Auszug aus: »Warum das Argument, man mĂŒsse in sozialen Netzwerken bleiben, um Opposition zu leisten, völliger Unsinn ist«

Die Vorstellung, dass Opposition auf X oder TikTok unverzichtbar sei, beruht auf einem grundlegenden MissverstĂ€ndnis dieser Plattformen. Viele erkennen nicht, dass sie unbewusst Teil des Systems sind. Sie glauben, ihre PrĂ€senz sei nötig, um Desinformation zu bekĂ€mpfen oder ihre Meinung zu verbreiten – ohne zu merken, dass sie damit genau das tun, was Algorithmus und Tech-Bros wollen. Durch Kommentieren und Teilen stĂ€rken sie das System, das sie ablehnen. Dieser Teufelskreis lĂ€sst sich nur durch RĂŒckzug und den Entzug von Aufmerksamkeit durchbrechen. Doch solange viele ihre AktivitĂ€t dort fĂŒr »wichtig« halten, bleibt das System am Laufen. 👇

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Warum das Argument, man mĂŒsse in sozialen Netzwerken bleiben, um Opposition zu leisten, völliger Unsinn ist

Der Mythos der »notwendigen Opposition« auf Plattformen wie X und TikTok ist eine Illusion: Auseinandersetzungen verstÀrken Desinformation und fördern das GeschÀftsmodell.

@kuketzblog
Sehe ich ganz genauso.

Die Platformen leben von Sensationen — je lauter, je besser.
Was wĂŒrde wohl passieren, wenn keiner zusĂ€he?
Was wenn keiner postete?
Was wenn Empörung ausbliebe?

Ich bin mir sicher, selbst wenn die Zahlen nur um 10% zurĂŒckgingen, gĂ€be es AktieneinbrĂŒche, Krisensitzungen und ganz neue Themen.

@kuketzblog Besonders Schlimm finde ich, wie viele ansonsten seriöse Medien und Behörden noch bei Twitter sind.
@kuketzblog Ich denke, in diesen Medien bleibt JEDE/R aufgrund des Aufbaus der Medien in seiner Blase, womit Opposition einfach nicht wirklich in der Breite wahrgenommen wird. Ist hier ĂŒbrigens auch so, wenn auch nicht durch die Struktur bedingt.
@ulftietjen
Gegen die Sucht eines Anderen kommst du nicht an wenn die andere Person das nicht auch Àndern will.
@kuketzblog

@kuketzblog

Das kommerz. SM eignet sich m.E. sehr gut, um gegen etwas zu sein und jeden gesellschaftlichen Konsens zu zerstören.
Es eignet sich aber ĂŒberhaupt nicht, wenn man eine Mehrheit fĂŒr etwas braucht. Und das ist nun mal die Grundlage der Demokratie.
Deswegen steht im GG Art 21 auch nicht, dass die Parteien opponieren sollen, sondern dass sie an der Willensbildung des Volkes mitwirken sollen.
Wer das will, muss sich aber auch um eine Medienlandschaft bemĂŒhen, die dieses Ziel ermöglicht.

@kuketzblog

So langsam dĂŒrfte es unĂŒbersehbar sein, dass mit der Übernahme der medialen Vorherrschaft des kommerz. SM die gesellschaftliche KonsensfĂ€higkeit abnimmt und damit die HandlungsfĂ€higkeit und GlaubwĂŒrdigkeit der Demokratie zerstört werden.

Das Problem sind die demokratischen und dem Gemeinwohl verpflichteten Organisationen, die sich weigern, die Verantwortung fĂŒr ihr mediales Handeln zu ĂŒbernehmen.

@kuketzblog
Das ist mMn absolut richtig und lĂ€sst sich eins zu eins auf politische Talkshows im ÖRR ĂŒbertragen.

Auch dort werden vornehmlich nach den Regeln der Aufmerksamkeitsökonomie die Protagonisten zusammengestellt, vergleichbar Algorithmen in SM.

Die Wirkung ist Àhnlich verheerend.

Trotzdem sehe ich hier oft schlaue Leute, die Inhalte aus diesen Talkshows teilen oder kommentieren.

Schaltet aus oder weg, das ist kein Beitrag zum demokratischen Diskurs.

@kuketzblog Das bringt es auf den Punkt! Danke!

Jetzt werde ich jedes Mal, wenn wieder jemand mit dem "aber die Reichweite!"-Argument kommt, antworten:

"Stimmt: Wenn du X oder Facebook verlĂ€sst, geht Reichweite verloren – aber nicht deine, sondern die der Plattform, die deine ‚heldenhafte Gegenrede‘ nur als kostenlosen Treibstoff fĂŒr ihre toxische Aufmerksamkeitökonomie nutzt.“

@silberspur @kuketzblog

Da war was von Digitalcourage: Die ReichweitenlĂŒge.

Fazit des Artikels: Du hast auf den kommerziellen Plattformen mehr Reichweite, wenn du das Empörungsspiel mitspielst.

Als kleiner Gewerbetreibender, Person, die sachlich Informiert, bist du im Fediverse besser aufgehoben. Sachliche Information verbreitet sich hier schneller. Außerdem sind deine Follower im Fediverse auch tatsĂ€chlich potentielle Kunden.

@kuketzblog Leute deren Meinung sehr wichtig fĂŒr sie sind, mit Desinteresse entgegen stehen. Also fĂŒr diese Erkenntnis brauche ich keine wissenschaftliche Untersuchung. Eigentlich nur Lebenserfahrung
@kuketzblog Ich werfe nur mal kurz "Die ReichweitenlĂŒge" in den Raum.
Die ReichweitenlĂŒge | Digitalcourage

Millionen Follower, null Wirkung: „Social Media“ verkauft uns ein volles Stadion – und schaltet dann das Mikro stumm

Digitalcourage
@kuketzblog ich habe vor einiger Zeit eine kleine Umfrage unter meinen Kolleg*innen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, meinen Töchtern und ihren Freund*innen gemacht, um herauszufinden, ob die BetrĂ€ge von "Klimagruppen" in denen ich aktiv bin, sie auf Insta erreichen könnten:: keine der befragten Personen interessiert sich fĂŒr Themen aus der Klimagerechtigkeitsbewegung. Und deshalb bekommen sie auch keine BeitrĂ€ge aus dem Themenbereich eingespielt. Punkt. Mein Fazit: wer Menschen außerhalb der "Bubble" erreichen möchte, erreicht sie nicht ĂŒber die sozialen Medien. Damit war fĂŒr mich das Thema Insta erledigt.

@kuketzblog
Agree. "Gegenrede" auf Twitter etc. hilft nur der Platform. Die lebt vom Konflikt und Aufregung.

Was man aber imho. tun kann: Grok beschĂ€ftigen um Kosten zu erzeugen ohne Interaktion auf der Platform sonst. (Ein Einzelner Mensch richtet da natĂŒrlich auch nichts aus mit)

@monkee @kuketzblog und wie? Durch bots?

Kann mir nicht vorstellen wie viel kosten man erzeugen mĂŒsste um eines der grĂ¶ĂŸten kapitale der welt zu jucken.

@lucy_idk Das hĂ€tte natĂŒrlich nur "en masse" einen Effekt. Genauso wie das Verlassen der Plattform. @kuketzblog
@kuketzblog das ist so Ă€hnlich wie mit Rechten reden zu wollen um sie davon zu â€žĂŒberzeugen“ nicht feindlich gegenĂŒber Minderheiten zu sein. Man muss erkennen können wann diskutieren nichts mehr bringt. Wenn einem gar nicht mehr zugehört wird, gar kein VerstĂ€ndnis und gegenseitiger Respekt mehr besteht dann ist es Zeit die Konversation zu verlassen. Bei Algorithmen, die undurchsichtig und einseitig gewisse Meinungen stĂ€rken, muss man genauso irgendwann eine Grenze ziehen.