Das kann jetzt nicht sein, oder?

#PeterUnfired fordert in der taz mehr #Kapitalismus zur Lösung der Klimaprobleme. Mehr Macher. Ich kenne einen Solarunternehmer, der seit Anfang der Neunziger im Bereich Solar unterwegs ist und erfolgreich Kraftwerke baut. Siehe auch #Sonnenmärchen. Menschen wie er könnten mehr machen, wenn der Kapitalismus sie ließe. Peter Altmaier hat die Solarindustrie in Deutschland getötet. 100.000 Arbeitsplätze vernichtet. Von Menschen ohne gewerkschaftliche Vertretung, ohne Lobby. Wisch und weg.

Der Kapitalismus sieht so aus, dass man mit der Vernichtung unserer Lebensgrundlagen mehr Geld verdienen kann als mit dem Erhalt. Es bleibt sogar noch Geld für Bestechung übrig. Viel Geld.

Es kann eigentlich nicht sein, dass #PeterUnfried das nicht weiß, wieso schreibt er dann solche Kommentare?

https://www.taz.de/!6123682

Warum braucht Klimaschutz mehr Kapitalismus?

TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH

Ich weiß zwar nicht wo Blieskastel ist, habe mich aber trotzdem über den Abdruck meines Leserbriefs gefreut.

Lieber Herr Unfried,

Mit einigem Befremden habe ich Ihren Artikel gelesen, in dem stand, dass wir doch mehr Kapitalismus bräuchten, um mit der Klimakatastrophe fertig zu werden. Dass wir Macher bräuchten. Ich weiß, dass Sie gern eine schwarz-grüne Regierung hätten. Aber mehr Kapitalismus ist nicht die Lösung des Problems. Im Gegensatz: Wir müssen den Kapitalismus einhegen und so viel wie möglich von den ihm innewohnenden Kräften unterdrücken. Kennen Sie das Buch „Männer, die die Welt verbrennen“? Darin können Sie nachlesen, dass mit fossiler Energie 3 Mrd US$ Gewinn gemacht werden. Pro Tag! 365 Tage im Jahr. Das führt dazu, dass die entsprechenden Firmen über unglaubliche Mittel verfügen, mit denen sie Politik beeinflussen können. Das Ergebnis sehen wir gerade: nach „#PleaseStärkedieFDP“ (#Döpfner) und geplant geplatzter Ampel haben wir nun eine Regierung, die die fossilen Subventionen erhöht (Pendlerpauschale, Gasspeicherumlage, Flughafensteuer) und Gaskraftwerke bauen lässt. Sie meinen, wir bräuchten Macher. Ich kenne Macher. Sie arbeiten im Bereich erneuerbare Energien und wenn Menschen wie Peter Altmaier nicht vor einigen Jahren 44.000 Arbeitsplätze in der Solarindustrie vernichtet hätte (Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums) und wenn es nicht all die Zeit das Gefasel von Technologieoffenheit gegeben hätte, dann könnten solche Macher inzwischen sehr viel weiter sein. Das alles sind politische Fragen und die müssen politisch gelöst werden. Die Profite, die mit dem Hochpumpen von schwarzer Soße erwirtschaftet werden können, sind extrem viel größer als die, die mit erneuerbaren Energien erwirtschaftet werden. Mehr Kapitalismus hilft da also nicht. Mehr CDU auch nicht. Wir müssen uns als Menschheit darüber klar werden, dass wir kurz vor dem Abgrund stehen, und umkehren.

Viele Grüße

Stefan Müller

@stefanmuelller
Sehr richtig.

Da haben sie Dich allerdings weit in den Westen "verpflanzt": Blieskastel ist ein hübsches kleines Barock-Städtchen im Saar-Pfalz-Kreis im Saarland. Kein großer Rummel da, aber vermutlich gibt es auch dort taz-Leser:innen. Immerhin geht es wie Berlin auch mit B los. Aber welche KI-unterstützte Satzmaschine findet Blieskastel wahrscheinlicher als Berlin? :-)