Ministerin Reiche fordert, dass Betreiber von #Photovoltaik- und #Windkraftanlagen den Netzausbau mitfinanzieren. Fossile Kraftwerke sollen offenbar außen vor bleiben. Das wird den Ausbau erneuerbarer Energien unattraktiver machen, klimaschädliches #Erdgas profitiert. Warum sollen Millionen Solaranlagenbetreiber die Profite von ein paar Erdgaskraftwerken steigern?
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2025-07/oekostrom-erneuerbare-energien-stromnetz-ausbau-katherina-reiche
Erneuerbare Energien: Erneuerbare sollten laut Ministerin Reiche Netzausbau mitfinanzieren

Bei der Energieversorgung setzt die Bundeswirtschaftsministerin auch auf Ökostrom. Allerdings müssten die Betreiber mehr Verantwortung übernehmen – auch bei den Kosten.

DIE ZEIT
@VQuaschning sie umschifft das eigentliche problem. aktuell kann ein betreiber wind- oder solarparks überall hin projektieren, egal wie aufwändig sich daraus der netzanschluss gestaltet. diese kosten sind häufig vermeidbar, wenn man den betreibern eine projektierungsauflage machen würde. so wird halt andersrum ein schuh draus: wenn der energiepark weit ab vom netz steht, müssen halt die netzausbaukosten getragen werden. aktuell bezahlen wir das über netzentgelte.
@young_ullrich @VQuaschning ich kann mir aber nicht vorstellen, daß irgendwo in den bergen oder in der pampa schon fette netzkapazitäten vorhanden waren, bevor dort pumspeicher oder braunkohle-KWs hinkamen. wie wurde das damals, vor der EU-regelung des elektrizitätsmarktes, finanziert?
@cm @VQuaschning gar nicht. das fand zu zeiten statt, als netz und erzeugung noch in staatlicher hand waren.

@young_ullrich

Wir dürfen wohl auch die kleine Dach-PV nicht übersehen. Wegen Anbindung auf der untersten Netzebene erzeugt sie eher hohe Netzkosten.

Gleichzeitig macht sie unser derzeitiges Kosten-Umlagemodell durch Vermeidung von Netzkosten- und Steuerumlagen attraktiv.

Ich kann mir vorstellen, dass es auf höhere Fixkosten für Stromanschlüsse hinauslaufen wird.

@VQuaschning

@elottermann @VQuaschning der blick nach bayern lässt erahnen, dass mit weiter fortschreitendem ausbau von klein-pv auch steuerbarkeit auf den unteren netzebenen thema werden wird.

@young_ullrich

Wenn ich sehe, dass in den überzeichneten Ausschreibungen der BNA für Freiflächen-PV im GW-Maßstab inzwischen weniger als 5 ct geboten werden, dann denke ich, dass wir die kleine Dach-PV vielleicht nicht mehr groß ausbauen sollten.

Wir scheitern schon seit Jahren am Ausrollen der Smartmeter. Steuerbarkeit auf der untersten Netzebene hat m.E. genau so keine Chance.

@VQuaschning