Habe ein #KI - Experiment auf YouTube gevloggt. Bewusst ließ ich eine #NotebookLM meinen eigenen #Studienbrief zur #Medienethik auswerten & "diskutieren".

Und ich hatte beim ersten Hören schon Gänsehaut: Die Inhalte waren nicht umfassend, aber wesentlich korrekt wiedergegeben. Damit entsteht eine direkte Alternative zum Lesen längerer Texte. Ja, auch ich empfinde #Reaktanz dagegen. Aber KI wird nicht verschwinden.

Auch dieses Video darf frei geladen & verwendet werden. https://www.youtube.com/watch?v=xyViUyS9jYg

Digitale Aufmerksamkeitsökonomie: Eine Notebook-KI "diskutiert" einen KIT-Reader zu Medienethik

YouTube

@BlumeEvolution Aber verdammt nervig zu hören.

Ich habe nach 1 ½ Minuten eine Weile unterbrochen, weil es klingt wie die schlimmsten Youtuber, die ein Thema ewig breittreten, ohne es zu durchdringen, statt direkt zum Punkt zu kommen.

Und "Ah Verstehe" hat mich grade hart rausgeworfen. Nein, tust du nicht. Du wiederkäust nur Manierismen.

Fast Food geht auch nicht weg, aber die meisten Leute sind inzwischen in der Lage, das zu begrenzen.

Ich befürchte, das brauchen wir bei KI auch.

@BlumeEvolution zum Thema KI lese ich gerade ein Buch das ich bis jetzt empfehlenswert finde.

KI 2041
Zehn Zukunftsvisionen
Von
Kai-fu lee und qiufan chen

Die beiden erklären KI auch anhand ihrer Geschichten und wie sie sich KI im jahr 2041 vorstellen.

@BlumeEvolution

KI wird nicht verschwinden. Und hat das Potenzial, unseren Alltag und unser Leben zu verbessern.
Digitale Kompetenz vorausgesetzt.
Ich experimentiere aktuell ebenfalls mit lokalen LLMs und meinen Büchern, die inhaltlich recht komplex sind und viel Subtext haben. Die Ergebnisse sind sehr interessant und ganz sicher einer fachlichen Diskussion würdig.
Vielleicht sollte ich eine "KI-Autorenlesung" anbieten?

@BlumeEvolution Wir stehen immer noch am Anfang der #KIRevolution. Auch wenn es uns nicht behagt, KI kann Semantik, was wirklich neue Türen öffnet.

Genau so sehe ich das auch, @andreclaassen

Ob es uns gefällt oder nicht: Die #NotebookLM - KI - Anwendungen werten bereits semantisch aus. Und über den obigen #Poscast zu #Medienethik hinaus können sie auch bereits binnen weniger Minuten sprachlich & bildlich in englische Präsentationen übersetzen. Hier die Sprach-Bild-Übersetzung eines erfolgreichen #KIT - Studienbriefes zur Gebirgsregionen - #Medienthese am Beispiel der #Alpen zur „Alpine Media Thesis“! 😳⛰️🤔 https://m.youtube.com/watch?v=Dqn2Az_rBGM

Eine KI übersetzte meine Alpenraum-Studie in einen englischen Bildvortrag: The Alpine Media Thesis

YouTube
@andreclaassen @BlumeEvolution Kann Semantik würde ich so nicht mitgehen. Nähert sich an an Semantik vielleicht. Und was für Türen öffnet das deiner Meinung nach?

@fl0_id @BlumeEvolution Semantik bedeutet, dass die KI aus einem Kontext heraus die Bedeutung der Wörter „versteht“. Unabhängig davon, wie das geschieht (Statistik), erschließt das Möglichkeiten, die vorher der IT verschlossen blieben.

Und die Türen, die geöffnet werden, sind Texte. Textinterpretation,Textanalyse Textgenerierung war früher nicht möglich. (1/2)

Ein Beispiel: wenn ich in meinem beruflichen Zusammenhang den Begriff OKR verwende, dann weiß die KI, dass ich nicht über den Osnabrückkreis rede. Google konnte das bis 2022 nicht voneinander unterscheiden. (2/2)
@andreclaassen Es stimmt, dass sogenannte KI heute besser den Kontext erkennen kann, als Suchmaschinen früher und somit passendere Antworten geben kann. Das ist aber nicht echte Semantik oder Verstehen - es sieht nur in der Beobachtung so ähnlich aus.
@3mind Ich müsste jetzt im Duden nachsehen, aber Semantik bedeutet für mich nicht Verständnis im Sinne von Intelligenz, sondern Verständnis im Sinne der Wortbedeutung. Genau wie Syntax, kein Verständnis der Rechtschreibung, sondern die Anwendung formaler Regeln ist.
@andreclaassen @fl0_id @BlumeEvolution und was ist der usecase? Ki generiert in Zukunft aus stichpunkten einen Bericht, der eh nie gelesen wird, sondern von ner anderen ki irgendwem in Stichpunkte zusammengefasst wird? Das können wir auch einfacher und mit weniger Ressourcenverbrauch realisieren.

@Nephele

z.B. sind LLMs schon erstaunlich gut darin, wissenschaftliche Texte auf ein leichter verständliches Level runterzuschrauben.
Ich kann mir also mit LLMs schnell ein neues Fachgebiet erschließen, oder als Wissenschaftler:in meine Arbeit einem breiteren Publikum zugänglich machen - wie Michaels Beispiel ja auch zeigt.

Natürlich machen die LLMs da noch Fehler - menschliche Journalisten aber doch auch.

@andreclaassen @fl0_id @BlumeEvolution

Problematisch finde ich, dass sich das Kürzel KI / AI für die Sprachmodelle eingebürgert hat. Denn "intelligent" sind die ja eben nicht, und da fangen auch die problematischen Use-Cases an, gerade in der Wissenschaft. LLMs können mit Sprache umgehen, aber sie können nicht wissenschaftlich arbeiten, also z.B. Daten richtig analysieren, logische Schlüsse ziehen - da wird es ganz gruslig.

@Nephele @andreclaassen @fl0_id @BlumeEvolution

@HansZauner @andreclaassen @fl0_id @BlumeEvolution das lustige ist, wenn man Leuten llms vorlegt, sehen sie usecases immer außerhalb ihrer Domäne, für die die dinger halt zu viele Fehler reinhauen. Bin mir sicher, Leute, die professionell wisskomm Texte für laienpublikum machen, sehen das ebenfalls kritisch.

@Nephele

Ich bin ja tatsächlich als Editor für eine Fachzeitschrift tätig, und ich beobachte, dass schon viele Wissenschaftler ihre Pressemeldungen über neue Fachartikel mit Beihilfe von ChatGPT vorbereiten, und zunehmend auch die Fachartikel selbst. Das klappt eigentlich ganz gut. V.a. für nicht-englischsprachige Forscher:innen z.B aus China ist das eine große Hilfe, weil sie sich mit dem Formulieren schwertun, das Fachliche können sie korrigieren.

@andreclaassen @fl0_id @BlumeEvolution

@Nephele

Aber wie oben gesagt, einen wissenschaftlichen Artikel mit ChatGPT schreiben - das hat auch problematische Aspekte. Verschwinden werden die LLMs aber nicht mehr. Die meisten Fachzeitschriften haben daher Richtlinien verfasst: Jeder LLM-Use muss deklariert werden, verantwortlich für den Inhalt sind immer die menschlichen Autoren, und idealerweise werden alle Prompts und LLM-Antworten dokumentiert.

@andreclaassen @fl0_id @BlumeEvolution

@HansZauner @andreclaassen @fl0_id @BlumeEvolution ist effektiv egal, ob du die prompts mit angibst. Gibt mit "henceforth" ja schon prominente Beispiele, wie es den Sprachgebrauch verändert. Die Sprachvielfalt wird darunter leiden.

@Nephele

Andererseits helfen LLMs halt tatsächlich Forscher:innen, ihre Ergebnisse verständlich zu präsentieren. Fachzeitschriften bekamen früher oft Einsendungen die der Editor nach dem ersten Blick abgelehnt hatte, einfach weil das Englisch ein einziges Kauderwelsch war (aber die Forschung war vielleicht ok).
Solche Manuskripte gibt es seit einiger Zeit quasi nicht mehr, und das hat sicher mit den LLMs zu tun.

@andreclaassen @fl0_id @BlumeEvolution

@HansZauner @Nephele @andreclaassen @fl0_id @BlumeEvolution Dafür braucht man kein llm, und glaub mir es gibt nich genug schlechte Manuskripte. Ob da ein llm dran rum gepfuscht hat kann ich natürlich nicht sagen.
@Nephele @HansZauner @fl0_id @BlumeEvolution Da ich vielfach Texte lese und auch ein Zettelkasten Pflege, ist K.I. für mich tatsächlich unglaublich hilfreich. Mit anderen Worten ich suche kein Use Case. Den habe ich schon längst gefunden, was ich aber vermeide, ist mit K.I. Texte zu schreiben. Das bin da nicht ich.
@andreclaassen @HansZauner @fl0_id @BlumeEvolution wie gehst du mit potentiellen falschdarstellungen in der Zusammenfassung um?

@BlumeEvolution Ist für mich eine tolle Sache.

Wer als Autor was zu sagen hat, sollte das tun ohne die Zeit des Lesers zu verschwenden. Wenn man einen Beitrag zusammenfassen kann ohne daß was verloren geht, dann war der Beitrag zu lang.

Und wer als Leser auf den Genuß feiner Sprache verzichten will soll das dürfen.

Ist wie die Verpackungsverordnung, die Geschäfte dazu verpflichtet, Umverpackung zu behalten.

Auch lehrt uns die KI, wie einfach es ist, kleine Inhalte sprachlich beliebig aufzublähen. Ein Beispiel sind YouTube Videos, die 10 Minuten meiner ungeteilten Aufmerksamkeit wollen, um 5 Sätze Inhalt zu vermitteln.

@BlumeEvolution "Die Inhalte waren nicht" - und warum sollten sie?

Das ist kein System, das Inhalte versteht, sondern Inhalte syntetisiert, die in den Trainingsdaten nicht auffallen würden.

"Stochastic parrots"