Heute sind bzw. waren #Gemeindewahlen in #Vorarlberg. Hier ein Beispiel, wie so ein Wahlergebnis ausschaut (#Andelsbuch 2020). Man hat 5 #Vorzugsstimmen, von denen je 2 kumuliert werden können (ankreuzbar). #Panaschieren ist nicht erlaubt. Jede Vorzugsstimme ist 32 Vorzugspunkte wert. Daneben kriegen die Bewerber der gewählten Liste Listenpunkte (#Bordapunkte). Hier sind 21 Sitze zu besetzen und die maximale Listenlänge des Doppelten davon ist ausgeschöpft. #WahlThread [1/6]
Listenplatz 1 kriegt 42 Listenpunkte und der Letzte noch 1 (relevant ist dabei nur die Differenz). #Wahlpunkte, nach denen die Sitze der Liste vergeben werden, sind die Summe aus Listen- und Vorzugspunkten. Wie häufig gibts hier nur 1 Liste, womit nur die #Personenwahl interessant ist. Die Leute wählen hier relativ vernünftig. Gültige #Stimmzettel sind 1'106. Platz 1 (Bürgermeister) kriegt nur ziemlich wenig #Vorzugsstimmen, womit relativ viel für die entscheidenderen Plätze übrig bleibt. [2/6]
Im Schnitt hat jeder #Wähler 4.05 #Vorzugsstimmen abgegeben, also 81 ⁠% vom Maximum (es kann sinnvoll sein, sie nicht auszuschöpfen, wenn man seinem Favoriten nicht noch Konkurrenz machen will). Insgesamt haben die Vorzugsstimmen hier aber nichts an den Sitzen geändert. Für eine #Einheitsliste ist das eine relativ große Gemeinde, und da sind die Listenpunkte einfach zu übermächtig. [3/6]
In kleineren Gemeinden mit weniger Sitzen (Minimum ist 9) sind es viel weniger, während die Vorzugspunkte überall gleich viele sind. Generell ist das vernünftig, weil mit zunehmender Gemeindegröße die Bedeutung der einzelnen Personen gegenüber der Liste sinkt. Wo es nur 1 Liste gibt, sollten aber die Vorzugsstimmen besser mehr wert sein. [4/6]
In etlichen Gemeinden gibts garkeine Liste; da können dann beliebige Wählbare gewählt werden (nicht kumulierbar), wie es vorallem auch in Rheinland-Pfalz üblich ist, und es entscheidet dann nur die Anzahl der Nennungen. Anders als in Deutschland (wo es diese Mehrheitswahlen gibt) sind diese freien Einträge aber nur da möglich, wo es garkeine Liste gibt, und nicht auch als potenzielle Konkurrenz zu einer Einheitsliste. [5/6]
#Bürgermeister werden separat gewählt, aber auf die Sitze der zugehörigen Liste angerechnet (das ist im Gegensatz zu #Deutschland in #Österreich allgemein üblich). Da gibts dann auch sowas wie die #Zweitstimmendeckung beim #Bundestag. Wenn die Liste des Bürgermeisters keinen Sitz erreicht, wird der »direkt« gewählte Bürgermeister nicht zugeteilt. Dann wählt die #Gemeindevertretung aus ihrer Mitte. https://vorarlberg.at/-/gemeindewahlen-2025 [6/6]
Gemeindewahlen 2025 - Land Vorarlberg

Land Vorarlberg
Heute sind bzw. waren #Gemeinderatswahlen in der #Steiermark. Im Gegensatz zu #Vorarlberg treten hier fast ausschließlich Parteien an, und zwar meistens mehrere. Es gibt nur 2 Gemeinden mit #Einheitsliste (#Aich ÖVP, #Wildalpen SPÖ). Es gibt zwar potenziell auch da mehr Bewerber als Sitze, aber Vorreihung per #Vorzugsstimmen ist fast unmöglich. Dafür wär ein Drittel der Parteistimmen notwendig oder (bei großen Parteien) 3 volle Sitze nach D'Hondt-Wahlzahl. [1/2]
Zudem nur handschriftliche Eintragung. Das kann man sich also praktisch ganz sparen. Wenn es wo garkeine Liste gäbe, würde die Wahl abgesagt und innerhalb von einem halben Jahr neu gewählt. Bis dahin würde ein Regierungskommissär zur Verwaltung eingesetzt und von einem Beirat beraten, der grob dem alten Gemeindevorstand entspricht. #Bürgermeister werden nicht direkt gewählt. https://www.verwaltung.steiermark.at/cms/ziel/74837604/DE/ [2/2]
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