post der #Burgerbibliothek #Bern:

#Archivtrouvaillen: Ardavise (schwarze und weisse), Burzelen, Hirschenhorn, Löffelkraut und Sparz

1776 finden wir im Berner «Wochenblatt» den ersten Beleg für den später als «Bähler’sche #Garten|tabelle» bekannten #Gemüse|garten-Ratgeber:
«Bey Johannes Bähler, Gärtner vor dem Goldenmattgassen-Thor […] ist noch zu haben: Der Holländische Kuchen-Gärtner, eine ins teutsche übersezte und nach dem Schweizerischen Clima eingerichtete Tabellen, darinnen

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60 Kuchen-Gewächs verzeichnet und angezeigt werden, wie sie zu rechter Zeit zu säen, pflanzen und zu warten seyen; was jede Pflanzen für Grund und Boden erfordere, wie weit sie sollen gesezt, wie lang sie im Garten bleiben, und wie viel Jahr jeder Saamen könne aufbehalten werden, sehr dienlich für Frauen, Haushalterinnen und Mägde».

Die nächsten 100 Jahre wurde «der Küchengärtner» immer wieder aufgelegt und u.a. noch von Bählers Urenkelin Albertine vertrieben. Trotz dieses Erfolgs ist

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unser Exemplar von ca. 1876 das einzige, das wir heute noch nachweisen können.

Zum «Sommer-Mangolt» ist darin z.B. vermerkt, dass seine «Säe- und Sez-Zeit» Februar und März bei «wachsendem Mond» sei, und zu seiner Pflege: «wohl fett begiessen und den Herd aufhaken».

Allgemeiner sind die Ratschläge in der letzten Spalte: «Wenn die Erdflöhe den jungen Köhl, Rettich und Mayoran abfressen, muss man Russ im Wasser weichen und darmit begiessen, oder trokne Kalkaschen darüber säen,

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diess muss aber allemal nach dem Regen geschehen, es tödtet auch die blutten Schnecken.»

Burgerbibliothek Bern, ES Gr.31
Archivkatalog: https://ark.burgerbib.ch/ark:36599/0rzrsbr2vz7

#privatarchive

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ES 1120 Notizen von Hans von Tavel, 20. Jh. (Akten/Dossier/Grafik/Bandteil/Korrespondenz)

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@th_schmid Die Herren der Schöpfung haben es nur gegessen...