Ich kann das nicht mehr hören: https://www.tagesschau.de/investigativ/monitor/solar-anlagen-sabotage-china-100.html
Wir haben IT-Sicherheitsprobleme, massenhaft sogar. Ich denke, auch der ausländische Einfluss auf unsere Infrastruktur ist zu groß, egal ob es sich um China (z.B. BYD) oder die USA (z.B. AWS, Microsoft) handelt.
Das Problem bezüglich des chinesischen Zugriffs auf Wechselrichter und Speicher ist aber weit weg davon, es in meine persönliche Top 10 Liste zu schaffen, oder die Top 100 oder auch nur die Top 1000.
Ich halte China für keinen Freund des Westens im Allgemeinen und der Bundesrepublik im Besonderen. Aber der Irre im Weißen Haus ist deutlich unberechenbarer und derzeit deutlich skrupelloser. Der würde uns für einen goldenen Pokal alles abdrehen.
Aber meiner Einschätzung liegt was ganz anderes zugrunde:
Ich brauche keinen Angreifer mit staatlichem Background für Probleme.
Fast jeden Tag sehe ich Sicherheitsprobleme, wo ein 12jähriger Minecraft-Jünger verheerenden Schaden anrichten kann.
Jeder Idiot mit Kreditkarte kann heute Terabyte-große Datenlecks erzeugen.
Und wenn die Sicherheitslücke jemand findet, dann darf er die behalten.
Interessieren tut sich nämlich niemand dafür:
- Informiert man den Betreiber, so man ihn denn findet, wird man ignoriert
- Wendet man sich an Behörden, dann möge man denen doch bitte erst die Zuständigkeit nachweisen.
- Wendet man sich an die Presse, dann heisst es, dass sei doch keine schöne Story.
Ich habe in den letzten 12 Monaten mehrere Sicherheitslücken zu stopfen versucht, die aus meiner Sicht für die betroffenen Staaten durchaus ein nationales Problem darstellten.
Alles was ich dafür bekomme sind Beulen, weil ich mit dem Kopf durch die Wand gehen muss, damit die geschlossen werden.
Ich würde mich gerne mit sophistisierten Angriffs-Szenarien beschäftigen, dafür müssen wir aber erst einmal das Zeug auf IT-Baby-Ebene aus dem Weg bekommen.
Das schaffen wir aber nicht. Also lasst mich mit diesem Angst-Geschwafel in Ruhe.
