Aus der Zeit gefallene Garagenkomplexe. Stadtrand, my love! #Peripherie
Die "Junge Welt" von Gelb-Weiß. Und dahinter das Wagonbauareal. Mehr proletarischer Görlitzstolz geht kaum.
Die Strecke nach Berlin. Gedanken an das 2. Gleis.
Wieso ich #Görlitz so lieb habe? Unter anderem, weil es hier an der Stadtgrenze einen Weg gibt, der "Stadtgrenze" heißt. Verstehen nur Stadtanthropologen.
Hat eigentlich schon jemand das Prinzip verstanden, nach dem die die Standorte ihrer Briefkästen aussuchen?
Nach einer Stunde Getrödel dann draußen auf dem Feld auf den #Sudetenwegen. Hinten die Königshainer Berge/Limas. Schrittbeschleunigung.
Da modern sie, ein paar Schwellen der Kreisbahn, die ursprünglich von Görlitz über die Königshainer Berge hinüber nach Weißenberg/Wóspork ging. Mit Umstieg da nach Löbau/Lubij und Radibor/Radwor! Seufz. 1993 wurde das letzte Teilstück geschlossen. Traurig, traurig würde #Winterberg sagen.
Sie haben natürlich wieder einen Radweg drauß gemacht. Ich setze da aber aus Prinzip und Pietät keinen Fuß drauf und wähle ebenfalls natürlich den Feldweg.
- "Du schimpfst ja viel und prinzipiell über Umgehungsstraßen. Gefällt dir wirklich gar nix daran?" - "Das unten drunter." #Peripherie
Eben habe ich die haarscharf westlich an Görlitz vorbei laufende Wasserscheide zwischen Ostsee (Neiße) und Nordsee (Spree) nach Westen überquert.
Auf den #Sudetenwegen.
Schaut nur, die Bergschiffe der #Oberlausitz!
Und dann sind wir übern Hügel im Tal des Weißen Schöps/Běły Šepc, in Ebersbach.
Hach, diese sächsischen evangelischen Pfarrhäuser, die haben schon eine Aura, kannste nischt sagen.
Und wer mal da hin kommt, der/die schaut sich bitte unbedingt die ganz entzückende gotische Kirche von #Ebersbach an, mit dieser tollen, alles tragenden Säule im Kirchenschiff. Wollte gar nicht wieder da weg und ein bisschen bei Gott rumsitzen.
Hier noch einmal Ebersbach mitsamt Kirche und Schöps in der Totalen. #Oberlausitz wie im Bilderbuch.
Ein #Sudetenweg fließt aus Ebersbach hinaus und hinauf nach Liebstein.
Tja, und dann haut der April so richtig rein und macht Atmosphäre! Und übrigens ist das da hinten hinterm Isergebirge der komplett verschneite Riesengebirgshauptkamm, Schneekoppe inklusive. #Sudeten, Leute, ich sage euch!
Oben in Liebstein, kurz vor den Königshainer Bergen/Limas.
Kurz nach 10 am Rand vom Limas. Blick zurück. #Sudeten
Machs gut, #Fichte!
Nur noch kurz über den Pass in den Königshainern, dann geht es auch schon gleich wieder raus.
Wo Thiemendorf idyllisch im Wald- und Bergschatten liegt. #Oberlausitz #Sudeten
Ich meine, guckt doch nur! Ein schönes Fleckchen Dorf. #Oberlausitz
- "Hier ist zuviel Idyll! Ich säge jetzt alle meine Koniferen vier Meter überm Boden ab und lasse die Stämme stehen!!"
Warum tut man so etwas? Ihr kommt für diese Mauern alle in die Hölle. #Oberlausitz
Tschüss, Thiemendorf! (Übrigens führt ja unter Thiemendorf der mythenumkränzte Tunnel der A4 durch den Königshainer Granit!)
Egal wo man in diesem Miniaturbergland unterwegs ist, hier drückt es wirklich überall den Granit aus dem Boden. Lutkensteine.
Sudetentypisch: Kaum hat man eine Bergkette passiert, sieht man am Horizont schon wieder die nächste. In diesem Fall ist es die Czorneboh-Kette. Witaj, Čornebóh, muj luby! #Oberlausitz
- "Los, wir pflanzen eine Eiche!" - "Bist du irre?! Weißt du, wie groß die Dinger werden?!" - "Und das kratzt mich weil?" #Lebensspanne
Da drüben der flache Höhenzug, das ist die Wysoka Dubrawa. Und der Beginn des amtlichen sorbischen Siedlungsgebiets. #Sudeten #Lausitz
In Attendorf am Schwarzen Schöps/Čorny Šepc. Ich wittere den Wassermann. #Lausitz
In Baarsdorf ist man mitteilsam. #Oberlausitz
Die einstige LPG hingegen schweigt.
Schnell weg da.
Über die #Sudetenwege weiter nach Diehsa/Dźěže.
Sudetische Wanderkonstante: Der Blick zurück. Hier auf die Königshainer Berge/Limas. #Sudeten
Voraus liegt Diehsa/Dźěže gemütlich vor der Wysoka Dubrawa, die versucht, gebirgig zu wirken. #Sudeten
Kurz vorm Ort quert man die Alte Weißenberger Straße, die etwas von Landwegen vergangener Jahrhunderte atmet und die ich mir einfach mal merke. #Lausitz
Schlag 1 auf dem Markt in Diehsa/Dźěže, auf dem fern der Städte bis ins 20. Jhd. Markttage abgehalten wurden. Die Marktlauben hat man sich als Erinnerung behalten. Ich stelle mir vor, wie sich hier an der deutsch-sorbischen Sprachgrenze die Sprachen mischten. #Lausitz
Die Marktlauben hat man sich als Erinnerung behalten.


- Wow, toll!