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Die militärseelsorge

Dass es bei der Militärseelsorge nicht nur um individuelle Betreuung geht, sondern ausdrücklich um Missionsarbeit, wird offen eingeräumt. Der frühere evangelische Militärbischof Sigurd Rink erklärte 2018 unmissverständlich, die sinkende Kirchenbindung eröffne „die Chance, mit kirchenfernen Menschen in Kontakt zu kommen“.

Auch die jüngst vorgestellte Studie „Was kann und was leistet Militärseelsorge?“ bewertet es ausdrücklich positiv, dass Militärgeistliche Zugang zu konfessionslosen Soldaten erhalten. Missioniert wird mit Flyern, Apps, Schaukästen, Gottesdiensten, Soldatenwallfahrten – und mit reichweitenstarken Publikationen wie dem evangelischen JS-Magazin oder dem katholischen Kompass – alles finanziert aus Steuermitteln

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Militärseelsorge: Missionsarbeit in Tarnkleidung

Zur geplanten Reform und personellen Aufstockung der Bundeswehr gehört auch ein bemerkenswerter Nebenbefund: Die evangelische Militärseelsorge fordert ein "proportionales Mitwachsen der Militärgeistlichen". Wenn die Truppe von derzeit rund 183.000 auf bis zu 260.000 Soldatinnen und Soldaten anwachsen soll, müsse auch die Anzahl der Seelsorger steigen. Das ist ein willkommener Anlass, eine Institution zu hinterfragen, die kaum jemand offen kritisiert – obwohl sie teuer, anachronistisch und in einem säkularen Staat kaum zu rechtfertigen ist.