Ich war jüngst auf der Night of Open Knowledge in Lübeck!

Es war schön, mit unguten Momenten.

Das Schöne:

- Ich habe Fish'n'Flip kennengelernt, ein Gesellschaftsspiel mit vielen Fischen und wenig Text. (Ich kann nicht gut lesen, das kommt mir entgegen.) Wundervolles ArtWork!

- Ich habe ein paar Leute getroffen und Mööögen gefühlt <3. Das hat mir sehr gut getan!

- Ich habe angenehm alberne, euphorische Gespräche erfaselt! Und ein Wörterspiel gespielt.

1/3

#Nook25

Das nicht so Gute:

Ich bin mehrfach einer Person über den Weg gelaufen, die mir gegenüber im vergangenen Jahr sexuell übergriffig war. Ich kann nun, nach viel emotionaler Arbeit mit mir selbst, viel besser erfühlen und benennen, was dabei mit mir passiert: Ein Teil von mir verabschiedet sich und fällt in ein Gefühl aus Bedrohlichkeit und Panik, der Rest dissoziiert, sodass ich eine Weile alles eher surreal, neblig wahrnehme und nicht mehr klar denken kann.

2/3

Es hat viel Energie gezogen und das Grauen sitzt immer noch irgendwo in mir fest.

Ich hatte gute Gespräche darüber und konnte schließlich benennen, was los ist und was ich will. Progress. (Ich muss noch damit fertig werden, mich als Last zu empfinden, weil ich dauernd über so belastende Dinge rede.)

Aber ich finde es so mies, dass nach dem Erleben von Gewalt ich mich selbst kümmern muss, damit ... Dinge wieder besser werden.

3/3

@skalabyrinth
wenn du möchtest:  

ich hoffe, dass der Nachhall vom Wochenende bald hauptsächlich positiv ist. Die Spiele und Unterhaltungen klingen jedenfalls wunderbar :)

und, falls es dir hilft, von außen "Bestätigung" zu bekommen:
Du bist keine Last. Auch dann nicht, wenn du über belastende Dinge redest. Und erst recht nicht, wenn du sagst, was los ist, und was du brauchst, damit es dir besser geht.

@pascoda @skalabyrinth das was pascoda sagt 💜 und ich finde du bist ganz toll mit der situation umgegangen!
@skalabyrinth Auch wenn die Gewalt die ich Erfahren habe vermutlich noch einfacher zu verarbeiten ist, das Mensch damit als Opfer quasi doppelt gestraft ist ist echt unfair.
 wenn du magst.

@skalabyrinth
Ich schließe mich Pascoda an, du bist keine Last, wenn du über belastende Dinge redest. Eine Person, die mit mir bekannt ist, sprach auf Instagram gestern davon, dass es oft viel besser sei, belastende oder problematische Dinge anzusprechen, als darüber zu schweigen.
Und ich sehe das auch so.

Dein Thread hat mich übrigens gerade an etwas erinnert (eine furchtbare Beziehung) und ich habe etwas darüber geschrieben.

@amalia12

Ich habe Trauma-bedingt Schwierigkeiten damit, zu unterscheiden, wann es gut ist, nicht zu schweigen (stimme generell eigentlich zu), und wann ich irgendwem random mein Leid aufbürde, denn es gibt ja auch regelmäßig Leute, die die Erfahrung machen, ständig von viel zu persönlichem Mist erzählt zu bekommen. Ich lerne ganz langsam zu differenzieren, aber bin da noch nicht so weit.

@skalabyrinth
Ach so, du meinst so etwas wie Traumadumping, also wenn Menschen zu viel persönliches Trauma in unangemessenen Situationen teilen? Das verstehe ich, da sollte mensch natürlich abwägen, wo und wie es passt, bzw. Konsens abfragen, ob es passt oder eher nicht.
Und solch ein Abwägen ist natürlich nicht so einfach, das verstehe ich.
@skalabyrinth Ja, das ist unfassbar unfair. Und danke fürs Teilen. Bei mir hilft Teilen immer in mehreren Aspekten bei der Heilung - ich hoffe, das ist bei dir auch so.
@Mondgesicht Ich glaube schon. Es fühlt sich natürlicher an, oder so. So, als wäre es nicht mehr einfach in einer anderen Welt, sondern Teil dieser.
@skalabyrinth meinst du eine Anlaufstelle wie ein awareness team hatte dir geholfen?
@sandzwerg Ja, schon, denke ich.