Da ist mir ein interessanter Beitrag untergekommen:
..."Mammographie-Screening rettet kein Leben"
...Screenings verlängern das Leben keinen einzigen Tag
Die Realität sieht so aus: Seit Einführung des Mammographie-Screenings wurden Frauen über Nutzen und Schaden systematisch in die Irre geführt – denn nicht zuletzt ist es eine milliardenschwere Einnahmequelle für Radiologen, Kliniken und Gerätehersteller. ....
https://frauensicht.ch/koerper/gesundheit/brustkrebs-screening-frauen-werden-seit-jahrzehnten-betrogen/

#frauen #gesundheit

Brustkrebs-Screening: Frauen werden seit Jahrzehnten betrogen

Grosse deutsche Medien verbreiten erneut die Mär, dank dem Brustkrebs-Screening gebe es 20 bis 30 Prozent weniger Todesfälle.

FrauenSicht
@RMa Uh, das ist ja richtig übel. Oder eher empörend. WENN die 30% wirklich so zustandekommen, wie im Artikel beschrieben, wäre das ein unglaublicher Betrug.
Aber ehrlich gesagt, fällt es mir schwer zu glauben, dass das bisher noch keiner aufgefallen sein soll...

@torstentorsten
Der Artikel ist in Teilen identisch mit der "Unstatistik des Monats" vom Juli.

https://www.rwi-essen.de/presse/wissenschaftskommunikation/unstatistik/detail/relative-risiken-absolute-verwirrung-warum-das-mammographie-screening-nicht-haelt-was-es-verspricht

Neu ist das aber weitem nicht. Die Frage ob das Screening bringt was man sich erhoffte, wurde schon vor 10 Jahren eher negativ beantwortet.

Und das Argumentieren mit relativen Risiko ist generell ein Problem. Führt leider oft zu Misinformation, weil das nicht intuitiv ist und unser Hirn nicht gut mit Wahrscheinlichkeiten umgehen kann.

@RMa

Relative Risiken, absolute Verwirrung: Warum das Mammographie-Screening nicht hält, was es verspricht

Die „Unstatistik des Monats" Juli ist die systematische Fehlinformation zum Mammographie-Screening. Ein prominentes Beispiel zeigt, wie vermeintliche Erfolge überzeichnet und potenzielle Schäden verschwiegen werden – zum Nachteil informierter Patientenentscheidungen.

@spinni81 Danke für den Link. Das sieht seriös aus. Ich kann es dennoch kaum glauben, wie aus 0,1% einfach 30% gemacht werden. Und dass diese 30% immer noch von der Deutschen Krebshilfe verbreitet werden.
@torstentorsten Die 30% zu verbreiten ist nicht das Problem. Zu verschweigen das es sich um ein relatives Risiko handelt und das entsprechend einzuordnen, ist es.
@spinni81 Die 30% sind ja die behauptete Senkung des Brustkrebs-Riskos durch Mammographie. Und laut der Unstatistik sind es nur 0,1% - das ist schon ein Unterschied.
@torstentorsten Der Unterschied ist eine Senkung des relativen und absoluten Risikos. Die Zahlen an sich sind beide richtig berechnet. Aber nur das relative Risiko zu kommunizieren, ist problematisch. Vor allem wenn man es nicht als solches einordnet. Und vor allem muss man klar machen, dass das beides nichts über das individuelle Risiko aussagt.
@spinni81 Vielleicht müssten solche Statistiken immer auch in einfacher Sprache veröffentlicht werden... damit auch ich sie verstehe =)

Mir fehlt bei vorliegender Unstatistik noch die Zahl der Frauen, die infolge der Mammographie nicht nur eine unnötige Brust-OP, sondern auch eine oder mehrere unnötige Chemotherapien bekommen haben. Diese Zahl dürfte die Mammographie noch schlechter dastehen lassen.

@torstentorsten Das stimmt. Diese Statistiken brauchen immer gute und einfache Erklärung. Es ist nämlich kompliziert.

Ansonsten schau mal in den Wikipedia-Artikel zum Thema. Das ist noch ein bisschen mehr drin.