Auszug aus: »Warum das Argument, man müsse in sozialen Netzwerken bleiben, um Opposition zu leisten, völliger Unsinn ist«

Die Vorstellung, dass Opposition auf X oder TikTok unverzichtbar sei, beruht auf einem grundlegenden Missverständnis dieser Plattformen. Viele erkennen nicht, dass sie unbewusst Teil des Systems sind. Sie glauben, ihre Präsenz sei nötig, um Desinformation zu bekämpfen oder ihre Meinung zu verbreiten – ohne zu merken, dass sie damit genau das tun, was Algorithmus und Tech-Bros wollen. Durch Kommentieren und Teilen stärken sie das System, das sie ablehnen. Dieser Teufelskreis lässt sich nur durch Rückzug und den Entzug von Aufmerksamkeit durchbrechen. Doch solange viele ihre Aktivität dort für »wichtig« halten, bleibt das System am Laufen. 👇

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Warum das Argument, man müsse in sozialen Netzwerken bleiben, um Opposition zu leisten, völliger Unsinn ist

Der Mythos der »notwendigen Opposition« auf Plattformen wie X und TikTok ist eine Illusion: Auseinandersetzungen verstärken Desinformation und fördern das Geschäftsmodell.

@kuketzblog

Das kommerz. SM eignet sich m.E. sehr gut, um gegen etwas zu sein und jeden gesellschaftlichen Konsens zu zerstören.
Es eignet sich aber überhaupt nicht, wenn man eine Mehrheit für etwas braucht. Und das ist nun mal die Grundlage der Demokratie.
Deswegen steht im GG Art 21 auch nicht, dass die Parteien opponieren sollen, sondern dass sie an der Willensbildung des Volkes mitwirken sollen.
Wer das will, muss sich aber auch um eine Medienlandschaft bemühen, die dieses Ziel ermöglicht.

@kuketzblog

So langsam dürfte es unübersehbar sein, dass mit der Übernahme der medialen Vorherrschaft des kommerz. SM die gesellschaftliche Konsensfähigkeit abnimmt und damit die Handlungsfähigkeit und Glaubwürdigkeit der Demokratie zerstört werden.

Das Problem sind die demokratischen und dem Gemeinwohl verpflichteten Organisationen, die sich weigern, die Verantwortung für ihr mediales Handeln zu übernehmen.