@kattascha dürfte schwierig werden, weil ja leider alles cloudifiziert ist.
Teilweise können die admins nur Microsofts active directory und kein open LDAP oder sind mit Open Exchange überfordert.
Viel wichtiger ist aber dieser ganze "Schlonz" drumrum. Wer ist Ansprechpartner, wer haftet...
@kattascha Schöner Gedanke, schöne Idee, das Problem sind Geschäftsführende und Personal was aus der erfahrung meist sehr ablehnend ist. Und immer die gleichen schein Argumente dagegen sind:
- ist zu teuer (Berater Märchen)
- das ist von Nerds/Hackern (Vorurteile)
- ist das überhaupt sicher (Unwissenheit)
- sieht nicht aus wie xyz (Unwille zu Veränderung)
...
Und die Politik ist nicht ganz unschuldig an dieser Entwicklung.
Da passiert gerade was bei #biglinux
@[email protected] The Linux Foundation Announces the Launch of #NeoNephos to Advance Digital Autonomy in Europe https://neonephos.org/2025/03/31/the-linux-foundation-announces-the-launch-of-neonephos-to-advance-digital-autonomy-in-europe/ They are not talking about #digitalsouvereignty any more but about #DigitalAutonomy which is stronger. Signs of #foss communities splitting up. You can doubt if #SAP or #deutschetelekom are German companies, but there seems to be a lot of movement behind the scenes.
You want EU based DNS run by non-profit? IPv4: 185.150.99.255 / 5.1.66.255 IPv6: 2001:678:e68:f000:: / 2001:678:ed0:f000:: DoH: https://doh.ffmuc.net/dns-query DoT: http://dot.ffmuc.net Live Stats here: https://stats.ffmuc.net/d/tlvoghcZk/doh-dot You want the same for video? http://meet.ffmuc.net
Ich glaube dann werden wir einfach "told you so" sagen, ich meine die Forderungen und Warnungen sind ja nicht neu.
Ich habe das Gefühl es gibt Player, die wollen das so. Sonst wäre man doch z.B. mit Safe harbor anders umgegangen oder hätte Konsequenzen aus den Snowden-Paper gezogen oder einfach daraus, dass mail.com mal vier Tage keine Mails verschickt hat…
Nee da muss Absicht hinter stecken, irgendwer möchte diese Abhängigkeit.
@kattascha Deshalb betrachte ich die ganze Sofwarebranche mittlerweile nur noch als moderne Wegelagerei. Sie verstecken sich in den Büschen des 21. Jahrhunderts - oder wie man "Fortschritt" nennen soll - und überfallen alles und jeden, der es nicht geschafft hat sich ihnen zu entziehen.
Entweder man schafft sichere Wege durch systematische Unterholzrodungen, Wachtürmen und befestigten Lagern, oder man macht irgendwann den Bock zum Gärtner und erhebt die Räuber in den unteren Adel.
...
@kattascha
Es ist auch nicht das erste Mal, dass sich eine Branche so dermaßen ihre Nützlichkeit ad absurdum führt und sich zum völligen Kropf entwickelt.
Der Derivatehandel nutzt auch nur noch Derivatehändlern. Die sitzen nur mittlerweile überall.
Die IT macht das gerade genau so. Fortschritt ist dort nur noch, wenn die Systeme, die gestern gebaut wurden auch morgen noch funktionieren. Dafür braucht man speziell geschulte Menschen - überall. Wie ein Kult. Mit Technik hat das nichts zu tun.
E-Mail und Office sind halt für jeden sichtbare Dinge, daher eignen sie sich gut als Beispiel.
Diese Dinge sind aber im Vergleich zu vielen Dingen im Hintergrund sehr einfach zu migrieren.
Du möchtest nicht wissen, was alles an AWS, Azure, Google Cloud hängt, und das auf allen Ebenen von eher kleinen Unternehmen bis zu Konzernen dran hängt. Selbst, wenn einzelne Dinge leicht migriebar wären, in der Summe ist das Arbeit für viele Jahre…
Nun, Cloudarrchitekturen sind ja nicht grundsätzlich verkehrt und sich in fremden Mainframes einzumieten war (ist?) auch kein ungängiges Modell. Und so sehr ich die Dinos aus Gründen an bestimmten Stellen schätze, muss man doch sagen, dass sie nicht die Lösung aller Probleme sind.
Ich halte auch wenig davon, Cloudarchitekturen zu verteufeln, aber trau, schau wem - und bleib portabel.
Cloudarchitektur verlangt ja auch nicht zwingend, dass diese Architektur und das Metall darunter gemietet werden muss. Allerdings ist es halt sehr teuer, derlei selbst zu betreiben. Gerade Länder und der Staat könnten hier in der Tat was reißen. Zu Dino-Zeiten waren kommunale Kooperationen, um den Mainframe überhaupt auslasten zu können, ja auch an der Tagesordnung.
Die Covidapp kam von SAP und war bis sie kastriert wurde recht gut; insbesondere der Datenschutzansatz. Das lag nicht an SAP, sondern daran, dass die Spezifikation weder von denen noch T-Systems kam. 🤭
Sollen sie sich doch als Dienstleister beteiligen. Dürfen sie alles nehmen und 1:1 der Privatwirtschaft anbieten. Die muss nämlich ebenfalls…
@ArnoldSchiller @kattascha @maxschrems Warum alle Welt MS nutzt: Weils halt pragmatisch ist. Mit dem Funktionsumfang und der Integration von Office, Teams und Outlook können freie Alternativen aktuell leider einfach nicht mithalten. Wenn wir wollen, dass sich freie Software durchsetzt, dann muss diese halt konkurrenzfähig sein.
Gerade der öffentliche Sektor hat dafür genug Ressourcen und den Bedarf. Dass Ämter auf MS bestehen, ist peak Stockholm-Syndrom.
@ArnoldSchiller @kattascha @maxschrems Der Großteil der weltweiten Wirtschaft kauft MS-Produkte statt mit weniger Aufwand FOSS weiterzuentwickeln. Sind einfach alle Firmen (also wirklich alle, nicht nur viele) wirtschaftliche Vollidioten?
Die Story "FOSS entwickeln ist günstiger als MS zu kaufen" hör ich seit meiner Schulzeit, und damals hab ich's auch geglaubt. Allerdings verstehe ich nicht, warum es dann nicht hundert konkurrenzfähige, günstigere Alternativen gibt.
@ArnoldSchiller Hab das Bingo fast voll.
Nein, das hat nichts mit "sieht aus wie immer" zu tun. Erstens sehen MS Produkte literally jede Woche anders aus, und zweitens sieht LibreOffice halt einfach aus wie Word in meiner Schulzeit. Vielleicht meinst du mit "sieht aus wie immer" sowas wie UX/UXD, was von FOSS Entwickler*innen seit eigentlich immer belächelt wird, gemeinsam mit den Nutzer*innen, die darauf angewiesen sind.
Sorry, aber die Gründe sind vielschichtiger als "die sind alle dumm".
@ArnoldSchiller Dass Schulen de facto MS Office vorschreiben, ist eine Katastrophe, in jeder Hinsicht. Dem pflichte ich gern bei. Ich werfe mich aber gern bereitwillig in die Schusslinie, wenn mit der Sturheit/Inkompetenz/Gewohnheit/You-name-it der Nutzenden argumentiert wird (ja, "dumm" war überspitzt).
MS hat halt leider doch viel richtig gemacht, und damit meine ich nicht den Vendor Lock-In. Was wir brauchen ist eine ernsthafte Konkurrenz und keine Belehrung/Erwartungshaltung ggü. Nutzenden.
Gedanken zur Lösung drängen sich machtvoll auf:
Möglichst rasch weg von US Clouds!
Möglichst rasch weg von Windows!
Und möglichst rasch:
Selber denken!
Programme lokal auf eigenen Servern halten!
Daten lokal (im eigenen Speichern) hosten
und
Backups selber machen!
und/oder:
EU-Lösungen nutzen bzw. verbessern oder gar neu entwickeln!
… sonst wird es später heißen:
Du bist am Ende, weil Du von US-Firmen abhängig bist?
SEHR SCHADE,
aber du hast SELBER SCHULD daran.
@kattascha ich habe das gerade gestern in der sysadmin-Gruppe angesprochen und gefragt, ob wir nicht zumindest einen Exitplan skizzieren wollen, damit wir vorbereitet sind. Antwort vom Teamleiter: solange das nicht von der GL kommt machen wir nichts.
Nun ja, ich hab es dokumentiert und die GL in Kenntnis gesetzt, mehr kann ich auch nicht tun. Wäre nicht das erste Mal, dass der langhaarige Linuxnerd am Ende doch Recht hatte 🤷♂️
Das besorgt mich, als jemand, der bei der Polizei arbeitet auch, jedoch würden z. B. viele Behörden auch mit MS Programmen nicht sofort komplett ausfallen, weil sie aus Datenschutzgründen mit lokal eingespeicherten/integrierten Programmen laufen, nicht über Abodienste in einer US Cloud.
Die Rechner funktionieren im Prinzip auch offline und die Server mit der Software, zumindest bei Polizei RLP, sind unsere eigenen.
Aber auf Dauer wäre es heiß. Schon wg. Kommunikation.
Sollte man mal drüber nachdenken. Es gibt genügend europäische Alternativen. X sollte eh in Europa verboten werden.
Microsoft kann nach 14 Jahren Auszeit in München wieder voll "fensterln". Mit der Mehrheit der großen Koalition hat der Stadtrat endgültig beschlossen, bis 2020 wieder auf Windows umzustellen und den Ausflug in die Linux-Welt zu beenden.
@Orbit Das waren Steve Ballmer und anschließend noch Bill Gates, die bei Christian Ude aufgetaucht waren – siehe z.B. https://www.deutschlandfunkkultur.de/christian-ude-ueber-it-sicherheit-und-den-einfluss-von-100.html
Und ja, einige von uns haben davor seit Jahren gewarnt, wurden aber immer nur belächelt…
Experten warnen bereits seit längerem vor dem Betriebssystem von Microsoft. Es erhöhe das Angriffsrisiko. Dabei gibt es Alternativen, wie München zeigt. Dort hatte der ehemalige Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) auf Open-Source-Software gesetzt und damit sogar Microsoft-Chef Bill Gates alarmiert.