🥔 Geschenkten Kartoffeln schaut man nicht in den BigBag? 1/4

In den letzten Tagen machte eine Aktion die Runde: Rund 4000 Tonnen Kartoffeln aus einem Lager bei Leipzig sollten entsorgt werden. Stattdessen starteten Osterland Agrar GmbH und @ecosia eine Aktion zur kostenlosen Verteilung – medienbegleitet von der Berliner Morgenpost.

mehr dazu hier: https://www.4000-tonnen.de/

#Lebensmittelrettung #Kartoffeln

4000 Tonnen – Kartoffeln für Berlin

4000 Tonnen Kartoffeln kostenlos für Berlin. Eine Aktion von Berliner Morgenpost, Ecosia und Osterland Agrar.

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Die Idee: Initiativen übernehmen jeweils einen BigBag (1 Tonne), geliefert per Sattelschlepper – frei Haus. Innerhalb kürzester Zeit verbreitete sich der Aufruf in Netzwerken, Foren und Gruppen. Auch bei uns ist die Nachricht bestimmt 10x über diverse Kanäle angekommen: Die LKW rollen, die Verteilung liegt nun bei Ehrenamtlichen.

#Solidarität #Engagement

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Klar ist: Für Osterland ist das ein gutes Geschäft. Statt Entsorgung werden die Kartoffeln nach Berlin gebracht, Verteilung & Organisation übernehmen Initiativen. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach den Folgen: Kleine regionale Betriebe könnten nun auf ihren Lagerkartoffeln sitzen bleiben – gerade jetzt, wo Frost & Lagerverluste zunehmen.

#Landwirtschaft #Regionalität #KritischeSolidarität

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Lebensmittel wegwerfen ist keine Option – mitmachen fühlt sich richtig an. Trotzdem bleibt ein schaler Beigeschmack: Diese Aktion ist auch perfektes Greenwashing. Gerettet wird die Sorte Agria, mehligkochend. Heißt konkret: viel Kartoffelbrei & Suppe.

Lasst uns über echte Lösungen gegen Überproduktion sprechen.

#Greenwashing #Kartoffelsuppe

@freiLand ich habe auch im Rahmen der Aktion nun mit einigen Menschen über @wirhabenessatt gesprochen.
Das kannte kaum jemand.
Ich habe auch die Rückmeldung bekommen, dass nun andere Kartoffeln weggeworfen werden. Ich habe eher gedacht, dass der Reis etwas weniger schnell leer wird.
Insgesamt bin ich doch froh, dass Überproduktion nun mehr besprochen wird.
Empfehlen kann ich dazu auch den Film "Taste the Waste".
@freiLand
was wäre der Kompromiss?
Die Kartoffeln verteilen und die Medien-Welle gezielt Richtung Überproduktion und Handelspraktiken lenken?

@freiLand

Und dieses Jahr gibt es dann zu wenig Kartoffel weil z.B, das Frühjahr oder Sommer zu trocken werden könnten...
Irgrndwas ist ja immer, und durch den Klimawandel wird Ackerbau und Ertragsplanung sicherlich nicht einfacher.

Man könnte Landwirtschaft resilienter machen durch mehr Bodenökologie und weniger Chemie und die Förderungsmedelle immer größerer Betriebe EU weit überdenken, aber was weiß ich schon...

@freiLand @ecosia
@hubude
Ergänzend:
"Vier Handelsriesen kontrollieren heute fast den gesamten deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Sie bestimmen, was produziert wird, welche Produkte in Regalen und Tiefkühltheken landen – und wer daran verdient."
https://www.boell.de/de/2026/01/07/supermaerkte-4-konzerne-bestimmen-produkte-und-preise
Supermärkte: 4 Konzerne bestimmen Produkte und Preise | Heinrich-Böll-Stiftung

Vier Handelsriesen kontrollieren heute fast den gesamten deutschen Lebensmittel- einzelhandel. Sie bestimmen, was produziert wird, welche Produkte in Regalen und Tiefkühltheken landen – und wer daran verdien.

Heinrich-Böll-Stiftung