„Dabei wird oft übersehen, dass diese Reform sehr unterschiedliche Gruppen trifft. Arbeitssuchende, die Bürgergeld empfangen – aber auch Menschen, die Hilfe zum Lebensunterhalt erhalten, früher als Sozialhilfe bekannt. Das betrifft Ältere oder Personen, die aufgrund von Krankheit oder Behinderung dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Die ausgezahlten Gelder sind die gleichen.

Was allen Betroffenen derzeit besonders Angst macht, sind die neuen Regelungen zu den Wohnkosten.
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Diese müssen aus Sicht der Bundesregierung gesenkt werden. Bezieher*innen sollen demnach frühzeitiger gezwungen werden, in kleinere und günstigere Wohnungen zu ziehen. Die Folge: Alte, kranke, behinderte und andere erwerbsgeminderte Personen müssen haben Angst, ihre Unterkunft zu verlieren. Es sind diejenigen, die sich am wenigsten wehren können. Menschen, die als „unproduktiv“ gelten – und keine Lobby haben.
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Neue Wohnkosten-Regelung: Was mir bei der Grundsicherung besonders Angst macht

Die Bundesregierung verspricht Einsparungen, doch für Millionen bedeutet die Reform Angst vor Wohnungsverlust. Unsere Kolumnistin Janina Lütt erklärt die Schwachpunkte der Reform: Warum auch Beschäftigte verlieren