@PeterKratz @chrisstoecker Gewagte These.
Ich sehe im ÖPNV nicht anders aus als diejenigen, denen du ein Suchtproblem unterstellst. Tatsächlich gehe ich meinen Feedreader durch und bringe mich auf einen aktuellen Stand. Früher habe ich den Spiegel, die c't oder eine Zeitung dort gelesen. Jetzt lese ich digital.
Zugegeben, stattdessen ein _Buch_ zu lesen, erfordert tatsächlich mehr Anstrengung statt der kleinen mundgerechten Happen. Und mit dem Leeren des Feedreaders ist es auch zu leicht, auf die Social-Network-App zu wechseln. Immerhin nutze ich nur noch das Fediverse, und da fällt es mir tatsächlich leichter, mit dem Doomscrolling aufzuhören als bei FB vorher.
Ich kenne das noch von früher, da hatten wir diese schreckliche Zeitungssucht.
Die richtig Süchtigen konnte man daran erkennen, das sie die Seite „Vermischtes“ oder „Buntes aus aller Welt“ gelesen haben.
@chrisstoecker
Aber man kann doch von profitorientierten Unternehmen nicht erwarten, dass sie auf Kinder und Jugendliche Rücksicht nehmen oder sogar. Darauf verzichten, mit ihnen Geld zu verdienen. Oder schlimmer noch, sie dafür bestrafen.
Daher bleibet, wenn man Kinder schützen will, nichts anderes übrig als sie auszuschließen. Ist doch logisch, oder?
Dass man damit einen Überwachungsstaat Bauen kann, ist purer Zufall.
was ältere wohlhabende weiße Leute nicht verstehen muss nunmal verboten werden. Ausserdem gab es dass ja früher auch nicht und da war alles super.
Oh, der Herr. wusste nicht dass das Thema exclusiv von dir ist. Was liest du denn von mir um dich für eine diskussion mit mir zu qualifizieren? Klingt immer so einseitig.
Du möchtest ja sogar noch bezahlt werden dass ich deine Meinung lese.
"Algorithmisch sortierte Timelines erst ab einem bestimmten Alter zuzulassen, ist ein innovativer Gedanke".
Ja, von Erwachsenen, die mit Masto genau deshalb nichts anfangen können, weil ihnen hier kein Algo ihren Wohlgeformten hinterherträgt.
Entsprechend zäh läuft hier noch das Vernetzen.
Auf Twitter hat quasi das queere Grüppchen zum einsamen Teenie gefunden. Hier findet der Teenie dasselbe Grüppchen wenn, dann mit letztem Tröt 2023, weil die Interaktion nie ins Rollen kam.
Sind es wirklich nur diese Medien oder die Medien?
Und was machen die Eltern dieser Kinder? Klären diese auf ohne sich ständig aufzuzwingen?
Und was tun jene Kinder/Jugendliche die sich dort wirklich sozial engagieren?
Ich sehe es eher skeptisch und würde eher ein generelles Abschalten bestimmter "asozialer Medien", wie X, vorziehen. Denn es sind ja nicht nur die Jüngsten die gefährdet sind, sondern die Gesellschaft allgemein.
X kannste gerne abschalten. Gehört ohnehin einem Faschisten.
Bei den anderen sind wir einer Meinung. Nur fsk18 der ähnliches lässt sich schwerlich durchsetzen oder erfordert vom Bürger komplett die Hosen herunter zulassen und dann ist es schon wieder fraglich.
Ich kann mir nicht vorstellen dass es eine wirklich fachliche Lösung aus der Politik dazu geben wird, weil dann nicht auch gegen die Grundrechte verstößt.
@chrisstoecker Meine Kinder kamen auf uns Eltern zu und wollten Konten bei Instagram, nicht weil sie Instagram so toll fanden, sondern weil für einen großen Teil ihrer Peergroup dort das Leben abseits der Schule stattfindet. Der Gruppendruck, ob real oder empfunden, spielt für Kinder durchaus eine Rolle, und sie sind sich dessen zumindest in Teilen bewusst. Aus der Perspektive heraus schafft eine gesetzliche Altersgrenze ihnen Klarheit, die Eltern den Kindern offensichtlich nicht geben können.
Ähnlich mit WhatsApp. Schön, dass es Signal gibt, und in der Familie nutzen wir das auch. Im schulischen Umfeld dominiert aber WhatsApp, und wer nicht ausgeschlossen sein will, muss WhatsApp nutzen.
@chrisstoecker TikTok war bei uns noch kein Thema; YouTube Shorts scheinen ein hinreichender Ersatz zu sein. Inwiefern das besser oder schlechter ist, kann ich nicht beurteilen. Bei der Vorstellung, erst einmal die Plattform als Elternteil ausführlich kennenzulernen, um mir ein fundiertes Urteil bilden zu können, wird mir ein wenig schummrig. Ich kenne Facebook, die Messenger-Landschaft und habe ein gutes Bild von den Microblogging-Plattformen. Ich habe Instagram beobachtet und Clubhouse und zahlreiche andere Plattformen verfolgt. Aber um TikTok zu verstehen, reicht das alles nicht aus. Und ich weiß nicht, ob ich mir die Zeit ans Bein binden will. Ich habe auch den Appeal von 4chan und 8chan nie nachvollziehen können. Andere Plattformen, andere Mechanismen, aber einflussreich in Sachen Radikalisierung und Netzkultur.
Ich habe nur ein begrenztes Zeitbudget, um mich neben dem Alltag um Erziehung und meine eigene Freizeit zu kümmern. Ich kann nicht alles auf Herz und Nieren testen.
@chrisstoecker Ich finde Verbote doof. Ich hätte gerne mündige Mitmenschen und mündig getroffene Entscheidungen. Aber Mündigkeit ist neben dem Vollzeitjob Arbeit und dem Vollzeitjob Erziehung ein zusätzlicher Vollzeitjob. Schön, wenn Mitmenschen in der Lage sind, in dem von Regulierung und Verboten bedrohten Bereich unseres Lebens Mündigkeit zu erlangen und dementsprechend vehement gegen Regulierung und Verbote argumentieren, aber den Luxus hat nicht jeder. Ab einem gewissen Punkt muss ich zurücktreten und sagen, dass ich da nicht mehr auf Selbstverantwortung setzen kann, schlicht weil es an Zeit oder womöglich auch Interesse fehlt.
Dass Regulierung und Verbote nie zu 100 Prozent funktionieren, erwähnst du ja auch im Artikel. Ich würde an der Stelle nur hinzufügen, dass der Hinweis darauf als Argument gegen Verbote auch nur eine Ablenkung ist, um eine Regulierung allgemein zu verhindern oder zumindest zu verzögern.
Danke für den Artikel, das ist der richtige Weg.
Nur: Das ist das ein soziales und damit ein dynamisches Problem.
Ein starres "der Staat regelt das" fühlt sich gut an, wird höchstens kurzfristig wirken, selbst das als von Ihren Kindern als "gut" bewerteten Altersgrenze:
Wir Menschen müssen lernen, mit der Dynamik umzugehen, die in "Teller-TikTok" steckt - auch und gerade die Eltern:
Die Eltern müssen dabei Verantwortung übernehmen und Erziehungsbefugnisse behalten!
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D.h., das "Ja" Ihrer Kinder zur Regulierung muss die Verantwortung an die richtige Stelle geben:
Die Eltern sind Eigentümer der Geräte ihrer Kinder - und die Eltern sind Erziehungsberechtigt!
Nicht der Staat und nicht Monopolplattformen haben darüber zu entscheiden, was die Kinder sehen dürfen und müssen, sondern die Eltern!
Wenn das geklärt ist, muss der Staat die Regeln definieren und die Eltern befähigen, ihre Verantwortung wahr zu nehmen.
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Und hier muss der Staat einen Standard schaffen, wie Bürgerinnen und Bürger solche Daten auf ihren Geräten hinterlegen können.
Diese Schnittstelle ist aber hoch-brisant und wie schief das gehen kann sehen wir täglich beii der ePA oder jetzt bei der EUDI-Wallet Implementierung durch die Bundesdruckkerei. Wenn wir das genauso bei der Altersverifikation machen, rennen wir vorhersehbar in die nächste Katastrophe.
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Dabei haben wir den Gold-Standard! Das schwierige Problem, das nur "einfach" aussieht, haben wir bei der Corona Warn App bereits einmal nach allen Regeln der Kunst gelöst!
Im Kern besteht die Lösung darin, die Zivilgesellschaft bei der Entwicklung mit einzubeziehen!
Es wäre tödlich, hier wieder einzelnen Experten mit unklaren Interessen, hinter verschlossenen Türen (siehe ePA oder EUDI-Wallet) die Macht über diese Architektur und den Code zu geben!
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Was wir daher brauchen sind quelloffene Apps (ZenDIS: OpenCode !), die für alle Plattformen (Linux, Windows, MacOS, LineageOS, Android, ..) existieren und den Eigentümern(!) der smarten Geräte (Handy, Autos, Saugroboter, ..) ermöglicht, die relevanten Daten in eigener Verantwortung(!) hinterlegen können.
Der Staat fordert nur DASS Daten hinterlegt werden und überlässt es den Verantwortlichen (Eltern, Eigentümern) die Entscheidung, WIE sie es machen.
5️⃣ /6️⃣
Dann legen die Eltern in den Handys ihrer Kinder fest, dass ihr Kind 11 Jahre alt sind. Dadurch übernehmen Sie die Verantwortung ob sie Ihrem Kind "ab 14"-Content zutrauen, obwohl es erst 12 Jahre alt ist.
Der Staat zwingt Unternehmen, nur die Schnittstelle abzufragen, deren Software-Architektur und Programmierung wir öffentlich diskutiert, abgestimmt und mit quelloffener Software festgeschrieben haben.
So funktioniert imho "digitale Demokratie" im Jahr 2026!
6️⃣ /6️⃣