These: Die Arroganz einiger „Nerds“, die denken „weil ich programmieren kann, checke ich den Code der Welt“ ist Teil des Problems. Und diese permanente Abwertung einiger von Nicht-Naturwissenschaften a la „Ja die waren halt alle schlecht in Mathe LOL“ ist einfach nur Kindergarten.
@kattascha finde ich super spannend. Weil ich einer dieser Menschen war.
Und ich hab keinen Ahnung was mich damals dazu gemacht hat. Und genau so wenig Plan wie ich aus der Ecke wieder raus gekommen bin.
Es ist halt super erschreckend. Ich könnte nun auch ein techbro und musk fanboy sein. Glaub ich hatte einfach Glück mit meinem Umfeld um das zu verhindern.

Ich sehe das für mich ähnlich, wie Du, @cccpresser. Während des Studiums machte ich mich über die "Weichwissenschaften" lustig.

Seitdem durfte ich viele sehr kluge Menschen aus den verschiedensten Bereichen kennenlernen, die mir durch ihre Erklärungen und Erzählungen einen Blick in diese mir sonst verborgen gebliebenen Themen erleichterten.

Zudem wird ja z.B. auch in der Sozialwissenschaft immer mehr Statistk eingesetzt. Das "schlecht in Mathe" passt also nicht.

@kattascha

@PiiiepsBrummm @cccpresser @kattascha ich hab damals halt auch noch so scheiß wie fefe konsumiert wo das aus jeder Zeile trieft. Dagegen gibt's als Motto das, wie ich finde sehr schicke, "good night nerd pride" und ich Stelle gerade fest das der sticker dazu: https://tante.cc/wp-content/uploads/2012/11/good-night_transparent_cc.png damals von @macrone und @tante war. Das hatte ich gar nicht auf dem Schirm. https://tante.cc/2012/11/25/good-night-nerd-pride/
@sandzwerg
Danke für Deine Beschreibung von Fefes Blog. Ich konnte die Texte nie lesen, weil mich immer irgendwas daran gestört hat. Du hast es endlich für mich benannt.
@PiiiepsBrummm @cccpresser Gar nicht so wenige Sozialwissenschaftler lernen tatsächlich programmieren mit SPSS zwecks Datenanalyse im Studium.
@cccpresser @kattascha kommt mir sehr bekannt vor, aber eher noch aus der Schulzeit. Danach durch gute zwischenmenschliche Beziehungen weiterentwickelt
@kattascha was sie dabei übersehen: Die API der Welt ist historisch gewachsen, schlechter dokumentiert und komplexer als die der meisten Programmiersprachen

@DerGuteAlteHerrSchwarz

😃 Ich will das as T-Shirt

@kattascha

@kattascha

Mal ganz theoretisch, wenn ich mich darum kümmern würde... Könnt ihr einen Onlineshop empfehlen wo ich das öffentlich verfügbar machen könnte?
Wenns für @DerGuteAlteHerrSchwarz ok ist natürlich :D

Gewinninteresse spielt nicht so die Rolle, aber ich möchts mit wenig Aufwand teilen können und Spreadshirt ist eher so der last resort.

Druckfähige Grafiken krieg ich hin, nur einen unterstützenswerten Shop kenn ich grad nicht :)

@manu @kattascha @DerGuteAlteHerrSchwarz
frag mal bei Breenbüddel nach.
die machen Siebdruck und auch Chaos nahe Dinge und auch kleine mengen.

@DerGuteAlteHerrSchwarz Es gibt viele Beispiele dafür. So viele das es zig Beiträge zum Thema „Falsehoods programmers believe in“ gibt und das schon lange gesammelt wird.

Eine Stelle an das Problem aber IMHO besonders gut sehen kann: Umgang mit Datum & Zeit. Unser Verständnis davon ist gewachsen, aber selbst wenn wir das heute perfekt machen könnten: die Vergangenheit ist unveränderbar. Deshalb muss auch weiterhin von Software richtig implementiert werden.
https://github.com/kdeldycke/awesome-falsehood?tab=readme-ov-file#dates-and-time
// @kattascha

GitHub - kdeldycke/awesome-falsehood: 😱 Falsehoods Programmers Believe in

😱 Falsehoods Programmers Believe in. Contribute to kdeldycke/awesome-falsehood development by creating an account on GitHub.

GitHub
@kattascha ist übrigens auch die Ansicht des frühen Bill Gates gewesen, wie er in seiner Autobiografie schreibt. Diese Meinung scheint er aber geändert zu haben. Die Idee rührt vermutlich daher, dass man mit Mathematik und Algorithmen sehr viel (oder alles?) modellieren könnte. Aber ob man es dadurch versteht ist mal wieder eine ganz andere Frage…
@root42 @kattascha Meiner Erfahrung nach sind viele "Programmier-Nerds" eher schlecht in Mathe. ;-)
@root42
Modelle sind eben nicht die Realität.
@kattascha

@helix @root42 @kattascha Sonst wären es ja keine Modelle...

Aber auch nichtmathematische Modelle wie z.B. die Vorstellung vom Unbewussten sind Modelle.

@herdsoft
Und genau das verstehen viele Nerds eben nicht.
Der Laplace'sche Dämon ist nicht real.
@root42 @kattascha

@root42

Zum Thema Verhältnis zwischen Algorithmen und Denken/Handeln ging grad ein Artikel von letztem Jahr rum mit der Kernthese, dass organisches Leben sich zunächst der Relevanzfrage stellen muss und genau da sind keine algorithmischen Lösungen möglich.

"The most sensible course of action for an organism does not simply follow from logical rules of inference. Before it can even use such rules, the organism must tackle the problem of relevance. It must turn ill-defined problems into well-defined ones, turn semantics into syntax. This ability to realize relevance is present in all organisms, from bacteria to humans."

https://www.frontiersin.org/journals/psychology/articles/10.3389/fpsyg.2024.1362658/full

@kattascha

Frontiers | Naturalizing relevance realization: why agency and cognition are fundamentally not computational

The way organismic agents come to know the world, and the way algorithms solve problems, are fundamentally different. The most sensible course of action for ...

Frontiers

@kattascha

Erweiterung der These: das trifft so ähnlich auch auf andere zu. im Grund auf alle, die ein Modell haben, wie Gesellschaft funktioniert (muss nicht komplett sein) und *daraus* auf eine Überlegenheit schliessen

@kami_kadse Seh ich auch so. Akademiker:innen, Journalist:innen, Arm-Reich, Alt-Jung, Ost-West same shit. Ich denke, der Hang die eigene Gruppe zu überhöhen und weniger kritisch zu sehen, gehört dazu, nervt aber zu Zeiten gewaltig.
Andererseits, in der Auflistung oben fehlen sicher auch Konflikte, die ich wegen meiner Perspektive übersehen habe. ;-)
@kattascha Wenn man von klein auf nur vor diversen Bildschirmen hängt und nur wenig offline und direkt miteinander agiert, lernt man auch nur wenig Sozialkompetenz. Ich denke, das spielt auch eine Rolle.
Sportvereine kümmern sich bekanntlich nicht nur um Sport und um Fairness, sondern man lernt dort auch soziale Interaktion.
@makake
Es gibt auch Computervereine, aber die sind deutlich schlechter besucht als Sportvereine.
@helix Ich dachte eher an Vereine, bei denen man nicht vor dem Bildschirm hockt...
@makake
Bei vielen Hackerspaces macht man deutlich mehr als vor dem Bildschirm zu sitzen.
Du bist bei #Darmstadt.social angemeldet, warst du mal im @cccda?
Gibt hier eine ganz nette Karte: https://maker-faire.de/makerspaces/
Makerspaces, Fablabs und andere Orte der Maker-Community

Im deutschsprachigen Raum gibt es bereits 376 Orte, an denen Maker sich treffen und gemeinsam Werkzeuge und Wissen teilen: In Makerspaces, FabLabs, Hack(er)spaces, offenen Werkstätten und an Schulen und Unis. Finde Maker in deiner Nähe: Stand: 25.04.2025  

Maker Faire
@helix Es geht um Vereine, die überhaupt nicht am Bildschirm zu sitzen. Auch nicht am Smartphone oder Tablet. Weil dazu gar keine Zeit und weil dies nicht Inhalt des Vereinsleben ist.
@makake
Und dort lernt man dann besser soziale Interaktion?
@helix Ja, weil man sich dort nicht hinter einem Bildschirm in der Anonymität verstecken kann, sondern realen Personen gegenüber steht, denen gegenüber man manche Äußerungen nicht bringen würde, weil es u.U. sofort Konsequenzen hätte.
Ich war maßgeblich an sehr großen Mitgliederversammlungen mit tausenden Teilnehmenden beteiligt, die sich einst genau aus dem Segment speisten, die Du nennst. Ich habe sehr viel fehlende Sozialkompetenz erlebt.
@makake
Ich habe viele positive Entwicklungen von Sozialverhalten im lokalen Hackerspace erlebt.
Ich war auf Demos und Konferenzen mit tausenden Teilnehmenden, die sich genau aus dem Segment speisten. Die zeigten bessere Sozialkompetenz als die Fans von Fußball- und Eishockeyvereinen hier in der Gegend auf deren Veranstaltungen.
Alles anekdotische Evidenz 😉
Ich denke, es ist generell gut, soziale Interaktionen zu haben und nicht nur **alleine** oder pseudonym vor dem Bildschirm zu sitzen.
@kattascha Plot-Twist: Ich war schlecht in Mathe und kann trotzdem programmieren ​

Deine These fasst allerdings ziemlich gut zusammen, welchen Eindruck ich von DOGE-Mitarbeiter*innen habe
@kattascha Arroganz ist immer ein Problem. Wie sagte mir mal einer: Entscheidend ist, was aus einer Erklärung verstanden wurde.
@kattascha Bin Software-Entwickler UND schlecht in Mathe 😅. Kenne aber diese "MINT über alles" Arroganz auch. Das bringt halt sehr viele Technokraten hervor.
@kattascha ... oder Publizisten, die in soziale Netzwerke steile Thesen in fünf Zeilen einwerfen ...

@kattascha Vielleicht hilft es, dass ich früher viel Perl programmiert habe, da ist die Hybris Code verstehen zu können bedeutend geringer ;)

Und puh, wenn ich seh' was Psychologen für Statistik büffeln müssen (was, IMHO, bedeutend relevanter sowohl im als auch ausserhalb des Jobs bleibt als die meiste IT-Mathe)

@mhd interessante Idee. Verschiedene Programmiersprachen auf ihre Techbrohaftigkeit zu untersuchen. 🤔 @kattascha

@benni

Ui, aber woran mach ich es fest? (Ist keine Kritik, ich schreib nur auf wo mich die interessante Idee hinträgt :) )

Die Doku und wie sie entsteht sagt ja viel über die Kultur um eine Sprache aus und die Kultur kann sich ja auch ändern.

Ich find ja die Doku von rust unglaublich sympathisch geschrieben, aber sie signalisiert auch ein ganz starkes "werde Teil vom uns (rustaceans)" und rust ist jetzt nicht gerade zugänglich ohne Vorerfahrung im Programmieren.

Andersrum python ist total zugänglich, aber ich bin schon so vielen Techbros begegnet, die sich nichts anderes vorstellen können (plus javascript) weil sie halt schnelle Resultate sehen wollen.

Dann gibts da noch ruby und das gut gealterte Zine "Why's (poignant) guide to ruby", wo alles auf den Kopf gestellt wird. "why" hat sich derweil aus der digitalen Welt verabschiedet mit Worten aus denen spürbar wurde, dass why nicht mehr daran glaubt die Welt durch Programmieren greifbar machen zu können, nach der Lektüre des Gesamtwerks von Franz Kafka (https://kev.town/2013/04/30/why-did-why-the-lucky-stiff-quit/)

Und dann noch Internetforen, Chats etc. in denen die Kultur um eine Programmiersprache geprägt werden kann. Und wer sie nutzt wirkt ja auch auf die Entwicklung zurück. Und wie da die Kultur ist kann wieder ganz stark von der Sprache der Plattform anschauen (wenn ich mir den Umgangston in deutschen Foren anschaue und ihn mit englischen Foren vergleiche wird mir ganz anders).

Huiiii! Gehirn auf Entdeckungsflug 😂

@mhd @kattascha

Why Did why the lucky stiff Quit?

la casa de kev en Interweb

@manu @benni Ich denke man kann hier viel über PL-Communities reden (und hui, da gibts ja auch genügend Ausfälle), aber im Endeffekt wird das alles recht vernachlässigbar sein im Vergleich zu Altersgruppe und Industrie.

@kattascha

@kattascha

"Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz!!!"

@kattascha
Einer meiner absoluten Lieblingsartikel dazu ist https://mspr0.de/fefe-dir-deine-meinung-einfuehrung-in-den-fefismus/ von @mspro. Fefe ist genau der Prototyp Mensch, von dem du redest.

@kattascha

Diese Arroganz finde ich immer wieder beachtlich, nicht nur in der Nerd-Bubble, sondern auch in allen anderen Blasen.

Mensch sollte meinen, das mit den "modernen" Möglichkeiten der Interaktion und den Optionen Kontakte ausserhalb seiner Blase zu führen, wir als Menschheit langsam davon runter kommen, von diesem "wir sind besser als die anderen".

Aber wie jeder vernünftige Nerd weiss, kaputte Prozesse heilst Du nie mit Technik und fancy Werkzeugen.

Darum: Vielfalt rulez!

@kattascha spannende Beobachtung. Ich habe (auch sehr früh) sehr viel erleben dürfen, wie unterschiedliche Perspektiven zu spannenden Diskussionen und einem Mehrwert für alle (im Arbeitsleben: besseren Lösungen) beitragen können. Ich glaube ich hatte da viel Glück mit meinem Umfeld.
@kattascha kommt glaube ich total auf die Kreise/Bubble an. Im Bildungsbürgertum oder im Kulturbetrieb wird ja gerne damit kokettiert, wie wenig Ahnung eins von Mathe, Physik etc hat ("das einzige, was ich davon brauche und kann ist Dreisatz"). Da sind solche Kenntnisse (zumindest wenn öffentlich geäußert) verpönt oder werden als Kuriosum abgestempelt. Also the other way round. Wsl liegt das in der Natur (gewisser) Menschen, das eigene Tätigkeitsfeld zu überhöhen.
@kattascha Claus von Wagner meinte dazu einmal: "Stellen Sie sich einmal vor, wie schwierig die Physik wäre, wenn die Teilchen auch noch denken könnten."
@kattascha Kann ich nachvollziehen. Bin aber als MINT-ler mindestes genauso empört von der Grundüberzeugung vieler Geisteswissenschaftler*innen, dass man Naturgesetze verhandeln könnte.

@taschenorakel

#Whataboutism - #Lehrbeispiel #Schule

"Ja, aber - Scheinargumentation"

@kattascha

@bernhard Nein, absolut nicht nicht: Die Arroganz, die @kattascha beklagt resultiert häufig aus genau Erfahrung.
@kattascha Hm für mich zeichnet sich Nerdtum ja eher dadurch aus dass man wissen möchte wie alles funktioniert also gerade nicht dadurch dass man das schon weiß.
@giggls This!!!!1 Daher auch das „Nerd“.

@kattascha @giggls

Naja, die „Good night Nerd pride!“ Aktionen damals hatten schon einen Punkt. Solange Nerds eine diskriminierte Minderheit waren, war das eine verständliche Gegenreaktion, aber spätestens mit der Dotcom-Blase begann sich das stark mit dem heute besonders deutlichen Techbro-Gehabe zu mischen. Daher ist der Nerd-Begriff denk ich zumindest ein wenig verbrannt.

@Lapizistik @kattascha Ich tendierte dazu als Selbstbezeichnung eher den Begriff Geek zu verwenden.
@kattascha gerade dass Soziologie einfach so ne nichtexistente Sache zu sein scheint, finde ich da so wild. Es GIBT ja quantifizierte Aussagen dazu wie Gesellschaften funktionieren. There is data! Aber die techbros verstehen Soziologie nicht, oder wissen von deren Existenz nix, also... Pfft. Nur wie bekommt man Leute dazu, das zu wissen. Mehr in die Schule? Das ganze Wissensdefizit bezüglich so vielen Themen ist doch inhärent, die Welt IST so komplex!
@kattascha Ich habe Geschichte und Informatik studiert und wundere mich immer über die Naivität vieler Naturwissenschaftler. Die rechnen sich halt oft sie Welt einfach, aber dann kommt nur Murks heraus, der die Wirklichkeit nicht im Mindesten abbildet und bei näherer Betrachtung lächerlich ist.
@kattascha ist das vielleicht so ein Mix aus Uncanny Valley und Dunning Kruger Effekt?

@kattascha

1. Dieser Post hat eine Interessante Diskussion ausgelöst, bei der viele User mit einander interagieren. Diese verzweigte Struktur ist eher ungewöhnlich, aber gut so!

(siehe Bild, bzw https://spov.kddk.eu/show/https://chaos.social/@kattascha/114516118921182900/#fedivis)

2. Ergänzung (weil ich mich ein bisschen ertappt fühle): Problematische Arroganz findet man auch bei anderen Gruppen z.B. BWLer, Body-Builder, Beauty-Influencerinnen. Sie äußert sich zwar immer anders, ist aber immer Kindergarten.

Gut wäre, wenn Menschen die Begrenztheit ihres eigenen Horizontes und ggf die blinden Flecken ihrer Fachkultur anerkennen und an einem konstruktiven Austausch arbeiten würden.

Ceterum Censeo: Dass wissenschaftliche Veröffentlichungen in den Rechtswissenschaften typischerweise kein Peerreview durchlaufen, ist imho ein gefährlicher Missstand.

@kattascha Da gibt es eine grosse Überlappung mit den „works for me“ und „works on my computer“ Typen (gendern in der Regel nicht notwendig).