Ich wiederhole mich: Radfahren ist nicht per se gefährlich. Gefahr geht im Alltag in den allermeisten Fällen von Kraftfahrern aus und auch die mit dem höchsten Schadpotenzial. Warum also sollten Radfahrer die Kosten tragen, die sie nur haben, weil ein anderer sich nicht an die Regeln hält?
(Edit: Präzisierung der Gefahrenquelle)
https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/bgh-urteil-VIZR28113-helmpflicht-fahrrad-mitverschulden
BGH: Keine Helmpflicht für Fahrradfahrer

Einen Fahrradfahrer trifft nach einem Unfall kein Mitverschulden, nur weil er keinen Helm getragen hat, so der BGH, der aber gleich Einschränkungen machte.

Legal Tribune Online

@quino_schuetz
Kleine Hinzufügung:

Wäre die Radfahrinfrastruktur ähnlich gut ausgebaut wie die für Autofahrende, es würde weniger "Alleinunfälle" unter Radfahrenden geben.

Aber lasst uns lieber über Helme reden.

#bikeshed

@quino_schuetz
Wer mit "bikeshed" nichts anfangen kann -

Hier, das ist interessant:
https://en.wikipedia.org/wiki/Law_of_triviality

Law of triviality - Wikipedia

@datenhalde Offtopic: Ich weiß nicht, ob "Bikeshed" hier die passende Analogie ist, da Fahrradhelme im Sicherheitskontext ja durchaus ihre Berechtigung haben, z.B. im Sport oder bei unerfahrenen Personen.
Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, waren Fahrradunterstände in Parkinsons Beispiel ein absoluter "Nebenkriegsschauplatz", der mit der sauberen Planung für den eigentlichen Betrieb der Anlage rein gar nichts zu tun hatte.
@datenhalde @quino_schuetz Bei Straßenarbeiten in Lübeck ist es mir klar geworden. Für den Straßenbelag werden deutlich dickere Decken geplant. Bei den Radwegen ist nach 1 Jahr durch #Wurzelaufbruch der Belag wieder unpassierbar. Die Straße liegt noch jahrelang glatt und unversehrt. Und bei den Radwegen wird dann der Asphalt ersetzt durch eine "Silikatdecke", die beim nächsten Platzregen ausgespült wird
#autozentrismus
#autokorrektur
#AutoKratie
#radinfrastruktur
@EngelMichelmann Absolut. Bestes Beispiel für #diskriminierendeInfrastruktur. Ich habe mir sagen lassen, dass auch die Frostschutzschicht bei Geh- und Radwegen wesentlich dünner ist als bei Fahrbahnen. Je nachdem ob die Wegdecke gegenüber dem Untergrund oder andersherum geschützt wird, müsste der Frostschutz also immer wenigstens genauso dick wie bei Fahrbahnen sein.
@datenhalde .@Azetbur
@quino_schuetz @EngelMichelmann @datenhalde
Da nimmt man bei der Planung und Gestaltung der Vorschriften den Radverkehr schon nicht ernst. Und es ist auch eine Zumutung, dass wir beim Radverkehr immer die Entsiegelung mit einbeziehen, aber daneben sind riesige Flächen auf der Fahrbahn versiegelt
@Azetbur @quino_schuetz @datenhalde Es ist nicht selten ein gewaltiger Verwaltungsakt, den Radweg bei einer Sanierung mitzumachen. Nicht vorgesehen und meist auch nicht umgesetzt ist, in den meisten Fällen, eine eigene Planung. Geld muss von den Sanierungsgeldern der Straße abgezwackt werden.
@EngelMichelmann @quino_schuetz @datenhalde dafür gibts dann aber auch fördergelder