Warum sind Friedrich Merz, Markus Söder und Alice Weidel so penetrant für die #Atomkraft?
Antworten dazu im Video:
https://youtu.be/0vR88n6LT_Q
@muellerwhh @VQuaschning ich verstehe die Frage nicht. Installierte Leistung bedeutet installierte Leistung, die Leitung die in den Spezifikationen steht.
Natürlich ist der Vergleich nicht geeignet, um auf die Stromkosten zu schließen, denn die Effektive Leistung weicht aus nachvollziehbaren Gründen davon ab. Darauf wird aber im verlinkten Video eingegangen.
@joernsmock @VQuaschning Danke sehr.
Das Jahr hat 8766 Stunden. Aber im Schnitt hat eine Anlage mit 1kW peak nach einem Jahr ca. 1000kWh erzeugt und nicht 8000kWh. Das ist also grob eine Größenordnung schlechter als das, was aufgebaut wurde, besonders wenn die Energie noch zwischengespeichert werden muss.
Und wo die Unterschiede zwischen Nennleistung und effektiv über das Jahr leistbarer Arbeit so merklich sind, halte ich es für zielführender diese Größen zu vergleichen. (1/2)
@joernsmock @VQuaschning Auto ist übrigens auch ein schönes Beispiel, die wenigsten 100PS Autos leisten wirklich 100PS, wenn sie fahren, sondern einen Bruchteil: Man gibt nicht immer Vollgas im besten Drehzahlbereich.
Ein Mercedes S500, der 50km/h fährt, dessen Motor leistet nur unwesentlich mehr als der Motor eines xbeliebigen ebenso schweren Dieselautos das auch 50 fährt. Die Nennleistung ist da wumpe.
@joernsmock @VQuaschning
Trotzdem hat es keinen Sinn die Zahlen potentiell um einen Faktor 8 falsch anzugeben, weil es könnte ja sein dass in Hamburch mal die Sonne im Winter in der Nacht scheint.
Wenn es nur um größer oder kleiner geht, kann man sich die Zeichnung gleich ganz sparen.
@joernsmock @VQuaschning Ja, und darum bitte ich ja gerade, falls die Zahlen denn vorliegen.
So ist das wie die Kinder damals, die von der größten Zahl auf dem Tacho auf die Höchstgeschwindigkeit schlossen.
@VQuaschning
Nicht falsch verstehen, ich bin auch klar pro PV und contra Atomkraft und der Kostenunterschied ist sehr groß.
Bei den Kosten für die PV muss man aber, fairerweise noch einen Faktor X für die Tatsache, dass diese nicht 24/7 mit Nennleistung läuft berücksichtigen.
@Gurkenrick Das kannst du bei einem Faktor 14 bis 32 aber locker durch Speicher ausgleichen.
Mal ganz abgesehen von den Folgekosten,
* diese Technik abzusichern (safety + security),
* notwendige Industrie für den Betrieb (Herstellung, Aufarbeitung)
* Importkosten für Spaltmaterial (aus problematischen Ländern)
und vor allem
* "Entsorgung" (wie?)
@VQuaschning
Zum Video: I see what you did there 😆
Vom Stilmittel her ist es "Populisten mit ihren eigenen Waffen schlagen". Da ist nichts Verwerfliches dran, wenn man den Begriff des Populismus neutral benutzt und die Forderungen faktengestützt und logikbasiert sind. Vielleicht ist es in einem Bundeswahlkampf notwendig.
Aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste: Man muss sehr aufpassen, dass man selbst nicht in die Ecke eines negativen Populismus kommt oder andere einen dahinstellen.
@HoSnoopy @VQuaschning https://www.mvv.de/photovoltaik/ratgeber/salzwasserbatterie-eine-nachhaltige-alternative-zum-lithium-ionen-akku
Gerade bei Solar wäre der Speicherbedarf sehr groß, da im Sommer doch deutlich mehr produziert werden kann als im Winter (also ca. 1/2Jahr), wann zusätzlich mehr gebraucht wird.
Bei Windkraft hingegen müsste man Flautezeiten von max. 1Woche überbrücken.
@HoSnoopy @heinsc @VQuaschning In einem sinnvollen Verbundnetz Erneuerbarer (inkl Speicher) brauchst Du diese Art von "Grundlast" gar nicht: cleantech.ing/p/dergrundlasttr…
( @[email protected])
----- Beginn
Warum wir nicht einfach Grundlastkraftwerke bauen und den Rest mit Erneuerbaren versorgen
Alle Kraftwerke, die theoretisch rund um die Uhr Strom erzeugen können, sind grundlastfähig. Atomkraftwerke, Kohlekraftwerke, Gaskraftwerke sind die offensichtlichen Typen. Aber auch Geothermie und Biogasanlagen sind prinzipiell dazu in der Lage.
Alle diese Kraftwerke haben eine Gemeinsamkeit: Sie überhaupt in Betrieb nehmen zu können, braucht vergleichsweise viel Geld auf einen Schlag und sie anschließend am Laufen zu halten ist wegen der Brennstoffkosten im Vergleich zu Erneuerbaren mit ihren null Brennstoffkosten auch teuer. Sie haben hohe Investitionsausgaben (capital expenditure) und hohe Betriebsausgaben (operational expenditures).
Diese Kraftwerke lohnen sich eigentlich nur, wenn sie durchlaufen können, jahrein, jahraus, jahrzehntelange. Irgendwann haben sie alle ihre Kosten wieder reingeholt und liefern abzüglich der Betriebsausgaben einen satten Reingewinn. So jedenfalls sah die Welt ungefähr in den 1990er Jahren aus Sicht der Kraftwerksbetreiber aus.
Heute laufen nur noch die wenigsten Kraftwerke in Deutschland durch, weil Wind und Sonne immer mehr Leistung liefern. Die Auslastung eines durchschnittlichen deutschen Gaskraftwerks liegt etwa bei 30 bis 40 Prozent, die eines Kohlekraftwerks bei ca 60 Prozent.
----- Ende
Heisst: Diese "Grundlast"-Idee führt genau dazu, dass entweder Erneuerbare abgeschaltet werden müssen, weil die "Grundlast" nicht so einfach an/abgeschaltet werden kann, oder dass Fossil/Atomstrom noch unwirtschaftlicher teuer wird. Den will dann keinein bezahlen und wir importieren stattdessen lieber (erneuerbaren) Strom aus dem Verbundnetz - weil zB in Spanien viel Sonne ist oder vor Schottland viel Wind.
@VQuaschning
Liebe Läuse die Rechnug geht immer über (die Option auf) die Waffe damit ist die Argumentation über den "Preis" sagen wir Wertbeschwörung der
Kritisierenden an Kritisierenden ...
Es geht nicht um Elektrizität, die ist Nebenprodukt.
@VQuaschning
Es geht denen wohl um SMR Reaktoren, also etwas was es noch gar nicht gibt und von denen man ein Wunder erhofft, entgegen aller Physik.
Der Glaube daran das morgen in der Zeitung steht “Neue Technologie entwickelt, Klimawandel ist kein Problem mehr! Wir können weitermachen wie bisher.” ist ungebrochen, wie Harald Lesch es sagte “Könnt ihr vergessen! Das wird nicht passieren!”
Bayerns Regierung hat schon im Herbst die Abkehr vom eigenen Klimaziel beschlossen: Klimaneutralität erst 2045 statt 2040. Ministerpräsident Söder hatte es öffentlich nur infrage gestellt. Die Staatskanzlei spricht von einem "internen Beschluss".
@XR_Nuernberg_sunny2 @VQuaschning @katdro
Die bayerischen Grünen haben eine Petition zur Umsetzung der #Klimaziele gestartet:
https://www.gruene-bayern.de/petition-rettet-bayerns-klimaziel/
Die freuen sich bestimmt, wenn das die Runde hier macht.
@VQuaschning Sehr gute Darlegung, weshalb Atomkraft in D Unfug ist, aber auch möglicher Gründe, weshalb CxU & afd sie (mindestens scheinbar) weiter fordern.
Ich denke, es ist vor allem eine Mischung aus 1 und 2: Fehlender technisch-ökonomischer Sachverstand plus populistische Gründe.
Und gerade die populistischen Gründe verfangen bei Konservativen, Reaktionären und Faschisten, weil Atomtechnik ihrer Gefühlswelt und ihrem Weltbild entgegenkommt: Zentral, hierarchisch, stark kontrolliert, groß & mächtig, bewegt viel Geld, Material und Energie. Eine - nach ihrem Bauchgefühl - Ein-für-alle-Mal-Lösung.
"Da weiss ich, wen ich anrufen kann", wer verantwortlich ist. Es gibt eine Art "Befehlskette". Es ist scheinbar planbar, berechenbar, verlässlich und "abhakbar“. Sprich: Wenn es erst mal da steht, läuft es. Man muss sich auf Jahrzehnte keine Gedanken mehr machen und hat konkrete Ansprechpersonen (stimmt nicht, aber: Bauchgefühl).
Hinzu kommt die "konservative" Angst vor neuen Strukturen. Die zentralistische Energieversorgung "hat doch immer gut funktioniert" (nein, aber: Bauchgefühl).
Jetzt kommen „die Grünen" und wollen einfach überall Solarzellen drauf packen und glauben, damit diese riesige Technik ersetzen zu können. Aber das braucht auch neue Netze und neue Technik und neue Speicher und alles neue ist erst mal unzuverlässig und überhaupt: Woher sollen wir wissen, dass wir verlässlich Strom haben, wenn wir statt drei, vier Konzernen hundertausende Windräder und Solarparks haben? Hiiilfe!!
Diese "konservative", ängstliche (neophobe) Gefühlswelt sollten wir nicht unterschätzen, sondern mit positiven, bestärkenden kontern. Die Berechnungen und sachlichen Darlegungen sind alle toll und richtig, aber entschieden wird, auch an der Wahlurne und selbst am Kabinettstisch, mit dem Bauch.