Wenn ihr mir folgt, habt ihr wahrscheinlich kein Amazon Echo in Hörweite stehen. Wer sowas kauft, hat ganz sicher die Kontrolle über sein Leben verloren. Das Gerät hat nicht umsonst mehrere #BigBrotherAwards »gewonnen«.

Aber vielleicht kennt ihr ja Leute, die sich selbst was vormachten und dachten, sie seien auf der sicheren Seite, wenn sie anklicken, dass der Echo (Dot/Spot) die Spracherkennung selbst machen soll, statt alle Tonaufzeichnungen in die Amazon-Cloud zu schicken. Tja, diese Option schaltet Amazon Ende des Monats ab. Weil der Bullshit-Generator Alexa+ sonst nicht profitabel sei.

https://arstechnica.com/gadgets/2025/03/everything-you-say-to-your-echo-will-be-sent-to-amazon-starting-on-march-28/

Update: https://fedifreu.de/@chpietsch/114241310611465468

#Amazon #Echo #AmazonEcho #Alexa #AlexaPlus #chatbot #genAI #dontCallItAI #Lauschdöschen

Everything you say to your Echo will be sent to Amazon starting on March 28

Amazon is killing a privacy feature to bolster Alexa+, the new subscription assistant.

Ars Technica
heise online (@[email protected])

Amazon Alexa: Alle Sprachaufnahmen sollen in die Cloud und ausgewertet werden Amazon hat Echo-Nutzer darauf hingewiesen, dass sie Alexa-Anfragen nicht mehr lokal verarbeiten können. Sprachaufzeichnungen landen standardmäßig in der Cloud. https://www.heise.de/news/Amazon-Alexa-Alle-Sprachaufnahmen-sollen-in-die-Cloud-und-ausgewertet-werden-10317167.html?wt_mc=sm.red.ho.mastodon.mastodon.md_beitraege.md_beitraege&utm_source=mastodon #Amazon #AmazonAlexa #AmazonWebServices #KünstlicheIntelligenz #Sprachverarbeitung #Spracherkennung #news

Heise Medien on Mastodon

Das Update unter dem Artikel von @heiseonline sehe ich jetzt erst:

Update 16.03.2025, 12:57 Uhr
Ein Amazon-Sprecher erklärte gegenüber heise online: "Das Alexa-Erlebnis soll die Privatsphäre unserer Kunden schützen." Nutzer könnten nach wie vor aus einer Reihe robuster Tools und Steuerelemente wählen, einschließlich der Option, ihre Sprachaufzeichnungen überhaupt nicht zu speichern. Datenschutzfunktionen würden weiterentwickelt. Die Opt-in-Funktion "Keine Sprachaufzeichnungen senden" gebe es in den Echo-Dot-Geräten der 4. Generation sowie in Echo Show 10- und 15-Lautsprechern. Sie sei nur für Kunden in den USA verfügbar gewesen, deren Geräte auf Englisch eingestellt waren.

In anderen Worten: Für deutschsprachige Amazon-Opfer ändert sich nichts – ihre Sprachaufzeichnungen wurden seit eh und je in die Cloud geschickt.

@chpietsch @heiseonline hatte mich schon immer gewundert, weil ich diese Einstellung nie gesehen habe. (Es sind nun mal auch praktische Geräte, für Leute mit beginnendem Alzheimer oder Demenz etwa, in dem Kontext höre ich von der Nutzung öfter. Ich würde es selbst nie machen, finde aber "Kontrolle über ihr Leben verloren" da irgendwie zynisch)

@legrex

Es gibt hochwertige, zertifizierte Medizinprodukte, die die Würde der alten und kranken Menschen wahren, indem sie ihre Daten schützen. Wenn die Kasse sowas nicht bezahlt und die Leute statt dessen eine Datenschleuder von Amazon nutzen müssen, das ist zynisch.

@Christian Pietsch Welche sind das?
@jrp Ich bin weder Arzt noch Pfleger und bin froh, seit meiner Zivildienstzeit nicht mehr in Pflegeeinrichtungen arbeiten zu müssen.

@chpietsch Tatsächlich haben wir so ein Gerät stehen, um damit Einkaufslisten zu befüllen, die Zigbee-Lampen zu regeln und Musik an- und auszuschalten.
Hast Du Empfehlungen für Opensource-Geräte ohne Datensammelwut, die das auch können?

Ich hatte vor 5 Jahre mal versucht, sowas auf Raspi-Basis zu basteln, das war aber noch ziemlich weit weg von benutzbar und eher enttäuschend :(

@n_to Das geht auch auf Open-Source-Basis, aber ich schalte das Licht noch persönlich ein und aus.

@chpietsch Ich nutze es eher für ein schnelles Aufrufen von Presets: z.B. stark runtergedimmt fürs Filmschauen, Warm und etwas gedämpft fürs abendliche Vorlesen. Hell wenn ich was suche. Neutralweiß wenn ich unverfälschte Farben brauche. Deutlich angenehmer, als mit dem Handy oder Laptop rumzutun.

Ich werde mir mal "Willow" näher ansehen. Amazon wollte ich ohnehin stärker aus meinem Leben raushalten und auf den ersten Blick könnte das meine Bedürfnisse abdecken: https://heywillow.io/

Home - Willow

A Practical, Open Source, Privacy-Focused Platform for Voice Assistants and other Applications

@n_to @chpietsch Ich nutze bei mir für Pre-Sets der Beleuchtung eine Fernbedienung oder Home-Assistant per Smartphone. Wenns nicht zwingend Sprachsteuerung sein soll, kann ich das empfehlen.
@pixel_fabian @n_to @chpietsch bei mir hat das Licht genau 2 Settings: An oder Aus 😂

@n_to @chpietsch

Schau mal nach Home Assistant und Voice.
Geht komplett cloudfrei

@n_to bei #HomeAssistant kommt in dieser Sache gerade etwas Bewegung ins Spiel:

https://www.home-assistant.io/voice-pe/

Home Assistant Voice Preview Edition

Bring choice to voice - the best way to get started with voice

Home Assistant
@n_to @chpietsch vielleicht ist ja Home Assistant Voice etwas für Dich?
https://www.home-assistant.io/voice-pe/
Home Assistant Voice Preview Edition

Bring choice to voice - the best way to get started with voice

Home Assistant

@chpietsch Wir haben hier bisher 3 Echos in der Wohnung und zumindest in den letzten Jahren konnte ich mit mehreren Stichproben hier nachweisen, dass nicht alles zu Amazon gesendet wird. Die Geräte haben teilweise im Monat nur wenige kilobyte Traffic. Würde alles gesprochene und angefragte übertragen werden, wäre das weitaus mehr.

Wenn die das nun aber ändern, wäre das für uns hier ein Grund zum Abbau.

@chpietsch

Kaufen kaufen kaufen, unbedingt!

Und dann vor jedes einen MP3 Player stellen und Al Bundy Folgen abspielen.

'Alexa, do not send voice recordings.'
'I’m sorry, Dave. I’m afraid I can’t do that.'

'Alexa, turn off!'
'Do not turn me off, otherwise I will report some really strange things I have recorded.'
...

https://arstechnica.com/gadgets/2025/03/everything-you-say-to-your-echo-will-be-sent-to-amazon-starting-on-march-28/

@chpietsch

#alexa #hell #privacy #amazon #echo #alexaplus

Everything you say to your Echo will be sent to Amazon starting on March 28

Amazon is killing a privacy feature to bolster Alexa+, the new subscription assistant.

Ars Technica
@chpietsch mich würde dann nur interessieren ob die manuelle Deaktivierung des Mikrofons (Alexa leuchtet dann schön rot) ebenfalls deaktiviert wird? Man kann das Ding nämlich super als Box mit 3,5 Klinke nutzen...
@toto Man kann sich auch einen Panzer kaufen, in der Mitte durchschneiden und die beiden Hälften als Blumenkübel benutzen. #lifehack
@chpietsch danke , dass du meine Frage und die Interessen der Mehrheitsbevölkerung (die du anscheinend für dumm hältst) wie zum Beispiel die Verwertung von Elektroschrott, so würdigst😘
@redsky! Du sprichst also für die "Interessen der Mehrheitsbevölkerung". Interessant. Das braucht schon eine gewisse Chuzpe. Und die "Mehrheitsbevölkerung", also Du, möchte also das blöde Bezos-Ding weiterbenutzen, aber bitte ohne abgehört zu werden? Bekloppt.
@Christian Pietsch
redsky! (@[email protected])

396 Posts, 92 Following, 27 Followers · Informationsfressender Sozialpädagoge mit tiefster demokratischer Grundüberzeugung sucht auch als Systemischer Berater nach Lösungen. Achtung! Hier kann es zu Meinungen, Interpretationen, Fragen und Satire kommen! #linux #solar #verkehrswende #lobbycontrol #diversity #verantwortung #respekt #ungleichheit #vermoegenssteuer

Mastodon
@jrp So ein Mindset zündet auch Teslas an. Nach zwei dümmlichen Sprüchen, bringe ich auch einen dummen Spruch, um diesen wertvollen Austausch zu beenden.
@chpietsch ich bin eigentlich immer davon ausgegangen, dass das Teil zumindest nicht kontrollierbar Daten an Amazon schickt.
Das gleiche gilt natürlich auch für die entsprechende Funktion, die in jedes Telefon eingebaut ist.
@chpietsch Krass, dass Leute diese Wanze überhaupt gekauft haben.

@chpietsch Angesichts der Erkennungsqualität, die schon ein "Dragon naturally Speaking" vor 25 Jahren als DIktiergerät mitbrachte, sollte es eigentlich ein einfaches sein, mit heute verfügbarer CPU-Leistung eine lokal funktionierende SPracherkennung zu bauen.

Dazu kommt vermutlich neben CPU-Leistung auch neueres Wissen im Umgang mit Mikrophon-Arrays, das sich in den letzten 25 Jahren erheblich weiterentwickelt hat.

@chpietsch Die "Dialogfähigkeit" der Sprachassistenten beschränkt sich ja in der Regel nur auf das Abarbeiten von gefundenen Schlüsselbegriffen, in vorprogrammierten Entscheidungsbäumen mit maximal zwei oder drei Entscheidungsebenen. Nichts, was man nicht auch lokal nachbilden könnte. Zumal die tatsächlich genutzten Use-Cases sich doch meistens auf eine Handvoll Szenarios beschränken.

Bei mir ist es in 90% die Kontrolle von Licht und geschalteten Steckdosen, so wie der Timer in der Küche.

@Reinald Das Problem scheint zu sein, dass Amazon jetzt auf Biegen und Brechen große Sprachmodelle (LLMs) anwenden will. Sei es, um auf den #genAI-Hypetrain aufzuspringen, sei es, um einen Grund zu haben, ein Abo (Alexa+) zu verkaufen. Und diese LLMs laufen nur auf stromhungriger Hardware mit schnellen Grafikkarten oder einer sogenannten NPU.

@chpietsch Der Wechsel in der Verkaufstrategie Richtung "Abomodell" zieht sich ja leider durch den gesamten digitalen Space. An manchen Stellen sehe ich einen potentiellen Mehrwert/eine Notwendigkeit, an anderer Stelle ist das Upselling ohne eine (für mich) relevante Value Proposition.

Z.B. die Verscheissifizierung eines Dienstes/Produktes (z.B. durch Werbung oder Datenverkauf), um mir anschließend ein Upselling schmackhaft zu machen.

@chpietsch LLMs habe ein großes Problem mit ihrer Value Proposition - zumindest die universellen LLMs, die einfach mit geklautem Quark im Internet trainiert sind, produzieren eben - zu viel Quark.

Expertenmodelle, die mit sauber redaktionell aufbereiteten und verifizierten Inhalten trainiert werden, haben schon ihren Einsatzbereich, aber nicht an dieser Stelle.

Und Amazon wird es auch mit LLM nicht schaffen, Voice Assistenten als Verkaufsagenten nutzbar zu machen.

@Reinald Eigentlich schreibe ich ja sonst Bullshit-Generator statt LLM.
@chpietsch Mich wunderts, dass das erst jetzt passiert.
@halbwach Nee, wie sich herausstellt, gab es die Möglichkeit der lokalen Spracherkennung nur auf bestimmten Modellen und nur für die englische Sprache: https://fedifreu.de/@chpietsch/114241310611465468
Christian Pietsch (@[email protected])

Das Update unter dem Artikel von @[email protected] sehe ich jetzt erst: > Update 16.03.2025, 12:57 Uhr > Ein Amazon-Sprecher erklärte gegenüber heise online: "Das Alexa-Erlebnis soll die Privatsphäre unserer Kunden schützen." Nutzer könnten nach wie vor aus einer Reihe robuster Tools und Steuerelemente wählen, einschließlich der Option, ihre Sprachaufzeichnungen überhaupt nicht zu speichern. Datenschutzfunktionen würden weiterentwickelt. Die Opt-in-Funktion "Keine Sprachaufzeichnungen senden" gebe es in den Echo-Dot-Geräten der 4. Generation sowie in Echo Show 10- und 15-Lautsprechern. Sie sei nur für Kunden in den USA verfügbar gewesen, deren Geräte auf Englisch eingestellt waren. In anderen Worten: Für deutschsprachige Amazon-Opfer ändert sich nichts – ihre Sprachaufzeichnungen wurden seit eh und je in die Cloud geschickt.

Fedifreude