RE: https://chaos.social/@Fischblog/116112989915503724

Fridays for Future wäre ohne Social Media nicht möglich gewesen.
Bei Verboten geht es nicht um Schutz, sondern um Kontrolle.

@SoziAufTour Ich bin etwas indifferent bei der Frage #SocialMediaVerbot und ab welcher #Altersgrenze.
Ich sehe in den #SocialMedia-Kanälen krasse Dinge, mit denen #Minderjährige eigentlich nicht konfrontiert werden müssten: #Gewalt -Fantasien, #Vergewaltigungsfantasien als sexuelle Spielart, #Mopping, andere psychische Gewalt,... (beliebig fortsetzbar).
Dazu kommen #Algorithmen, die den süchtigmachenden Effekt immer weiter verstärken, aggressive Werbung,..

Ich vermisse ein #Alternativangebot

@guentherludwig auf diese Inhalte stoßen Kinder und Jugendliche auch ohne Social Media.
Die Alternativangebote sind mMn:
1) Digitale Bildung (va der Eltern) - Kompetente Eltern können ihre Kinder effektiv schützen
2) starke Regulierung der Plattformen. Wenn der DOSB mittels K"I" in der Lage ist, Hasspostings zu entfernen, können die Plattformen von dir genannte Inhalte ebenfalls schnell u effektiv löschen
3) Regulierung der Algorithmen
4) Anwendung bestehender Gesetze (DSA o NetzDG zB)

@SoziAufTour
2) nicht durchsetzbar, solange die Kommerzialisierung der Angebote besteht

2/3

@guentherludwig
1) Unsinn. Woher ich das weiß? Weil ich tagtäglich mit Eltern zu tun habe, die auf meine Internetcrashkurse mit Neugier und Offenheit reagieren. Und bei Schutz geht es auch darum, mit den eigenen Kindern reden zu können, wenn sie nicht jugendfreie Inhalte sehen (ja das ist inzwischen leichter und damit müssen wir umgehen)
2) was hat Kommerzialisierung mit "Löscht diese Inhalte!" zu tun?
3) und 4) ja und? Who cares?

Warum muss es immer national/europäisch sein? Fediverse ftw 1/x

@guentherludwig es kann nicht sein, dass wir Kindern und Jugendlichen Teilhabe wegnehmen, weil wir zu faul/willenlos sind, Konzernen ihre Grenzen aufzuzeigen. Macht man in anderen Fällen auch ständig, man muss es nur wollen.

Verbote sind immer die einfache, billige und überhaupt nicht nachhaltige Lösung für tieferliegende Probleme. 2/2

Edit: Ich find auch das Argument "Wird umgangen" falsch. Als ob Kids n SM Verbot nicht auch umgehen könnten...

@SoziAufTour das Fediverse ist nicht besser - schau dich doch mal offenen Auges hier um. Ich wünsche mir eben für die Kids ein Social Medium, das es noch nicht gibt, weil irgendwo immer der Kommerz mitspielt
@SoziAufTour Hör bitte auf, mir ständig das Wort Verbot in den Mund zu legen. Ich will ja gerade KEIN Verbot und dafür eine anständige Alternative. Das Fediverse ist es offensichtlich schonmal nicht
@SoziAufTour Das ist nicht die große Mehrheit, nicht der Durchschnitz
@guentherludwig natürlich ist das anekdotische Evidenz. Aber immer noch fundierter als ein pauschales "Die Leute sind im Großen und Ganzen faul und dumm." Das ist ne Haltung, die das Verurteilen und Abwehren von *echten* Lösungen sehr einfach macht und geht an der Realität der Menschen vorbei.
@SoziAufTour Dann verkennst du leider die Sachlage
@guentherludwig okay - wo ist das Argument? Wo der Beweis? Wo der Punkt?
Ich erzähle hier aus meiner praktischen Erfahrung und Arbeit mit Eltern, Kindern und Jugendlichen - oft aus armen Verhältnissen mit niedriger formaler Bildung der Eltern. Und irgendwie schaffen wir's sehr oft, dort gemeinsam nen Umgang zu etablieren und Regeln zu etablieren, an die sich Heranwachsende und Eltern halten.
Ich lese hier nur Ressentiment.