@sbamueller
Na ja, so schlimm ist es nicht. Die Oberleitungsstangen sind lang genug, dass der Bus die Spur nach rechts oder links wechseln kann. Solange es diese zweite Spur natürlich gibt. Aber im schlimmeren Fall, bleibt er genauso im Stau stecken wie ein Verbrennerbus oder ein PKW.
Außerdem haben die Trolleybusse heutzutage Akkus verbaut, dass sie auch kleinere Stadtteile ohne Oberleitungen anfahren können. Das hilft auch beim großräumigen Umfahren einer Unfall- oder Baustelle.
Und was die fixe Linie angeht: Ich habe ja lang genug in St. Georgen gewohnt. Die beiden Buslinien, die den Stadtteil mit dem Rest der Stadt verbinden sind seit ca. 20 Jahren weitgehend unverändert geblieben (der 11er ging bis zur 2. Hälfte der 2000er durch die heutige Fußgängerzone am PdAS, fährt aber seitdem am Hauptbahnhof durch). In der gleichen Zeit wurden die Straßenbahnlinien so oft geändert, dass ich irgendwann aufgegeben habe mir zu merken, welche Linie wo fährt (ändert sich eh gefühlt alle 5 Jahre). Eine fixe Linie zu ändern scheint kein so großes Problem zu sein. Und gleichzeitig sind die Buslinien oft genug erstaunlich stabil. ;)
Und was die Nachteile eines Busses angeht:
1. Nicht alle Städte leisten sich überhaupt Straßenbahnen, weil sie nicht das entsprechende Passagieraufkommen erwarten. Hamburg, die Deppen, haben z.B. straßenbahnähnliche extralange Busse. Da hätte man auch Oberleitungen verlegen können.
2. Nicht überall gibt es das große Passagieraufkommen, das eine StraBa-Linie rechtfertigen würde.
3. Nicht alle Straßen geben genug Platz für eine StraBa-Linie her.
Es gibt ausreichend Gründe für Buslinien. Und diese Buslinien könnten seit Jahrzehnten schon leise und abgasfrei laufen.
@helgenug