form von Feminismus Claim der das Rollenbild verstärkt anstatt es aufzubrechen, sei es für cis* und/oder trans* Frauen/Männer und/oder nicht binäre Personen.

Eine Rolle anzuerkennen geht auch ohne sie in Stein zu meißeln. Das existieren von Schubladen hat einen Sinn sie aber zuzuschlagen und den Leuten die eigen Sortierung in der Schublade aufzwingen nicht.

Für mich sind männlich und weiblich die äußern enden einer Menge Skalen. Meine eigenen Slider auf diesen Skalen sind bunt gewürfelt.
Und ich bin glücklich dass es so ist.

#Femmeschwelle 4.2.26

5.2.26
Hast du dich mal von einer "starke Frau"-Figur eingeschüchtert/übersehen gefühlt?

Zum einen habe ich Probleme mit dem typifizieren von stark und schwach. Das ergibt physisch/emotional Reaktionsmäßig durchaus Sinn aber wenn es nicht um Muskelkraft geht oder darum Dinge physikalisch zu manipulieren lehne ich die als "typisch stark" klassifizierte Eigenschaften ab.

Im Sinne des trope. Nein ich kann mich daran nicht erinnern, übersehen kann ich höchstens im Sinne von nicht repräsentiert einordnen aber das sehe ich auch anders als wahrscheinlich sehr viele andere Personen.

Was mich in meinem eigenen Leben mal wirklich beeindruckt hat war eine bekannte von mir, als sie mich auf einer Party einfach hoch gehoben hat und ins Schlafzimmer bugsiert hat. Das war in meiner Teenagerzeit ich war am unterzuckern und mittelmäßig alkoholisiert. Sie hat es gemerkt und mich aus der Situation rausgeholt damit ich in Ruhe Traubenzucker und Weingummi "genießen" konnte.

#Femmeschwelle 5.2.26

6.2.26
Hast du dich mal von einer "starke Frau"-Figur empowert/gesehen gefühlt?

Ja, siehe hier drüber wegen stark/schwach, wobei das dann auch oft stark mit fan-ing einher geht.

Wer mir aber sehr am Herzen liegt:
Usagi, Ami, Makoto, Haruka & Setsuna - Sailor Moon.

Korra - Avatar: Legend of Korra.

Adora/She-ra - Shera & the princesses of power.

Zelda - The Legend of Zelda Reihe die meisten Varianten, Wiedergeburt Zyklen & parallele Zeitlinien sind... komplex.

Ellen Ripley/Ripley 8 - Alien 1-4 & -> Sigourney Weaver gosh wie ich diese Frau vergöttere.😅

Kira Nerrys (Nana Visitor 🥰)
Jadzia Dax (Terry Farrell)
Ezri Dax (Nicole de Boer) - Star Trek DS9.
Jadzia & Ezri sind Wirte für Dax einem Simbionten, der in ihren Körpern lebt, einige Wirte waren männlich weswegen Dax Spitzname von Freunden die Curson (Wirt vor Jadzia) kannten alter Mann ist.

Seven of Nine - ST Voyager/Picard (Jery Ryan 😍)

Und im echten Leben meine Mutter.
Danke Mama, dass du immer da bist.💚

#Femmeschwelle 6.2.26

7.2.26
Hast du schonmal eine "starke Frau"-Figur geschrieben und würdest du es heute wieder so tun?

Ich hoffe das alle meine Charaktere ihre individuellen Stärken widerspiegeln und glaubhaft rüberkommen. Und da gehört es halt manchmal auch dazu, dass eine Figur 'als Heulsuse da steht' und heult weil die Situation einfach scheiße weh tut.
Empathie ist keine ansteckende Seuche.
Weinen ist mit das stärkste was unsere Evolution hervorgebracht hat.
Tränen sprechen so viele Worte ohne irgendwas laut zu sagen.
Ein kleiner, salziger Tropfen Wasser drückt mehr aus als Dichtendende und Denkende in Tausend mal Tausend Worten über Tausende von Jahren.

Und wie werden sehen wie meine Charaktere ankommen.... Irgendwie, irgendwo, irgendwann mal.

#femmeschwelle 7.2.26

8.2.26
Was liebst und hasst du an dem Trope der "starken Frau"?

Nochmal mein Verweis auf mein Problem mit typisch stark/schwach wahrgenommen Dingen, um aber kurz zu bleiben hadere uchbjetyz auch nicht mit Hass und der Definition.

Ganz einfach den stummen Part von Starke Frau "steht ihren Mann!"

Viel zu oft ist die starke Frau die die ihren Job macht, nebenbei Kinder großziehen kann, Erfolgreich ist, Probleme fern hält, Fressen poliert und dabei noch "typisch weiblich" schön ist und sich selbst dann zum Teil noch dumm stellen muss um an andern Ecken nicht anzuecken...

Vielleicht wenn sie aus Stein ist, Jericho heißt und ihr Beruf Stadtmauer...

Warum erlaubt eine starke Person keine Rückschritte? Es ist so viel schwerer sich auf einem.Loch zu kämpfen wenn du schon zweimal reingefallen bist. Wo sind die Fragen nach Hilfe, das annehmen von Hilfe?
Das abgeben von Aufgaben.
Stattdessen jonglieren die meisten Figuren auf einem Einrad...

#Femmeschwelle 8.2.26

9.2.26
Hast du schonmal eine Figur geschrieben, die das Trope der "starken Frau" so gar nicht erfüllt?

Ja bestimmt, ich habe mehr Charaktere vergessen als ich derzeit im Gedächtnis habe (~ 120 an die ich mich momentan ohne viel Aufwand erinnern kann) meine eigene Entwicklung ist nicht besonders geradlinig und hat sehr viele bis zu 350 Grad Wendung genommen (ich hab was gelernt also war es keine 360 grad Wendung) auch im Schreiben. Und da ich ja eh ein Problem mit der generellen Einordnung stark/schwach habe und viele tropes nur als Startpunkt einer Figur behandel um sie mit andern Dingen aufzubrechen waren da bestimmt auch welche bei die als das negative Gegenteil oder das positive Gegenteil dieses Tropes zumindest zeitweise erfüllten.

#Femmeschwelle 8.2.26

10.2.26
Was ist dein nächster Schritt, um literarisch noch intersektionaler (feministisch) zu werden?

🤷🏿‍♀️

Ich habe nicht den geringsten Plan außer, dass ich weiterhin allen Gruppen Platz einräumen möchte die nicht toxisch/übergriffig sind oder ausschließend.

#Femmeschwelle 10.2.26

11.2.26
Wann kommt dir Feminismus in Geschichten aufgesetzt vor?

Das ist ne gute Frage.

Ich sehe das meist erst beim auseinandersetzen mit dem gelesenen/gesehenen/erlebten in Medien.

Ich besitze sehr viele Blinde Flecken und manchmal müssen die erstmal klar werden oder wieder klarer werden.

Ich kann zum Beispiel gar nicht so gut sagen was Feminismus eigentlich ist nur was es nicht für mich ist. Daher versuche ich Geschichten "in einem Vakuum zu erleben' was heutzutage fast unmöglich ist und natürlich auch schon durch die eigene Haltung irgendwie ad absurdum gerät.

Vieles wird mir erst im Nachhinein klar wenn ich alles nochmal durchgehe, und klar zwischen negativen Emotionen aufgrund der Handlung und anderen Quellen trenne. Mit fällt es heutzutage mega schwer mich nicht vom "Umgebungslärm" beeinflussen zu lassen.

Ich denke wenn eine Geschichte nicht Konsequent das 'lebt' was sie erzählt als bspl Frauen führen Deutschland ganzer Bundestag/Bundesrat voller Männer.

#Femmeschwelle

12.2.26 Wann kommt dir Feminismus in Geschichte natürlich vor?

Ich denke, wenn es das Gegenteil von gestern ist. Also wenn es gelebte Beispiele im Universum gibt und diese nicht einfach nur vereinzelt auftauchen.

Wenn uch nicht darüber nachdenken muss ob er sich natürlich anfühlt sondern es sich einfach normal anfühlt für den Weltenbau und die Geschichte, das hängt aber auch ganz arg von der lesenden Person und ihrer Aufnahmefähigkeit ab.

Das Intention und Verständnis selbiger nicht bei jeder Peson gleich funktionieren sieht sich ganz gut in der Weltpolitik... Besonders wenn Leute sagen sie waren Star Trek fans und ihre Politik eindeutig eher auf der Arschlöcher Seite ist, oder der All der auf Männerschweiß abgeht, keine Ahnung von Raketen oder Autos hat, und Cyberpunk...
Dumme Menschen die die Warnungen sehen es aber geil finden und genau dass wollen wovor gewarnt wird.

#Femmeschwelle 12.2.26

13.2.26
Gibt es eine Figur/Repräsentation, die du schreiben möchtest, es dir aber nicht zutraust?

Sicherlich einige ich kann das nur nicht genau eingrenzen bis ich durch Zufall darauf stoße.

Ich denke dass es viele Punkte gibt die eine Person schreibend abdecken kann wenn sie es mit Fingerspitzengefühl angeht und versteht das alle Menschen irgendwie bis zu einem bestimmten grad gleich sind in ihren Wünschen und Sehnsüchten, sich ihre Erfahrungen aber extremst unterscheiden können. Ich liebe Berichte von Menschen die aus ihrer Sicht die Welt beschreiben und denke dass solche Berichte mehr Wert sind als alle Erdöl vorkommen der Welt. Ich denke das Recherchieren und Kommunizieren mit jenen Menschen, einen diese Welt näher bringen kann.
Dennoch gilt bei all meinen Figuren sie sind eher representation meiner Person in verschiedenen Graden als tatsächlich die Personen und als solche sind sie als unvollkommene Fragmente zu sehen nicht als Personen der Gruppe X.

#Femmeschwelle 13.2.26

14.2.26
Wie ist die Geschlechterverteilung in deinen Casts normalerweise und warum?

Ich glaube ich habe seeehr wenig Männer in Relation zu Charakteren.

Ich habe meistens weibliche Figuren in Rollenspielen egal ob als Genre der Videospiele oder als TTRPG.

Ich versuche meine anerzogenen Kategorien Mann & Frau seit Jahren abzulegen und versuche männlich bzw weiblich als Skalenenden zu sehen. Ich nenne diese Enden gerne Masculine und Feminin, an den äußersten Enden stehen Personen die ich als Hyperfem und Hypermasc einstufe, die schon fast jedes Klischee über ein Geschlecht erfüllen egal welche Geschlechtsidentifikation sie besitzen. Dazwischen findet alles Platz an Charakteren. Auch wenn mein bisheriger Cast für Star Ryde ganz klar dominiert wird von fem Charakteren. Es ist kein perfektes System aber es funktioniert für mich.

#Femmeschwelle 14.2.26

15.2.26 ketchup
Schreibst du eigentlich gar nicht so gern Figuren mit Geschlecht x, obwohl du es eigentlich gut fändest? Warum?

Das wären tatsächlich cis het Männer. Ich weiß nicht was es ist aber ich bin relativ stark sexistisch Gegenüber Männern... Ich hasse die nicht aber ich habe immer das Gefühl es gibt zuviele davon in den Geschichten.
Ich schreibe lieber 200 maskuline cis*/trans* Frauen oder nicht binäre Menschen als einen Mann.

Im echten Leben bin ich 'Männern' gegenüber sehr misstrauisch und muss immer erstmal zwei Gedankenschritte Weiterdenken um mein Verhalten nicht ausufern zu lassen. Ich spiele auch selten 'Männer' in Rollenspielen.

Je 'norm Standardisierter' sie sind desto uninteressanter empfinde ich die Figur. Und romantische oder sexuelle Geschichten die 'Männer' beinhalten gehen mit oft am Hinteren langen Ende vorbei egal wie gut sie geschrieben sind. Bei trans* Männern oder schwulen und/oder bi Männern ist das weniger schlimm.

#Femmeschwelle 17.2.26 Ketchup

16.2.26
Hast du schonmal eine männliche nicht-queere Figur gelesen/geschrieben, die kritische Männlichkeit lebt.

Gelesen, gesehen in Serien und ich versuche nicht toxische Männer zu schreiben trotz meiner in Nummer 15 erwähnten Abneigung und meinem Sexismus gegenüber Männern. Als Beispiele möchte ich die hauptsächlich hier auf Mastodon für mein WIP Star Ryde entwickelten Figuren William Troika und L. Jenkins nennen wobei Jenkins relativ toxisch in dem Umfeld der Ghoz'Tarc Crew wirkt. Eigentlich ist er es aber gar nicht. Er folgt nur einer anderen Auffassung von Führungsstil und ist eher ein "by the books" character der von Anika speziell wegen dieser Eigenschaft ausgewählt wurde.

Mehr dazu findet sich unter meine HashTags #StarRyde (alles was hier entstanden und geteilt wurde von mir zum WIP) den 2. (zuvor 3.) XO #WilliamTroika und den 1. (zuvor 2.) XO #LJenkins (außerdem ist er queer).

#Femmeschwelle 17.2.26 ketchup

17.2.26
Gibt es anti-feministische Tropes (z. B. Bad Boys), die du trotzdem gern liest/schreibst? Warum?

Bad Boys zu Nem gewissen Grad. Ich habe eine Schwäche für unangepasste und raue Personen.

Zudem sind viele meiner Kindheits Erinnerungen an klar "typisch männliche" Actionhelden geknüpft.

Es ist wahrscheinlich die Nostalgie Brille aus einer Zeit in der mir die Welt einfacher vorkam weil ich einfach noch nicht so viel wusste oder verstanden/gesehen habe.

#Femmeschwelle 17.2.26

18.2.26
Hast du schonmal versehentlich eine Geschichte auf einem anti-feministschen Trope aufgebaut? Wie hast du reagiert?

Absolut möglich ich bin 40 und wie ich vor kurzem erfahren habe damit wohl ein Xenial (eine Microgeneratiin zwischen Millennial und Boomer) und auch wenn mich diese ganze Generationssache eigentlich ziemlich kalt lässt, trifft es zumindest dahingehend zu, dass ich eine Welt ohne Internet und eine mit Internet kennengelernt habe und die Veränderungen Life miterleben durfte, in einer Zeit in der sich viele meiner Ansichten entwickelt haben.
Was ich gelernt habe ist zu wissen dass ich nicht alles weiß und das Dinge im Fluss sind.

Ich liebe Star Trek aber die dunkelhäutige Kommunikationsoffizierin ist heute keine starke feministische und anti rassistische Rolle mehr.

Ich schreibe on/off seit meiner Teenagerzeit, ich habe viel gelernt seither u.a. auch was Feminismus angeht und viele Dinge würde ich heute definitiv anders machen.

#Femmeschwelle 18.2.26

19.2.26
Siehst du manchmal auf
Schreibende herab, die versuchen, feministisch zu schreiben, aber dabei viel übersehen? (Prompt bearbeitet)

Ich schaue eigentlich nie auf Personen herab solange sie nicht absolut ekelhaft sind.
Wie z.B. JK Rowling die ihr Harry Potter Geld in Anti-trans* Propaganda und zur Beeinflussung von Politikern missbraucht. Was soll eine Person auch von einer anderen erwarten die sich mit Nazis umgibt und ein Wand großes Bild von Trump im Büro hat...

Oder Akif Pirinçci der nach seinen Katzenkrimis absurden Mist über "Verschwulungs Verschwörungen" ausgekotzt hat.

Oder Alice Schwarzer, die Steuern hinterzieht und gegen Migranten und alle anderen hetzt, die ihr nicht in den Kram passen.

Ich denke alle anderen Schreibenden können noch dazu lernen. Solange sie sich nicht gleich als das nächste "Wunderkind des Feminismus" betiteln und dabei dann am besten noch Tradwifescheiße von sich geben.

#Femmeschwelle 19.2.26

20.2.26 Ketchup
Wenn du selbst etwas Antifeministisches übersehen hast, wie gehst du mit deinen Gefühlen um?

Das hängt ganz davon ab wie meine Tagesstimmung ist, meine Filter ordentlich arbeiten und wie sehr ich davon ausgegangen bin dass ich es nicht habe.

Nehmen wir mal an ein Tag wie heute, gestresst weil krank, nicht durchgeschlafen wegen Krank, Filter unten, gestresst weil ich einen mir persönlich wichtigen Termin heute Abend absagen muss (sehr wahrscheinlich) und eine mich nervenden Montag nicht verschieben kann.

Angenervt bis aggressiv und uneinsichtig. Ich brauche, an Tagen wie heute, sehr lange bis ich Kritik annehmen kann und das positive darin sehe besonders wenn die Kritik mir von außen angetragen wird und mir irgendwas an der Art der Kritik aufstößt.

Wenn es mir gut geht ist es eher ein: "Oh okay tut mir leid, das war unbeabsichtigt, kannst du mir sagen wie ich es besser machen kann?"

Ich habe gelernt im ersten Fall erstmal nicht zu antworten.

#Femmeschwelle 21.2.26

21.2.26
Sind Gespräche über feministische Literatur mit anderen für dich entspannt oder anstrengend? Warum?

Das hängt sehr von meiner Tagesform ab.
Es gibt einfach Tage da habe ich für nichts einen Kopf und an anderen Tagen kann ich mit Leuten über die seltensten Themen Stundenlang reden.
Ich höre vor allen Dingen gerne zu wenn andere Menschen mich an ihren Erfahrungen teilhaben lassen sofern sich das aus der Situation ergibt. Da gibs aber keine klar definierten Regeln für auf meiner Seite. Es muss passen. Situationen Technisch stimmen und nachfragen schadet auch nicht.

#FemmeSchwelle 21.2.26

22.2.26
Fühlst du dich manchmal aus feministischen Diskussionen über Geschichten ausgeschlossen? Wodurch?

Eigentlich nur von Feminismus Aneignenden Rechten Totalausfällen (mentaler Natur) kurz FARTs genannt (ich hab noch keine gute Variante für FURZ gefunden). Farts steht eigentlich für Feminism acclaiming right wing trans* exclusionists & ich empfinde den Begriff SEHR passend für Menschen die meinen, dass Frauen nur dann Frauen sind wenn "füge Grund X ein (& bloß keinen Grund Y)" nach ihren eigenen Vorstellungen erfüllt ist, als wären dies Universelle Standards.
Wenn ich Erfahrungen in einem Bereich habe dann spreche ich auch darüber wenn nicht, halte ich die Klappe & lerne. Bei FARTs ist ja immer das Problem, dass alle die anderer Meinung sind IMMER Männer sein müssen, Nase zu groß Mann, Scheitel zu weit links Mann, Linke 7. Wimper...
Toxische Lesben & Schwule fallen da auch gerne mal rein (siehe eine gewisse AFD Person oder den Arbeitskreis Schwuler in der NPD).

#FemmeSchwelle

23.2.26
Liest du gezielt zu Feminismus, schnappst du eher Dinge auf oder leitest du dir das meiste selbst her?

Letzteres. Mein Ziel ist es eigentlich nicht "Feministisch" zu sein, sondern uneingenommen fair... Was nicht bedeutet dass alle alles gleich machen müssen, es zwar dürfen aber nur so handeln wie sie es brauchen/können ohne andere zu verletzen/bzw immer bedacht Einverständlich zu handeln.
Aber solange der klaffende Unterschied zu "meiner untersten Basis des aufrichtigen Anstand und zwischenmenschlichen Verhaltens" und der... Basis eines Großteil der Gesellschaft schon allein darin begründet ist, dass wir nicht fair mit einem großen Teil und sehr vielen kleinen Teilen der Gesellschaft umgehen, bin ich ethisch gezwungen auch die anderen Kämpfe mitauszutragen. Sei es gegen Sexismus, Transhass, Rassismus, Ableismus, etc. Denn ohne diese Grundlagen kann ich niemals mein Ziel erreichen in einer "fairere Welt" zu leben ...

Ergibt der Gedankengang Sinn?

#FemmeSchwelle 23.2.26

24.2.26
Über welche Überschneidungen zwischen Feminismus und anderen Kämpfen (z. B. Anti-Rassismus) machst du dir für die Geschichten, die du liest/schreibst, viele Gedanken?

Ehrlich gesagt wenige. Sie sind Teil meiner Weltanschauung die im großen zwei Kategorien enthält Arschlöcher und nicht Arschlöcher. Wie immer sind es die extremen Enden einer Skala aber die meisten rangieren so hart auf der Arschlochseite, dass ich da auch nen Zaun Drumherum ziehen kann und nen Deckel drauf.
Diese Kategorie enthält erstaunlich viele Amerikaner weiß cis hetero männlich und angeblich "christlich" aber auch genug andere Leute weltweit die die gleichen Ziele haben, die globale Kontrolle über ALLES. Sie werden erst Frieden geben wenn ihre Sekte das letzte ist was die Gesellschaft bestimmt. Sie wollen keine Abweichungen egal wie klein. Leute wie Peter Thiel.

Sie sind die grauen Männer in Momo oder die Aliens in John Carter of Mars. Widerliche, seelenlose Geister ohne Empathie.

#Femmeschwelle

25.2.26 Ketchup
Über welche Überschneidungen zwischen Feminismus und anderen Kämpfen (z. B. Anti-Rassismus) möchtest du mehr lernen?

Ich denke am liebsten über alle, denn alle Kämpfe gegenüber "othering" in jedweder Form sind wichtig und können alle auf die Problematisch Weltanschauung gewisser "Machtgeiler Personen(gruppen)" zurück geführt werden. Menschen die sich als besser ansehen.
Der Kern hinter jeder Art des "Otherings" ist Teile und Herrsche.
Wie sich das aber im Alltag äußert kann ich nur für die Teile benennen die ich selbst erfahre.
Ihr glaubt gar nicht wie Diabetik Unfreundlich unsere Gesellschaft ist und das nichtmal um gezielt Diabeteshabende auszuschließen.
Deswegen möchte ich immer gerne mehr hören, wie ich selbst besser andere integrieren kann.
Das Umsetzen ist dann natürlich nochmal ne andere Sache aber ohne Trial und Error auch keine Entwicklung. Also Try try try, fail, adapt & improve (eventuell Thema Leistungsdruck?...??)

#Femmeschwelle 26.2.26 Catch-up

26.2.26 Welchen Einfluss hat Feminismus darauf, wie sehr du dein Lieblingsbuch magst? Ist es dafür wichtig, dass es feministisch ist? Wäre es noch besser, wenn es feministischer wäre? Oder ist es dafür unwichtig, dass es nicht feministisch ist?

Ich habe eine gewisse Toleranzgrenze für sexistisch, ableistisches, etc Verhalten.
Diese hängt stark von meiner Laune, dem Auftreten der Problematik, dem Stresslevel den ich habe & meiner Zuckerwerte ab (ich kann ein reisen Arsch sein wenn die Blutzuckerwerte zum Beispiel zu hoch sind weil ich dann schnell gereizt bin und ALLES auf die Goldwaage lege) auch bin ich nicht die netteste von Natur aus & muss mir oft erstmal auf die Zunge beißen.
Dazu kommt dann natürlich noch das eigene Erkennungsbias und die Inneren Überzeugungen.
Je queerer eine Geschichte ist desto mehr sagt sie mir zu, sie kann dennoch sexistic reinforcement betreiben & das muss ich zum Beispiel erstmal erkennen.
Es gibt also keine binären Antworten.

#FemmeSchwelle 26.2.26

27.2.26Fühlt sich Feminismus in deinem Schreiben/Lesen manchmal unangenehm verpflichtend an?

Lesen: nicht wirklich, wenn er entweder komplett fehlt oder zu plakativ ist. Wobei Ammonit (das Buch was ich weiter oben genannt habe) schon sehr auf die Nase ist. Ein Planet ohne Männer weil alle Männer einfach sterben, an einem Virus. Frauen verändern sich & können Kinder durch eine Willens Vereinigung erzeugen. Was es in dem Buch glaube ich erträglich macht, dass es nicht nur eine Frauenrolle gibt sondern von der Barbarischen Sklaven haltenden primitiven bis zur weisen aufgeschlossenen Wissensbewahrerin alles dabei ist. Sogar ein paar Männer am Rand, vor dem Planeten besuch.

Schreiben: ich denke nicht. Es ist schwer zu sagen ich tendiere immer eher zu weiblichen Charakteren die manchmal komplett widersprüchlich wirkende Dinge tun, J. in Star Ryde zum Beispiel. Muskelbepackte 'Riesin,' liebt Explosionen, Feldmedizinerin, kuschelt gerne, fragt immer nach Konsent.

#FemmeSchwelle 27.2.26

28.2.2026
Wie hat sich der Femmeschwellen-Februar für dich angefühlt? Würdest du einen weiteren mitmachen?

Ich fand es sehr schön zu sehen dass ich mit meinen Erfahrungen als Person im LGBTQIA+ Spektrum nicht alleine da stehe. Das wir Verständnis füreinander haben können und uns gemeinsam beteiligen können.
Ich habe mich über jede Interaktion gefreut und wäre bei einem weiteren Monat gerne wieder mit dabei.

Persönlich war es manchmal etwas schwerer die Fragen nicht reaktionär aggressiv zu beantworten, was wohl an meinen Erfahrungen und meiner gewählten Reaktionen auf meine Erfahrungen liegt. 😅

Die Gespräche waren sehr angenehm und Horizont erweiternd. Ich habe wieder gemerkt dass ich mit 4 täglichen Prompts tatsächlich überfordert bin, zudem kam der stressige 2×600 KM chaos Umzug in der Familie hinzu, was meine Art etwas stark beeinflusst hat. Dennoch danke ich allen Mitbeantwortenden und besonders dir @Lunis_Moon für das erstellen der Prompts.
🙏🏾💚🥰🙂

#FemmeSchwelle 28.2.26