Die Menschen in #Stuttgart sollen bis 2030 jeden vierten Weg mit dem #Fahrrad zurücklegen - heute ist es nicht einmal jeder zehnte.

Maximilian Kroh, Jaqueline Jansen und ich haben uns deshalb die Daten aller 15 Stellen in der Stadt angesehen, an denen Radfahrende gezählt werden.
Wo nimmt der #Radverkehr zu - und lassen sich daran Pop-Up-Radwege und andere Investitionen in die Radinfrastruktur messen? Und warum gehen die Zahlen an manchen Zählstellen sogar zurück?

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.radverkehr-in-stuttgart-wo-die-stuttgarter-besonders-viel-rad-fahren.5f6cc3db-f89c-48a6-9290-bf14e66a6537.html

Klar: Stuttgart ist nicht gerade die Bilderbuch-Fahrradstadt - das liegt schon allein am Talkessel. Trotzdem will die Stadt vor allem Alltagsradverkehr fördern. Und so fahren die Menschen vielleicht nicht so viel spazieren, aber doch in zunehmender Zahl zur Arbeit, selbst wenn einige Höhenmeter auf dem Weg liegen, wie im Beispiel Kaltental.

Die Frage ist: Wie viele Menschen wechseln in den nächsten Jahren vermehrt aufs Rad - und reicht dafür die geplante Infrastruktur?
Danke auch an die Einschätzungen von @zweirat0711

@koenigsdorff_s vernünftige Infrastruktur wäre schonmal ein großer Schritt. Ein gewisser Bürgermeister hatte vor 6 Jahren da Großes versprochen, umgesetzt wurde fast nichts davon. Es gab auch mal einen Radentscheid und daraus resultierend einen Gemeinderatsbeschluss ... Wo sind die Ergebnisse? @zweirat0711

@koenigsdorff_s

Unsere Einschätzung ist, dass die Leute gerne aufs Rad wechseln wollen. Wenn man abends an der #HRR1 entlang läuft, läuft dort ein nicht abreisender Strom von Radfahrenden.

Die Infrastruktur ist dafür heute schon nicht ausreichend, dafür gibt es zahlreich Belege, z. B. Holzstraße oder der Gehwegabschnitt zwischen Südheimer Platz und Waldeck, viel zu schmal, überholen kaum möglich.

@koenigsdorff_s

Für unerfahrene Radfahrende reichen oft kurze unangenehme Stellen, die als subjektiv unsicher wahr genommen werden, um den Umstieg aufs Rad zu verhindern.

Die Erfahrungen aus anderen Ländern zeigt, dass mit dem Ausbau der Infrastruktur die Hemmnisse, aufs Rad umzusteigen, deutlich sinken. Und so werden auch unsichere Radfahrende es ausprobieren und wenn sie es gut finden, das Rad immer öfter nutzen.

@koenigsdorff_s
Die Steigerung der Radfahrquote im Modalsplit erfolgt automatisch mit dem Ausbau der Radinfrastruktur, nur zeitversetzt.

Radelt man erstmal regelmäßig, fallen dann auch andere Barrieren wie schlechtes Wetter oder Kälte, weil die tägliche Bewegung im positiven Sinn zur Droge wird, auf die man nicht mehr verzichten möchte.