Die Entwicklungen rund um die gescheiterte Wahl für das #Bundesverfassungsgericht sind ein Paradebeispiel dafür, wie derzeit durch gezielte Kampagnen gefundene politische Kompromisse und der Konsens in der politischen Mitte liberaler Demokratien bewusst zerstört wird.(1/9)
Kurz vor dieser Wahl im Bundestag wurden vor allem über rechte Blogs und diverse SocialMediaKanäle in kurzer Zeit maximal verzerrte Informationen, Polemisierungen und Desinformationen zu den Kandidierenden , vor allem zu Frau Prof. #BrosiusGersdorf, verbreitet. (2/9)
So und durch zigtausende Mails an MdB aus CDU und CSU wurde gezielt Einfluss genommen, ein in der Koalition und der politischen Mitte gefundene Kompromiss erfolgreich torpediert, auch, um einen Keil in die Große Koalition zu treiben und das Gericht zu beschädigen. (3/9)
Es lohnt sich, genau zu recherchieren, wer Treiber dieser Kampagne war. Oft gibt es bei solchen Vorgängen durchaus Hinweise bezüglich der Finanzierung und Unterstützung solcher Kampagnen auch aus dem Ausland. Das muss auch hier untersucht werden. (4/9)
Diese Mechanismen, das Hintertreiben politischer Kompromisse und die Verächtlichmachung staatlicher Institutionen wie höchster Gerichte, geschieht planvoll und kann derzeit ähnlich oder exakt so in zig Demokratien beobachtet werden. (5/9)
Auf diese Angriffe und die derzeitig mangelnde Resilienz unserer Demokratie machen unsere Sicherheitsbehörden seit Jahren aufmerksam und warnen ausdrücklich vor solchen fragwürdigen, demokratiezersetzenden Einflussnahmekampagnen. (6/9)
Bezüglich der aktuell gescheiterten Wahl zum BVerfG ist besonders beunruhigend, dass der Fraktionsvorstand von CDU/CSU offensichtlich nicht in der Lage oder nicht Willens war, diese Mechanismen zu benennen und sich einer solchen Kampagne entgegenzustellen. (7/9)
Nun ist der Vertrauensschaden da, die Koalition geschwächt, der Kanzler desavouiert und der Fraktionsvorsitzende der Union ernsthaft beschädigt. Die Naivität, mit der man das alles tagelang einfach widerspruchslos hat laufen lassen, ist erschütternd. (8/9)
Sollten die Verantwortlichen in der Koalition insbesondere der Bundeskanzler nicht umgehend eine klare Haltung und Sprache sprich resilienter gegen solche Angriffe finden, kann der Vertrauensschaden in kürzester Zeit irreparabel werden. (9/9)

@KonstantinNotz

Ich hege Zweifel daran, dass #Merz „naiv“ gewesen ist. Und noch viel mehr Zweifel daran, dass er nicht aus seinem Umfeld auch entsprechend angesprochen wurde.
Das selbe gilt für #Spahn.

Sich dumm zu stellen ist seit einigen Jahren eine beliebte Taktik, um Dinge geschehen zu lassen, welche die eigene Reputation mehr beschädigen würde als ein Faux-Pas, als welchen man das Ganze noch bei genügend platziert bekommt.

Das sind keine Amateure, sondern Profis.

@Saupreiss

Vielleicht war es auch einfach Absicht, auf die Kampagne einzusteigen?

@KonstantinNotz