Wenn das Projekt am Ende wegen fehlender Mitarbeit stirbt und es keinen Ort im Internet für verlässliche Informationen mehr gibt (denn bis dahin ist alles andere vermutlich nur noch KI-generierter Slop), dann ist das Geheule groß. So weit darf es nicht kommen.
Mit der Wikipedia ist es mit der Demokratie. Wenn man will, dass es besser wird, muss man sich engagieren. Vom Schlechtmachen wird es nicht besser. 2/2
Ich glaube, es gibt hier mehr Verstimmung über die deutsche Wikipedia und bestimmte Moderationspraktiken als über Wikipedia im Allgemeinen.
PS: Ja - ich schreibe auch manchmal was und korrigiere regelmäßig Rechtschreib- und Grammatikfehler.
Ist jetzt auch nicht so viel Arbeit.
Schwierig ist nur, noch was zu finden, über das ich was weiß, es aber noch nicht in der Wikipedia steht.
@kaffeeringe Das, was du forderst, ist ja passiert. Allerdings (halb-) manuell. Dem Autoren wurde auf seiner Diskussionsseite erklärt, warum die Löschung erfolgt ist und was er jetzt tun muss.
Deine Kritik an Mediawiki teile ich. Es wurden inzwischen viele Tools entwickelt, um die Kommunikation mit dem System zu verbessern. Aber eigentlich müsste das alles abgerissen und neu gemacht werden. Dafür ist die (derzeitige) Community aber zu strukturkonservativ.
@MBrandtner @stk Mir hat es damals gereicht, als der Artikel übers RaumZeitLabor gelöscht wurde wegen fehlender Relevanz. Wie ändere ich denn solche Fehlentscheidungen? Die Regeln sind festgeschrieben, werden von jemandem interpretiert und das meiner Meinung nach falsch. Was soll ich da gross tun? Warum soll ich mich in so einem Umfeld überhaupt noch einbringen? Hab genug anderes zu tun.
Ich bin froh, dass es sie gibt. Sie ist trotzdem teilweise kaputt.
@adorfer @MBrandtner @stk Henne-Ei-Problem. Ich werde nicht die einzige Person sein, die von den RK und dem daraus folgenden sozialen Klima* abgeschreckt worden ist. Wenn du mehr Mitarbeitende willst, musst du eine Umgebung schaffen, die Mitarbeitende begrüßt. Was habe ich hingegen erlebt? Genervte Leute, die schon wieder einen unwürdigen Artikel löschen müssen. Meh.
Gibt es das Problem der Mitarbeit bei en. auch?
* ihr wisst was ich meine, wir sind ja alle nicht neu im Community-Business
Wenn die dringende Empfehlung ist "editiere keine Artikel über Dinge, an denen Du selbst aktiv beteiligt bist und lege sie auf keinen Fall selbst an!" (egal ob jetzt Kunst, Hobby, Arbeit, Freizeit, Forschung) dann treffen Menschen auf frostiges Klima, die sich als Ausnahme wahrnehmen.
Das hast du jetzt vielleicht konfrontativer ausgedrückt als nötig, aber ich wollte auch gerade auf diese Seite hinweisen:
@Cheatha @adorfer @MBrandtner Ich sag mal: Ich fand den CCC _mega_ abschreckend und ausschliessend, bevor ich durch eine Verkettung von Zufaellen aufm 30C3 gelandet bin und dort Anschluss ueber einzelne vertraute Gesichter bekommen habe.
Meine Erfahrung ist, dass der Zugang zu den Wikiprojekten fuer viele genauso ueber persoenliche Kontakte deutlich besser funktioniert. Durch Wikidata, OSM etc verknuepfen sich die Szenen mittlerweile wieder. Mehr Einstiegs-Workshops bei Chaosveranstaltungen? 🤔
@MBrandtner Oberflächlich gibt es bei der Wikipedia öffentlich nachlesbare Kriterien. Mein Eindruck ist aber, dass bei Löschdiskussionen nicht wirklich anhand dieser Kriterien entschieden wird.
Ein aktuelles Beispiel:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:L%C3%B6schpr%C3%BCfung#h-Open_Source_Business_Alliance_(OSBA)-31._Januar-20260131130100
Ich kann die Argumentation dieses Admins nicht nachvollziehen.
Ich finde es gut, dass Admins mit viel Aufwand dafür sorgen, dass die deutsche Wikipedia möglichst wenig Werbung und ähnliche unerwünschte Inhalte enthält. Das ist ein Kampf, mit unterschiedlichen Ressourcen gekämpft wird. Auf der einen Seite Lobbyverbände mit bezahlten Mitarbeitern, die nach dem Prestige eines Wikipediaartikels trachten. Auf der anderen Seite freiwillige Admins.
Ich glaube, die Admins haben gar nicht die Zeit, nach den veröffentlichten Regeln zu handeln. Nur so kann ich mir solche nicht nachvollziehbaren Löschdiskussionen erklären.
@MBrandtner Ich bin gespannt. Die Leute, die in der Löschdiskussion schreiben, sind ja aus gutem Grund nicht die, die da abstimmen.
Wenn es wirklich einheitlich nach den von den Admins angeführten Relevanzkriterien gehen würde, dann wäre das Ergebnis konsistenter. Schau Dir mal diese Liste an: https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Wirtschaftsverband_(Deutschland)
Darunter zum Beispiel: https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Verband_Tiernahrung (und mit zwei Minuten suchen finde ich noch zig mehr von der Sorte)
Welchen der von den Admins in den Löschdiskussionen angeführten Kriterien entspricht dieser Artikel?
Ich verstehe, dass das Argument "aber Artikel xy ist auch nicht ok" in einer Löschdiskussion nicht hilft.
Ich habe den Eindruck, dass die Admins nicht die Zeit und auch nicht die Strukturen haben, die wirklichen Gründe hinter den inkonsistenten Löschentscheidungen transparent zu machen.
@MBrandtner aber steckt da nicht auch ein Widerspruch drin?
Einerseits wird Mitarbeit gefordert, damit es besser wird. Andererseits ist es unerwünscht, wenn Leute zu Themen schreiben, wo sie sich auskennen (Interessenkonflikt!) oder sich an der Löschdiskussion beteiligen, weil dann direkt allen unterstellt wird, dass sie bezahlte Claqeure sind die vor 2 Minuten erst ihren Account erstellt haben.
@MBrandtner ich kann die Sorge vor "Stimmvieh" durchaus nachvollziehen.
Aber die andere Perspektive ist ja: Wenn sich keine zusätzlichen Leute mit guten Argumenten einschalten (und die gibt es ja in der Diskussion durchaus), dann bleiben da hanebüchene Aussagen ohne Gegengewicht stehen. Auch scheiße.
@MBrandtner Die Forderung des Nachweises, was der Verband denn tatsächlich erreicht hat, finde ich z.B. ziemlich wild. Hätte der Autor einen Abschnitt "was die OSBA durch erfolgreiche Lobbyarbeit erreicht hat" eingebaut, dann wäre ihm doch erst recht (und auch zu Recht würde ich sagen) PR und Propaganda vorgeworfen worden.
Bei mir bleibt der Eindruck: wie man's macht, macht man's auf jeden Fall falsch. Dann lieber gleich lassen.
@MBrandtner @noujoum idealerweise schreibt das halt jemand, der mit dem Verband nichts zu tun hat. Und bedauerlich auch, dass die Wiederanlage das jetzt _wieder_ reihenweise how-not-to-do-it gemacht hat. Aber wurscht, passiert, und die LP kann sich diesmal endlich auch wirklich um die Relevanz kümmern.
Was mich aber wirklich hart irritiert hat, waren die RTs und Aufrufe, sich an der Diskussion zu beteiligen. Das ist ein… seltsamer Umgang _gerade_ wenn man F/LOSS-Fuersprecher sein will.
@ubahnverleih Na zum Glück bin ich weder 70 noch heiße ich Günter.
Science-Fiction-Autorinnen sind relevant, wenn sie zwei Bücher in einem regulären Verlag veröffentlicht haben oder eine besondere Rezeption erfahren haben. Aber ich fürchte, es ging dir nicht um das konkrete Beispiel. 😁
Ich verstehe schon, dass insbesondere die deutsche Wikipedia zu frustrierenden Erlebnissen kommen kann. Aber sowohl die Community als auch die Relevanzkriterien werden durch Meckern von außen nicht besser.

Folgendes wird ein Erklärbär über häufige Missverständnisse und Konfliktthemen der (insbesondere deutschen) Wikipedia zum gelegentlichen Linkwerfen, um mal einmal ordentlich und nicht immer wieder schnell zwischenrein Kram zu erklären. Quicklinks: – Relevanzkriterien, warum, wie und überhaupt – Die andere und … Continue reading →
Ich mache seit gut 10 Jahren sporadisch an der Wikipedia mit, meistens korrigiere ich da aber auch nur Kleinkram. Was mir aber inzwischen massiv auffällt: Für ne Menge speziellerer Dinge findest du Artikel in mehreren Sprachen - nur keinen deutschen. Und da denke ich sind die RKs dran schuld.
In der englischen Variante habe ich schon den Eindruck lieber hat man dort einen Stub zu einer spezielleren Sache über die man im Internet sonst auch wenig Informationen findet, damit andere dann dort auch mit Wissen andocken und erweitern können, und hier landet man in einer Löschdiskussion.
Und das motiviert überhaupt nicht.
@MBrandtner "...als wäre es ein Sport, das Projekt so schlimm wie möglich darzustellen." - Das ist leider das Schicksal vieler (aller?) öffentlicher Güter.
Mein hot take dazu: es gibt konzertierte Schimpf-Anschiebaktionen von Leuten, die unter solchen öffentlichen Gütern leiden und eigentliche Nutznießer dieser Güter springen auf diesen Zug auf.
Ich habe (beim Forum von Heise) festgestellt, dass Vorwürfe gegen Wikipedia meist auf Hörensagen beruhen.
Es gibt keine gleichwertige Informationsquelle im Intenet.
Das einzige was mich stört, ist die teilweise sehr detaillierte Darstellung, z.B. Im medizinischen Bereich. Vielleicht sollte man da eine verständliche Zusammenfassung an den Anfang stellen.
Ich habe bisher, wie wohl die meisten nur kleine Änderungen vorgenommen. Vielleicht gehe ich mal einen Eintrag an wenn ich ihn sehe.
Mich nervt, dass diese "Kritiker" ja meist gar nicht dauerhaft zur #Wikipedia beitragen wollen, sondern einfach nur *ihr* Projekt (oder sogar sich selbst) präsentieren wollen. Und die eigene gefühlte Wichtigkeit nur mit sich selber ausmachen wollen, aus ihrer eigenen Perspektive. Wenn gestandene Enzyklopädisten diese Perspektive dann nicht ohne Weiteres teilen, dann haben die eben keine Ahnung!!1!!elf! Diese Löschnazis!
@MBrandtner Ich komme noch mal zurück auf Deine ursprüngliche Aussage: "Ich finde es wirklich frustrierend in welcher Regelmäßigkeit es hier Falschdarstellungen zu Abläufen in der Wikipedia gibt."
Die Falschdarstellungen gibt es möglicherweise. Mir persönlich fehlt da oft auch der Respekt vor diesem wunderbaren, weitgehend ehrenamtlich getriebenen Projekt.
Ich beobachte aber auch tatsächliche Probleme. Die werden in der Löschdiskussion zum OSBA Artikel auch thematisiert:
"Ich glaube die Canvasser verstehen nicht, dass es nicht hilft, wenn hier ständig Leute aufschlagen und für den Artikel stimmen - das ist hier keine Abstimmung." (von Benutzer:AsepTisch)
"Dass die Wiederanlageversuche der Vergangenheit so durchgehend die dafuer vorgesehenen Prozesse missachtet haben und dass nun parallel Canvassing stattfindet, finde ich persoenlich sehr ungluecklich." (von @stk )
Ich würde gerne wissen, ob solche Probleme über die einzelne Löschdiskussion hinaus zu Änderungen führen.