Was @maxschrems hier zum Thema Erpressbarkeit & Abhängigkeit durch Big Tech Made in USA sagt, ist so wahr wie besorgniserregend: https://www.sueddeutsche.de/kultur/max-schrems-transatlantischer-datenverkehr-li.3226552
Europas Abhängigkeit von US-Clouds – Interview mit Datenschützer Max Schrems

Der Datenschützer Max Schrems über die Gefahren der Abhängigkeit europäischer Firmen und Regierungen von amerikanischen Cloud-Services.

Süddeutsche Zeitung
Es wäre klug Alternativen zu fördern - gegen die Abhängigkeit unserer digitalen kritischen Infrastruktur von den USA. Statt neuer Platzhirsche bräuchte es mehr Open Source & offene Standards. Nur das schafft echte digitale Souveränität & hilft nachhaltig gegen technischen Lock-In & Erpressbarkeit.

@kattascha dürfte schwierig werden, weil ja leider alles cloudifiziert ist.

Teilweise können die admins nur Microsofts active directory und kein open LDAP oder sind mit Open Exchange überfordert.

Viel wichtiger ist aber dieser ganze "Schlonz" drumrum. Wer ist Ansprechpartner, wer haftet...

@kattascha Schöner Gedanke, schöne Idee, das Problem sind Geschäftsführende und Personal was aus der erfahrung meist sehr ablehnend ist. Und immer die gleichen schein Argumente dagegen sind:

- ist zu teuer (Berater Märchen)
- das ist von Nerds/Hackern (Vorurteile)
- ist das überhaupt sicher (Unwissenheit)
- sieht nicht aus wie xyz (Unwille zu Veränderung)
...

Und die Politik ist nicht ganz unschuldig an dieser Entwicklung.

Thomas Fricke (he/him) (@[email protected])

@[email protected] The Linux Foundation Announces the Launch of #NeoNephos to Advance Digital Autonomy in Europe https://neonephos.org/2025/03/31/the-linux-foundation-announces-the-launch-of-neonephos-to-advance-digital-autonomy-in-europe/ They are not talking about #digitalsouvereignty any more but about #DigitalAutonomy which is stronger. Signs of #foss communities splitting up. You can doubt if #SAP or #deutschetelekom are German companies, but there seems to be a lot of movement behind the scenes.

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@D_70WN @kattascha Ein Kumpel, mit dem ich Abi gemacht habe, danach eine Schreinerlehre gemacht hat, nun aber in der IT unterwegs ist, nennt die M$-Dienstleister auch "Schlangenölbranche". So drückt es eben ein Handwerker (und Jäger) aus, der mit IT zu tun hat.
@kattascha für die Schaffung Digitaler Souveränität ist Open Source Software erstmal garnicht notwendig. Der selbstbestimmte Umgang mit Daten kann auch mit Closed Source Software funktionieren, wenn es denn gewollt ist.
@u880d @kattascha "Im Prinzip" nicht falsch. Praktisch aber schon. Ein großer Teil der heute genutzten kommerziellen Software nutzt Cloud-Dienste und automatische Software-Updates (aus gutem Grund), zunehmend auch Abo-Modelle (aus gutem Grund für die Anbieter ;-). Damit geht digitale Souveränität praktisch nicht. Und dieses Ökosystem durch neue proprietäre Software zu ersetzen ist unplausibel, sowohl vom Umfang als auch von der Interessenlage her. Open Source dagegen ist schon eine Konkurrenz.
@kattascha
Mein Technolgie Vorstand meint dazu, dass sind Risiken die wir aktiv managen müssen.
Aber aktuell gibt es in aus deren Sicht in Europa keine so tollen technischen Anbieter wie die US Cloud Anbieter 😱
@LeelaTorres @kattascha risiken managen as in "risikoakzeptanz, die, wir gehen rein", fühl ich direkt
@kattascha Deswegen setzen wir uns für EU basierte Dienste ein:
https://social.ffmuc.net/@freifunkMUC/114087819103432120
Freifunk München (@[email protected])

You want EU based DNS run by non-profit? IPv4: 185.150.99.255 / 5.1.66.255 IPv6: 2001:678:e68:f000:: / 2001:678:ed0:f000:: DoH: https://doh.ffmuc.net/dns-query DoT: http://dot.ffmuc.net Live Stats here: https://stats.ffmuc.net/d/tlvoghcZk/doh-dot You want the same for video? http://meet.ffmuc.net

Freifunk München Social

@kattascha

Ich glaube dann werden wir einfach "told you so" sagen, ich meine die Forderungen und Warnungen sind ja nicht neu.

Ich habe das Gefühl es gibt Player, die wollen das so. Sonst wäre man doch z.B. mit Safe harbor anders umgegangen oder hätte Konsequenzen aus den Snowden-Paper gezogen oder einfach daraus, dass mail.com mal vier Tage keine Mails verschickt hat…

Nee da muss Absicht hinter stecken, irgendwer möchte diese Abhängigkeit.

@kattascha Deshalb betrachte ich die ganze Sofwarebranche mittlerweile nur noch als moderne Wegelagerei. Sie verstecken sich in den Büschen des 21. Jahrhunderts - oder wie man "Fortschritt" nennen soll - und überfallen alles und jeden, der es nicht geschafft hat sich ihnen zu entziehen.

Entweder man schafft sichere Wege durch systematische Unterholzrodungen, Wachtürmen und befestigten Lagern, oder man macht irgendwann den Bock zum Gärtner und erhebt die Räuber in den unteren Adel.
...

@kattascha
...
In der Geschichte gibt es beide Beispiele. Für die Zukunft haben wir die Wahl - JETZT!

@kattascha
Es ist auch nicht das erste Mal, dass sich eine Branche so dermaßen ihre Nützlichkeit ad absurdum führt und sich zum völligen Kropf entwickelt.

Der Derivatehandel nutzt auch nur noch Derivatehändlern. Die sitzen nur mittlerweile überall.

Die IT macht das gerade genau so. Fortschritt ist dort nur noch, wenn die Systeme, die gestern gebaut wurden auch morgen noch funktionieren. Dafür braucht man speziell geschulte Menschen - überall. Wie ein Kult. Mit Technik hat das nichts zu tun.

@kattascha zum Glück tun sich da viele Dinge. Zum Beispiel das hier vom französischen Staat: https://github.com/suitenumerique
La Suite numérique

La Suite numérique is a set of open-source applications for digital collaboration and teamwork. It offers modern solutions for the digital workplace. - La Suite numérique

GitHub
@kattascha @maxschrems
Ja - aber dann muss ich sagen: sind wir selbst dran blöd. 🤷
@kattascha @maxschrems Nun selbst schuld - gerade Email ist kein Hexenwerk und warum alle Welt unbedingt Google, MS usf. benutzt habe ich noch nie verstanden. Aber Typen wie Dieter Reiter als Oberbürgermeister von München wollten ja unbedingt Microsoft - warum auch immer - weil das wohl sowas wie eine Religion ist.

@ArnoldSchiller

E-Mail und Office sind halt für jeden sichtbare Dinge, daher eignen sie sich gut als Beispiel.

Diese Dinge sind aber im Vergleich zu vielen Dingen im Hintergrund sehr einfach zu migrieren.

Du möchtest nicht wissen, was alles an AWS, Azure, Google Cloud hängt, und das auf allen Ebenen von eher kleinen Unternehmen bis zu Konzernen dran hängt. Selbst, wenn einzelne Dinge leicht migriebar wären, in der Summe ist das Arbeit für viele Jahre…

@kattascha @maxschrems

@Saupreiss
Ich bin ein Dinosaurier die OS/390 bei der HVB lief noch auf bankeigener Hardware wobei die die 35.000 Clients auf Windows-NT liefen. Die Banken sind damals von OS-Halbe von IBM zu MS migriert.

@ArnoldSchiller

Nun, Cloudarrchitekturen sind ja nicht grundsätzlich verkehrt und sich in fremden Mainframes einzumieten war (ist?) auch kein ungängiges Modell. Und so sehr ich die Dinos aus Gründen an bestimmten Stellen schätze, muss man doch sagen, dass sie nicht die Lösung aller Probleme sind.
Ich halte auch wenig davon, Cloudarchitekturen zu verteufeln, aber trau, schau wem - und bleib portabel.

@Saupreiss Nichts gegen Cloud - das will ich gar nicht gesagt haben. Aber es in die Hand von wenigen Anbietern zu geben und selbst nix mehr zu betreiben, weil selber machen Geld kostet ist halt dämlich. Gerade beim Staat verstehe ich es gar nicht. Müsste man halt effektiv bündeln und Strukturieren - wenn ich München nehme Unistrukturen wie das Leibnizrechenzentrum mit der Stadtverwaltung koppeln - stattdessen Google oder Microsoft die Daten zu übereignen ist doch bescheuert.

@ArnoldSchiller

Cloudarchitektur verlangt ja auch nicht zwingend, dass diese Architektur und das Metall darunter gemietet werden muss. Allerdings ist es halt sehr teuer, derlei selbst zu betreiben. Gerade Länder und der Staat könnten hier in der Tat was reißen. Zu Dino-Zeiten waren kommunale Kooperationen, um den Mainframe überhaupt auslasten zu können, ja auch an der Tagesordnung.

@Saupreiss Gerade bei Städten wie München oder Ländern wie der bayerische Staat kapiere ich es halt wirklich nicht. Das ein 2000-Seelendorf sich das nicht hinstellen kann, sehe ich ja ein, aber da könnte man ja dann Synergien nutzen und München vermietet an die.
@ArnoldSchiller Wenn man es mit der Resilienz ernst meint, muss man at scale denken - es wird heftig genug, all das, was in bestimmten Clouds so vor sich hin schimmelt, zu migrieren. Entsprechend muss man überlegen, wie man schnell hochkommt. Da wäre die Gründung eines Dienstleisters (gerne eG, mit dem Modell hat man zu solchen Zwecken genau genommen viel Erfahrung in D), der Dienste für alle Kommunen und Länder anbietet, denke ich dringend geboten. 1/2
@ArnoldSchiller 2/2 Dennoch wollen wir hier dauerhaft natürlich auch keine Monokultur mit einem einzigen Monopolisten; in Folge darf „die Privarwirtschaft“ gerne Ähnliches anbieten, aber erstmal braucht es jemanden, der damit anfängt. D wird derlei wahrscheinlich nur wollen, wenn T-Systems es macht. Von der Denke müssen wir weg. T-Systems darf sich gerne am Aufbau und Betrieb beteiligen…
@Saupreiss Pff T-Systems entwickelt dann die Covidapp mit Googlestack und irgendwelche ehrenamtlich portieren das dann auf F-Droid - quasi als Beweis, dass es ohne Google geht. Dafür gehörten die sowieso geschlagen. Es ist kein technisches Problem sondern ein politisches.

@ArnoldSchiller

Die Covidapp kam von SAP und war bis sie kastriert wurde recht gut; insbesondere der Datenschutzansatz. Das lag nicht an SAP, sondern daran, dass die Spezifikation weder von denen noch T-Systems kam. 🤭

Sollen sie sich doch als Dienstleister beteiligen. Dürfen sie alles nehmen und 1:1 der Privatwirtschaft anbieten. Die muss nämlich ebenfalls…

@Saupreiss
Wenn Cloudarchitektur und Server in der Hand des gleichen Monopolisten liegen, wird es gefährlich.
@ArnoldSchiller
@jakob_thoboell @Saupreiss In München hatten wir dann noch die Absurdität, dass die Schulen Microsoft-Teams verwendeten während Covid - einige Datenschutzfreundliche Lehrer sind auf https://meet.ffmuc.net/ was von einem ehrenamtlichen Verein mit Spenden betrieben wird. Da wird es halt wirklich pervers - kann mir keiner erzählen, dass ein Staat für sowas kein Geld hat, wenn das ein ehrenamtlicher Verein hinkriegt.
Jitsi Meet

Join a WebRTC video conference powered by the Jitsi Videobridge

@ArnoldSchiller
eben. Unsere Unis haben beispielsweise größtenteils selbstgehostete Infrastruktur. das geht alles. Als Mittelständler muss man sich vielleixht mit ein paar Firmen zusammenschließen und nen kleinen Verbund aufbauen, wenn Ressourcen und knowhow fehlen. Aber es sollte lösbar sein.
@Saupreiss
@Saupreiss @ArnoldSchiller @kattascha @maxschrems Bei uns hängen da beispielsweise einige hundert bis tausend Build-VMs dran, die mit Openstack automatisch verwaltet werden. Die kann man genauso gut woanders hinlegen ...
@ArnoldSchiller @kattascha @maxschrems In Deutschland sehe ich ein großes Problem in der Fragmentierung in Bund, Länder und Kommunen. Dass der Bund den Ländern Dinge bereitstellt, damit Prozesse einheitlich, effizient und möglichst unabhängig von ausländischen Unternehmen umgesetzt werden können, ist Teils sogar gesetzwidrig.
@neuimneuland @kattascha @maxschrems Quatsch das ist kein Fragmentierungsproblem. Im Gegenteil Bund setzt auf Microsoft und weil die Schnittstelle das ist, macht Land auch Microsoft und weil Land das macht, macht Kommune das auch von wegen Interoperalität und so. Gerade die IT wird vom Bund her Microsoft verseucht.

@ArnoldSchiller @kattascha @maxschrems Warum alle Welt MS nutzt: Weils halt pragmatisch ist. Mit dem Funktionsumfang und der Integration von Office, Teams und Outlook können freie Alternativen aktuell leider einfach nicht mithalten. Wenn wir wollen, dass sich freie Software durchsetzt, dann muss diese halt konkurrenzfähig sein.

Gerade der öffentliche Sektor hat dafür genug Ressourcen und den Bedarf. Dass Ämter auf MS bestehen, ist peak Stockholm-Syndrom.

@schaf @kattascha @maxschrems Libreoffice Thunderbird Jitsi MariaDB sind nicht sogut miteinander integriert, das ließe sich sicherlich mit einem Entwicklungsaufwand beheben, das würde aber Geld und Zeit kosten. Open Source ist eh schon unterfinanziert. Die Lizenzkosten für Microsoft dürften aber weit mehr kosten, sind aber eine stetige Einnahmequelle für MS woraus sich solche Entwicklungen finanzieren lassen.

@ArnoldSchiller @kattascha @maxschrems Der Großteil der weltweiten Wirtschaft kauft MS-Produkte statt mit weniger Aufwand FOSS weiterzuentwickeln. Sind einfach alle Firmen (also wirklich alle, nicht nur viele) wirtschaftliche Vollidioten?

Die Story "FOSS entwickeln ist günstiger als MS zu kaufen" hör ich seit meiner Schulzeit, und damals hab ich's auch geglaubt. Allerdings verstehe ich nicht, warum es dann nicht hundert konkurrenzfähige, günstigere Alternativen gibt.

@schaf FOSS ist schon im Einsatz - jeder der eine Fritzbox nutzt oder teils im Fernseher oder im Auto oder im Rückgabeautomat für Pfandflaschen. Wenn es aber um Officeendanwender-Benutzeroberflächen geht dann ist MS halt von den Benutzern quasi verlangt, weil wenn das nicht aussieht wie immer und kein Worddokument ist, dann bekommen viele Benutzer die Krise. Der Hauptgrund warum mein Sohn eine Windowskiste hat,sind die Lehrer die mit odt usf. nicht umgehen konnten als er vor 7 Jahren Linux hatte

@ArnoldSchiller Hab das Bingo fast voll.

Nein, das hat nichts mit "sieht aus wie immer" zu tun. Erstens sehen MS Produkte literally jede Woche anders aus, und zweitens sieht LibreOffice halt einfach aus wie Word in meiner Schulzeit. Vielleicht meinst du mit "sieht aus wie immer" sowas wie UX/UXD, was von FOSS Entwickler*innen seit eigentlich immer belächelt wird, gemeinsam mit den Nutzer*innen, die darauf angewiesen sind.

Sorry, aber die Gründe sind vielschichtiger als "die sind alle dumm".

@schaf Das Lehrer grundsätzlich dumm sind, möchte ich bezweifeln, die haben alle ihr Studium abgeschlossen bevor sie am Gymnasium unterrichten. Ändert aber nichts daran, dass mir der Supportaufwand zu hoch war, die Schule und die Lehrer benutzen halt Windows und das hat immer wieder zu einem Supportaufwand geführt., weil mein Kind Linux benutzte. Irgendwann habe ich die Schnauze voll gehabt und mich geschlagen gegeben.

@ArnoldSchiller Dass Schulen de facto MS Office vorschreiben, ist eine Katastrophe, in jeder Hinsicht. Dem pflichte ich gern bei. Ich werfe mich aber gern bereitwillig in die Schusslinie, wenn mit der Sturheit/Inkompetenz/Gewohnheit/You-name-it der Nutzenden argumentiert wird (ja, "dumm" war überspitzt).

MS hat halt leider doch viel richtig gemacht, und damit meine ich nicht den Vendor Lock-In. Was wir brauchen ist eine ernsthafte Konkurrenz und keine Belehrung/Erwartungshaltung ggü. Nutzenden.

@schaf Es gibt Entwickler für Apple, es gibt Entwickler Android und Entwickler für Microsoft - allen drei gemeinsam ist, dass sie eine IDE zum Zusammenklicken von Programmen bieten, die sich nahtlos in die Oberfläche einfügen.
Dann gibt es noch Programmierer, die im Zweifel mit vi ihren Programm selbst schreiben können. Die sind zumeist ignorant, was Benutzeroberflächen anbelangt. Das ist ein Problem.
@ArnoldSchiller Das ist ein interessanter Blickwinkel, aus dem ich das noch nicht betrachtet habe. Es braucht also wohl mehr als eine Institution, die Geld (und Devs) drauf wirft.
@schaf Du kannst dir ja mal die Webseiten von fähigen Köpfen wie Jutta Degener oder Carsten Bormann anschauen z.B. https://user.informatik.uni-bremen.de/cabo/pub.html - das Desinteresse springt einem in das Gesicht, das ändert nichts dran, das quasi fast auf jedem Computer und jedem Telefon deren Software von 1992 in fast unveränderter Form läuft. Die libgsm ist quasi fast überall mitdrin von ffmpeg bis diverseste Windowssoftware.
Carsten Bormann Publications

@kattascha @maxschrems

Gedanken zur Lösung drängen sich machtvoll auf:

Möglichst rasch weg von US Clouds!
Möglichst rasch weg von Windows!

Und möglichst rasch:

Selber denken!
Programme lokal auf eigenen Servern halten!
Daten lokal (im eigenen Speichern) hosten
und
Backups selber machen!

und/oder:
EU-Lösungen nutzen bzw. verbessern oder gar neu entwickeln!

… sonst wird es später heißen:

Du bist am Ende, weil Du von US-Firmen abhängig bist?

SEHR SCHADE,
aber du hast SELBER SCHULD daran.

@kattascha ich habe das gerade gestern in der sysadmin-Gruppe angesprochen und gefragt, ob wir nicht zumindest einen Exitplan skizzieren wollen, damit wir vorbereitet sind. Antwort vom Teamleiter: solange das nicht von der GL kommt machen wir nichts.

Nun ja, ich hab es dokumentiert und die GL in Kenntnis gesetzt, mehr kann ich auch nicht tun. Wäre nicht das erste Mal, dass der langhaarige Linuxnerd am Ende doch Recht hatte 🤷‍♂️

@maxschrems

@kattascha @maxschrems Dann dürfte auch die private Kommunikation ziemlich flach liegen, wenn ich - unabhängig von Messengern etc. - nur an die iOS- und Android-Smartphones denke.

@kattascha @maxschrems

Das besorgt mich, als jemand, der bei der Polizei arbeitet auch, jedoch würden z. B. viele Behörden auch mit MS Programmen nicht sofort komplett ausfallen, weil sie aus Datenschutzgründen mit lokal eingespeicherten/integrierten Programmen laufen, nicht über Abodienste in einer US Cloud.
Die Rechner funktionieren im Prinzip auch offline und die Server mit der Software, zumindest bei Polizei RLP, sind unsere eigenen.

Aber auf Dauer wäre es heiß. Schon wg. Kommunikation.

@kattascha @maxschrems Ja bitte Ausschalten! Denn dann zeigt sich, wer ordentlich seine IT betreibt mit eigenem Mailserver, Cloud und Infrastruktur. Einzig DNS und Lets Encrypt könnten bei mir zum Problem werden. Wir brauchen dringend eine EU Alternative zu Lets Encrypt.
@kattascha @maxschrems Der Grad der Abhängigkeit von #alphabet, #microsoft, #meta und #apple (und die machen eben auch einen guten Job!) wird hierzulande nicht gebremst, sondern ständig ausgebaut. Das von der Ampel initiierte #Zentrum_für_Digitale_Souveränität ist eine gute Idee, wird aber offenbar nicht ernst genommen? Höchste Eisenbahn würde ich sagen.
@kattascha
Bitte möglichst immer dazuschreiben, wenn du einen Artikel mit Paywall empfiehlst. Nicht jeder Deiner Follower hat bei jeder Zeitung irgendein Abo.
@kattascha @maxschrems
Genau. Und hängen nicht auch Strom, Windräder und Wasser oder sogar Atomkraftwerke in F an diesen Diensten? Dann hätten wir nicht nur eine wirtschaftliche Katastrophe.
@kattascha
Ich denke, auch wenn ich nicht weiß, ob es da bereits AGB Klauseln gibt, oder sie noch schnell vorher implementiert werden. Aber durch die ganzen Abomodelle, die MS gerade im Privatkundenbereich geschaffen hat, sehe ich die Gefahr relativ gering, da ich da der kapitalistischen Systemgier vertraue und die Unternehmen wohl kaum die Gewinne aus dem europ. Markt zu Gunsten der Kosten für die zivilrechtlichen Schadensersatz- und Vertragsverletzungsverfahren zu opfern.
@maxschrems
@kattascha @maxschrems Es gibt Leute (ich zum Beispiel), die davor seit jeher gewarnt haben. Aber die Lindnerdevise ("Digitalisierung first, Bedenken second") leitet unser Handeln.

@kattascha @maxschrems

Sollte man mal drüber nachdenken. Es gibt genügend europäische Alternativen. X sollte eh in Europa verboten werden.

Endgültiges Aus für LiMux: Münchener Stadtrat setzt den Pinguin vor die Tür

Microsoft kann nach 14 Jahren Auszeit in München wieder voll "fensterln". Mit der Mehrheit der großen Koalition hat der Stadtrat endgültig beschlossen, bis 2020 wieder auf Windows umzustellen und den Ausflug in die Linux-Welt zu beenden.

heise online
@kattascha @maxschrems irgewann hab ich mal nen Artikel gelesen wo eine Stadt oder Gemeindeverwaltung auf opensource umsteigen wollte und ein Microsoft Vertreter aufgetaucht ist und Geld geboten hat .

@Orbit Das waren Steve Ballmer und anschließend noch Bill Gates, die bei Christian Ude aufgetaucht waren – siehe z.B. https://www.deutschlandfunkkultur.de/christian-ude-ueber-it-sicherheit-und-den-einfluss-von-100.html

Und ja, einige von uns haben davor seit Jahren gewarnt, wurden aber immer nur belächelt…

Christian Ude über IT-Sicherheit und den Einfluss von Microsoft - "Das war ein sehr bedeutsamer Fall"

Experten warnen bereits seit längerem vor dem Betriebssystem von Microsoft. Es erhöhe das Angriffsrisiko. Dabei gibt es Alternativen, wie München zeigt. Dort hatte der ehemalige Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) auf Open-Source-Software gesetzt und damit sogar Microsoft-Chef Bill Gates alarmiert.

Deutschlandfunk Kultur
@kattascha @maxschrems hat die geschäftsführende Bundesregierung schon den digitalen Sicherheitsrat einberufen, um Maßnahmen zum Schutz der digitalen Souveränität zu beschließen❓🤔