6/ Die #RoteKapelle bestand aus mehreren Gruppen von Widerstandskämpfern in verschiedenen Regionen, auch im Raum Berlin. Es waren 400! Im Westen wurden die einfach als kommunistische Spione abgetan, weil das auch die Einordnung der Gestapo war. Nicht zutreffend, wie man in dem Radio-Beitrag hören kann. Weder kommunistisch noch einheitlich gelenkt.
„Sie druckten Flugblätter, halfen Juden und Oppositionellen und dokumentierten die Verbrechen des NS-Regimes.“
„Tatsächlich zeigen die Ermittlungsakten, wie irritiert die Gestapo selbst über ihre unter dem Namen „Rote Kapelle“ geführten Ermittlungsergebnisse war, die eine vielfältige Zusammensetzung dieser Widerstandsgruppen zeigten. Bei den Frauen und Männern um Harnack und Schulze-Boysen handelte es sich oftmals um Vertreter aus gesellschaftlichen Kreisen, von deren Loyalität gegenüber dem NS-Regime sie ausgegangen waren. Sie hatten es hier mit Ministerialbeamten, Wehrmachtsbediensteten und weiteren Funktionsträgern des NS-Staates zu tun, weiterhin vielen Künstlern und deutlich über 40 Frauen. Das entsprach so gar nicht dem gängigen Feindbild, von dem sie ausgingen und das sie statt einer informell zusammengeschlossenen heterogenen Gruppe eine straff organisierte und hierarchisch gegliederte kommunistische Gruppe erwarten ließ.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Kapelle
Schulze-Boysen war Oberleutnant der Luftwaffe.
Ich habe als Kind in der Schulze-Boysen-Straße gewohnt. Es gab die Briefmarke 1964. Das war eine Zuschlagsmarke. Die Zuschläge waren Spenden. Die KZ-Gedenkstätten wurden aus solchen Spenden aufgebaut (ob aus diesen von dieser Marke, weiß ich nicht).
https://de.wikipedia.org/wiki/Harro_Schulze-Boysen
„Auf Antrag seines jüngeren Bruders Hartmut Schulze-Boysen bestätigte die Staatsanwaltschaft Berlin die Aufhebung des Urteils des Reichskriegsgerichts gegen Schulze-Boysen am 24. Februar 2006, 63 Jahre nach der Hinrichtung.[21] Dem vorausgegangen war ein jahrzehntelanges Bemühen, sich gegen die vor allem in den 1950er und 1960er Jahren nicht nachlassenden Angriffe auf das Ansehen von Harro Schulze-Boysen in seiner Rolle als überzeugter Kriegs- und NS-Gegner zur Wehr zu setzen. Dem NS-Duktus folgend, ließen sogar einzelne Historiker sowie juristische und politische Institutionen den vom sogenannten „Volksgerichtshof“ verkündeten Landesverrat in ihrer Argumentation wieder aufleben.“